BAD STAFFELSTEIN

Als Zelebrant ein Magnet

Leonhard Schielein wurde auf dem Bad Staffelsteiner Friedhof zur letzten Ruhe gebettet. Er starb im 85. Lebensjahr und seinem 60. Priesterjahr nach schwerer Krankheit am vergangenen Montag. Vielen war es ein Herzensbedürfnis, diesen vorbildlichen und charismatischen Seelsorger auf seinem letzten irdischen Weg zu begleiten.

Zuvor hatten Familie, Freunde, Mitglieder der Pfarrei, Vertreter aus Kirche, Politik und Gesellschaft und Wegbegleiter während seiner langen Wirkungszeit zum letzten Mal mit ihm in der Mitte Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Kilian gefeiert. Der Sarg mit dem Verstorbenen war in der Kirche aufgebahrt worden. Darauf lag die Priesterstola und stand sein Kelch. Das Requiem feierten Dekan Michael Schüpferling, KAB-Diözesanpräses Albert Müller und Pfarrer Georg Birkel mit vielen weiteren Geistlichen.

Die Redner beim Trauergottesdienst zeichneten ein beeindruckendes Bild des in Nürnberg geborenen Leonhard Schielein, der in den vergangenen 50 Jahren am Obermain tätig war. Sie nannten ihn menschlichen und mitfühlenden Seelsorger, souveränen Religionslehrer, hervorragenden Reiseleiter und zuverlässigen Freund.

Heiteres Wesen und reiches Wissen

Sie erinnerten an sein weitreichendes Wirken am Gymnasium, an den spannenden Unterricht und die moderne Art, Gottesdienst zu feiern. Sie schwärmten von den Romreisen mit Zwischenstopp in der Toscana. Sie würdigten die Eucharistiefeiern und Predigten: „Schielein war als Zelebrant ein Magnet“. Sie erinnerten an sein reiches Wissen weit über die Theologie hinaus, an sein heiteres Wesen und an seine Fähigkeit, auf Menschen zuzugehen.

Dekan Michael Schüpferling sprach für das Dekanat Lichtenfels, Regionaldekan Thomas Teuchtgräber für die Erzdiözese Bamberg, Pfarrer Georg Birkel für den Seelsorgebereich Bad Staffelstein-Lautergrund-Banzgau, in dem Schielein in den vergangenen 20 Jahren tätig war. KAB-Kreisvorsitzender Wofgang Haas würdigte Schieleins Leistung als Präses und Diözesanpräses der KAB.

Die Lichtenfelser Bürgermeisterin Bianca Fischer erinnerte an seine Jahre in Lichtenfels als Lehrer und als Priester in der Heiligen Familie, Lionsclubvorsitzender Hamann an sein Wirken als geistlicher Begleiter der Lionsmitglieder. Für den Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen sprach Dr. Walter Rein.

Der Schulleiter des Meranier-Gymnasiums Lichtenfels, Stefan Völker, sprach von Schieleins wertvollem Einfluss auf Schüler und Kollegium in seinen 28 Jahren am MGL. Die Orgel während des Requiems spielte Thomas Sniehotta.