EBENSFELD

Untere Straße bleibt Kurzzeitparkzone

Die Kurzzeit-Parkplatzregelung in der Unteren Straße bleiben bestehen. Das Gremium sah mehrheitlich keine Veranlassung, diese aufzuheben, folgte insofern der Empfehlung von Polizeihauptkommissar Gerald Storath bei einer Verkehrsschau im April. Foto: Mario Deller

Im Mittelpunkt der Bauausschusssitzung stand die Frage, ob die Kurzzeitparkplätze in der Unteren Straße im Kernort beibehalten werden sollen oder nicht. Claudia Jung hatte eine Initiative gestartet, die die Aufhebung der Kurzparkzonen-Regelung mit maximal zwei Stunden zum Ziel hatte. Im Rahmen des „Bürgerdialogs“ meldeten sich daraufhin einige Anwohner der Unteren Straße und beantragten die Aufhebung.

Wie Erster Bürgermeister Bernhard Storath erläuterte, fand im April eine Verkehrsschau mit dem Dienststellenleiter der Polizeistation Bad Staffelstein, Gerald Storath, statt. Der Polizeibeamte habe erklärt, dass die bestehende Kurzparkzonen-Regelung nicht verändert werden sollte. Schließlich seien in der Unteren Straße zahlreiche Gewerbebetriebe angesiedelt, für deren Kunden ausreichend Parkraum zur Verfügung gestellt werden sollte. Außerdem hätten die Anwohner allesamt ausreichend Parkraum in ihren Hofflächen.

Meinung der Polizei gefolgt

Der Meinung des Polizisten folgend votierte der Bauausschuss mit einer Gegenstimme dafür, es bei der Kurzzeit-Parkregelung zu belassen, allerdings verbunden mit einem Kompromiss: Wird Bedarf gesehen, kann der Markt Ebensfeld Einzelgenehmigungen für eine Dauerbeparkung aussprechen.

Ähnliche Thematik, ganz anderes Ergebnis: Die Kurzzeitparkzonen-Regelung in der Ortsstraße „Oberer Kellbachdamm“ nahe der Einmündung Hauptstraße und Prächtinger Straße wurde hingegen aufgehoben. Allerdings gestaltete sich hier die Sachlage ganz anders als in der Unteren Straße: Am Oberen Kellbachdamm seien noch nie markierte Parkflächen vorhanden gewesen und eine zeitliche Begrenzung nicht erforderlich. Insofern folgte das Gremium mit seinem Beschluss zur Aufhebung der Regelung den Ausführungen des Anliegers Thomas Blum.

Werbetafeln genehmigt

Keine Hindernisgründe sah das Gremium, was die Errichtung einer für eine Pizzeria in der Hauptstraße werbenden Tafel sowie von zwei weiteren Werbetafeln in der Bamberger Straße für eine Ebensfelder Gastwirtschaft anbelangt.

Landwirt Robert Zillig richtete eine Bauvoranfrage, um im Außenbereich von Ebensfeld ein Werkstattgebäude mit Büroraum und Betriebsleiterwohnung zu errichten. Da die landwirtschaftliche Privilegierung vorliegt, wurde das gemeindliche Einvernehmen in Aussicht gestellt, allerdings mit der Auflage, dass der Bauherr die Wasserversorgung über seinen eigenen Brunnen sicher stellt. Ferner hat er die Abwasserentsorgung über eine Dreikammergrube mit nachgeschalteter biologischer Reinigungsstufe vorzunehmen.