ALTENKUNSTADT

Worüber sich die Altenkunstadter aufregen

Worüber sich die Altenkunstadter aufregen
Erst im Herbst, nachdem die Blätter gefallen waren, wurde dieses Verkehrsschild bei Spiesberg wieder einigermaßen sichtbar. Foto: Dieter RAdziej

Etwas mehr Verständnis, aber in dem einen oder anderen Fall auch ein Einschreiten der Verantwortlichen wird gegenwärtig in einigen Altenkunstadter Bereichen als notwendig angesehen.

Eines wiederkehrendes Thema, auf das auch in schöner Regelmäßigkeit in den gemeindlichen Amtsblättern hingewiesen wird, ist Hundekot. Besonders das Bootshausgelände am Main, das Schul- und Sportzentrum und die Mainwiesen bei Maineck und Theisau sind Bereiche, in denen sich die Einwohner und Einwohnerinnen häufig belästig fühlen.

Exkremente im Viehfutter machen Nutztiere krank

„Herrchen“ und „Frauchen“ gehen seit jeher gern auf den Wiesen mit ihren Vierbeinern „Gassi“, ohne Rücksicht darauf, dass so Exkremente ins Viehfutter gelangt, was die Tiere krank macht. Besonders am Abend lassen sie die Hunde häufig frei laufen, ohne darauf zu achten, ob sie die Umwelt und Privatgrundstücke verschmutzen. In schöner Regelmäßigkeit sind die gleichen Abläufe zu beobachten: Autotür auf – und den Hund einfach schnell das Bein heben lassen.

Und das, obwohl die Gemeinde Altenkunstadt eine Vielzahl von Hundetoiletten aufgestellt hat. Diese werden zwar genutzt und regelmäßig auch geleert. Viele haben auch das bekannte Tütchen dabei. Andere aber sehen dazu keine Veranlassung.

Auf dem Schulsportplatz fühlt man sich unbeobachtet

Ein besonders beliebter Treffpunkt der Hundebesitzer und -besitzerinnen ist das Bootshausgelände am Main. Kaum jemand achtete darauf, dass die Straße eigentlich nur als Zufahrt zu den land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken freigegeben ist. Zudem das Mainufer in den Sommermonaten eine beliebte Liegewiese für Badende ist.

Worüber sich die Altenkunstadter aufregen
Ein Service der Gemeinde Altenkunstadt zur Entlastung der Umwelt sind die an vielen Orten aufgestellten „Hunde-Toiletten... Foto: Dieter Radziej

Ein ähnliches Bild bietet sich beim Schul- und Sportzentrum. Hier wird ebenfalls auf die Anleinpflicht hingewiesen. Dennoch ist nach wie vor der Schulsportplatz ein beliebter Treffpunkt, um seinen Hund auszuführen. Zwischen Flutmuldenhecke und Hartplatz fühlt man sich unbeobachtet und bemerkt meist nicht die Hausmeister der Gemeinde, denen dieses Verhalten nicht entgeht. Und so kommt ein Gemeindebürger zu einer nüchternen Einschätzung: „Nicht die Hunde sind das Problem, sondern vielfach die Menschen.“

Beim Holzeinschlag auch das Verkehrszeichen „gefällt“

In mehreren Bereichen dürften auch Verkehrsschilder erneuert, an ihrem ursprünglichen Standort wieder angebracht oder so ergänzt werden, dass sie ihrem Zweck gerecht werden. So befand sich in Woffendorf am Fuße des Kordigastes unweit der Grenze zu Bernreuth eine kleine Sitzgelegenheit. Gleich daneben stand ein entsprechendes Verkehrszeichen, das zwar manche Schützen gerne als Zielscheibe nutzten, das aber trotz dieser Schädigung mit glatten Durchschüssen seinem eigentlichen Zweck gerecht wurde. Beim Holzeinschlag wurde dieses Verkehrszeichen auch „gefällt“ und droht nun langsam im Unterholz zu verschwinden.

Worüber sich die Altenkunstadter aufregen
Auch dieses Verkehrsschild bei Burkheim müsste erneuert werden. Foto: Dieter Radziej

Wer gegenwärtig vor Spiesberg in den Wald fährt, dem ist kein Vorwurf zu machen: Das Schild, das den Verkehr auf land- und forstwirtschaftlichen begrenzte, war monatelang in der Hecke verborgen und wurde erst wieder notdürftig sichtbar, seit die Bäume und Sträucher kein Laub mehr tragen.

Interessant auch das Sperrschild an der Wegabzweigung von der Staatsstraße 2203 in Burkheim. Trotz Patina und der Tatsache, dass die Farbe verblasst ist, ist erkennbar, dass die Durchfahrt für Fahrzeuge aller Art gesperrt ist. Insofern erscheint es dringend erforderlich, die Beschilderungen, vor allem bei den Zufahrten zu land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken, auf den aktuellen Stand zu bringen.

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