BAD STAFFELSTEIN

Zum Ehejubiläum auf Rieses Spuren

Im Gewölbe unter der Raiffeisen-Volksbank (v. li.): Ottmar Kerner, Heribert und Mechthild Faulpel, Ottilie Schramm. Foto: Andreas Welz

Auf den Spuren von Adam Riese wandelte kürzlich ein glückliches Goldpaar aus der Nähe von Bielefeld, das in Bad Staffelstein sein 50-jähriges Ehejubiläum feierte. Den Wunsch von Mechthild und Heribert Faulpel für eine Sonderführung durch die Altstadt – nur die beiden nahmen daran teil – erfüllte Stadtführern Ottilie Schramm gern. Los ging?s am Stadtturm, wo die Führerin die Stadtgeschichte streifte.

Erste Station war der Adam-Riese-Gewölbekeller unter der Hauptstelle der Raiffeisen-Volksbank Bad Staffelstein, Ort des Geburtshauses von Adam Ries. Dort sind zahlreiche Münzen, das Rechenbrett des Mathematikers, ein Portrait und weitere Erinnerungsstücke ausgestellt. Dort erläuterte die Stadtführerin den Münzfund von Serkendorf. Bankdirektor Ottmar Kerner begrüßte die Besucher.

Schramm erzählte die Geschichte des Rechenmeisters, der 1492, am Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit, in Staffelstein geboren wurde. Durch seine Rechenbücher hätte er dem einfachen Volk Einblick in die Bedeutung und Anwendbarkeit der Mathematik in vielen Bereichen des täglichen Lebens gegeben. Die drei verharrten an der Bronzestatue von Bildhauer Andreas Krämmer in der Bahnhofstraße, die 2009 anlässlich des 450. Todestages von Adam Riese dort aufgestellt wurde.

Zum Schluss besuchte man das Stadtmuseum. Dort werden wichtige Schriften des Rechenmeisters aufbewahrt. Zwischen 1518 und 1522 schrieb Ries zwei Rechenbücher, so die Stadtführerin. Damals sei es üblich gewesen, dass Gelehrte und Wissenschaftler in lateinischer Sprache schrieben. Die meisten Menschen beherrschten aber kein Latein. Weil Ries es sehr wichtig fand, dass viele Menschen seine Bücher lesen konnten, gehörte er zu den ersten Gelehrten, die auf Deutsch schrieben.

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