SASSENDORF

Klaus Lachmann stellt sich zur Wahl

Gemeinsam für einen Neuanfang in Zapfendorf: (v. li.) Dagmar Raab (SPD), Dr. Andreas Büttner (stellvertretender Fraktion... Foto: MARTINA DROSSEL

Die Meinungsbildung ist abgeschlossen, denn mit seiner ruhigen und smarten Art sowie seinem eloquenten und souveränen Auftreten überzeugte er schnell: Klaus Lachmann will am 28. Juni Bürgermeister in Zapfendorf werden, er wird dabei vom Vereinten Umland (VU) und der SPD unterstützt. Die Delegierten der Wählervereinigungen und der Sozialdemokraten entschieden sich mit großer Mehrheit am Wochenende im Gemeinschaftshaus Sassendorf für ihn als Bewerber um den Chefsessel im Rathaus.

Das Vereinte Umland war bei der Kandidatensuche ganz bewusst neue Wege gegangen. Nicht der Wählerverbund suchte nach einem Bewerber, sondern er ließ per Zeitungsbericht Bürgermeister in spe auf sich zukommen. Diese Chance ergriff auch Klaus Lachmann: Der Bamberger hat Visionen für Zapfendorf, die er gerne umsetzen wollte. Dass er bei der offiziellen Nominierungsversammlung am 3. Mai zum gemeinsamen Kandidaten gekürt wird, ist nicht mehr als eine Formalie.

Lachmann wurde am 7. Februar 1959 geboren in Bamberg. Dort lebt er mit seiner Familie, er hat zwei erwachsene Kinder (26 und 29 Jahre) und ist Marktleiter eines bekannten Möbelfachgeschäfts in Nürnberg. Der 56-Jährige versteht es, mit Geld und Verantwortung umzugehen: In seinem Beruf hat er Umsatz- und Ergebnisverantwortung bis 280 Millionen Euro.

„Ich will Dienstleister für Zapfendorf sein“, stellte er heraus. Als Teamleiter und Projektmanager habe er schon so manches nicht ganz einfache Unterfangen kompetent gemeistert. Ehrenamtlich ist Lachmann langjähriger Vorsitzender des Schwimmvereins Bamberg. Der Verein, dessen Damen- und Herrenmannschaften in der 2. Liga sportlich wirken, hat über 5300 Mitglieder.

Spannende Herausforderung

„Zapfendorf braucht aufgrund der Vorkommnisse dringend einen Neustart“, unterstrich Lachmann.

„Zapfendorf braucht

aufgrund der Vorkommnisse dringend einen Neustart.“

Klaus Lachmann, Bürgermeisterkandidat

Er habe Erfahrungen mit Konkurs und Insolvenz, verfüge über ausgeprägtes Verhandlungsgeschick und Kosten-Nutzen-Denken sowie bereits den nötigen Kontakt zu Behörden und Kommunen. Er verstehe es, ein Team zu formen und zu leiten (Führungserfahrung von über 1000 Mitarbeitern). Und, das machte er an diesem Abend in Sassendorf mehr als deutlich: Der 56-Jährige weiß durch seine souveräne und smarte Art zu begeistern.

Kein Kuschelkurs

„Wir müssen die Negativschlagzeilen beenden durch ehrlichen Bewerber und vertrauensvolle Arbeit“, forderte er. Stabilität für Zapfendorf sei seine erklärte Devise. Dafür will er der Wirtschaft Anreize schaffen, den Tourismus fördern, das defizitäre Freibad „Aquarena“ optimieren, Investoren für das geplante Ärztehaus finden, die städtebauliche Entwicklung vorantreiben und das Straßenbild innerorts aufwerten. Die Westtangente ist für Lachmann ein Projekt, das weiterverfolgt werden muss. „Ich bin sicher kein Typ zum Kuscheln, kein Visionär und Schaumschläger“, stellte der 56-Jährige heraus. „Ich bin ehrlich und kompetent, vollkommen unvoreingenommen, zugleich modern und zukunftsorientiert.“

In Zapfendorf habe er keine „Klüngelei und Kumpanen“, könne allen Bürgern, dem Handel und der Industrie gegenüber unbefangen sein.

Zwei der Kandidaten, die sich beworben hatten, durften sich und ihre erklärten Ziele in Sassendorf vorstellen. Die VU-Vertreter (Bürger-Vertretung Lauf, Aktive Bürgerliste Unterleiterbach, Wählergemeinschaft Sassendorf, Wählergemeinschaft Oberleiterbach und Liste für Kirchschletten, Roth, Oberoberndorf und Reuthlos) sowie die Sozialdemokraten entschieden sich eindeutig.

„Auf uns kommen schwere Aufgaben zu. Und ich bin mir sicher, dass Lachmann sie meistern wird“, sagte Harald Hümmer. Er freue sich sehr, dass man einen Kandidaten in Schulterschluss mit der SPD habe finden können. Auch bei der CSU habe man angefragt, so Hümmer. „Die CSU aber hat das Angebot zur Zusammenarbeit bereits vor deren Aufstellungsversammlung kategorisch abgelehnt.“

Kompetenz als Auswahlkriterium gehe für das Umland vor Parteien- und Eigeninteresse, stellte er heraus.

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