ALTENKUNSTADT/BAIERSDORF

Wirtschaftsforum will keine Weisheiten im Hochglanzformat

Nach der offiziellen Bekräftigung der Zusammenarbeit: (v. li.) Erhard Jersch, 1. Vorsitzender Beraterkompetenz Oberfranken e.V. , Michael Limmer, 2. Vorsitzender des Wirtschaftsforum Obermain-Jura, Claus Erhardt, 2. Vorsitzender Beraterkompetenz Oberfranken, Christian Dietz, 3.... Foto: Roland Dietz

Das Wirtschaftsforum Obermain–Jura ist eine Partnerschaft mit der „Beraterkompetenz Oberfranken e.V.“ eingegangen. Deren Vertreter stellten ihren verein jüngst vor..

„Aus der Region - Für die Region“ ist ein Slogan des Wirtschaftsforums Obermain–Jura. Ständig versuchen die Mitglieder, Ideen für die heimische Wirtschaft zu finden und diese nach Möglichkeit bestens umzusetzen.

Wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge sachlich beurteilen

„Unsere Mitglieder haben sich der Aufgabe gestellt, die Mitarbeiter in den Betrieben und die breite Öffentlichkeit über die aktuellen, regionalen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Fragen aus Unternehmersicht zu informieren“, erklärt 2. Vorsitzender Michael Limmer. Nur wer wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge und Entwicklungen sachlich beurteile, könne sich selbst eine objektive Meinung bilden und danach handeln. Und damit den Wirtschaftsstandort und dem Lebensraum Obermain-Jura stärken.

Die Arbeit zeige Erfolge, wie ein schulisches Kompetenztraining in Richtung der beruflichen Ausbildung, der so genannte „Business-Führerschein“. Dieses Zertifikat werde von Schulen und dem Landkreis Lichtenfels unterstützt, demonstriere es doch die Stärken und Talente von Schülern, was die Berufswahl erleichtere, so Limmer.

„Zusammen sind wir stark“ ist ebenfalls ein Slogan des Wirtschaftsforums. Daher sei man auch immer auf der Suche nach Unterstützern und Mitarbeitern sowie die Zusammenarbeit mit ähnlichen Verbänden, mit denen ein reger Ideenaustausch zielführend sein könne. Deshalb wurde laut dem 2. Vorsitzenden vor längerer Zeit eine Partnerschaft in der Zusammenarbeit mit dem Innovations-Zentrum Region Kronach e.V. eingegangen.

Zentrales Netzwerk für Beratungsdienstleistungen

Nun kam es vor kurzem zu einer weiteren Partnerschaft, und zwar mit der „Beraterkompetenz Oberfranken e.V.“. Die beiden Vorsitzenden Erhard Jersch und Claus Erhardt stellten bei der jüngsten Sitzung des Wirtschaftsforums die Beraterkompetenz Oberfranken e.V. vor. Sie ist grundsätzlich zentrales Netzwerk für Beratungsdienstleistungen in Oberfranken. „Wir bündeln die zehn relevanten Fachgebiete für Ihren Erfolg“, erklärte Erhardt Jersch. Unter anderem gehören dazu: Unternehmensberater für Performance Management und Strategie, Innovation und Existenzgründung, Produktion, IT-, Internet- Vertriebs- und Marketing-Experten, Personalberater und – Dienstleister sowie im eCommerce. Die aktuelle Situation bringe viele Unternehmen dazu, über künftige Strategien nachzudenken.

Drei-Stufen-Impuls-Modells für Unternehmen

Rahmenbedingungen hätten sich nachhaltig verändert, alte Denkmuster seien in Frage zu stellen, Geschäftsmodelle kommen auf den Prüfstand, Zukunftsaussichten seien unklar, Beratungsansätze aus der „Schublade“ liefen ins Leere, malte Jersch Szenarien auf. Deshalb werde Kommunikation wieder immer wichtiger. Die Einbindung von Mitarbeitern werde zur Pflicht. Aber wer könne sonst helfen?

Hier kommt laut dem Vorsitzenden die Beraterkompetenz Oberfranken e.V. zum Tragen. „Wir wollen hier einen Weg beschreiben, der gerade für das Wirtschaftsforum Obermain-Jura und seine mittelständische Unternehmen sehr interessant sein dürfte.“

Der „Drei-Stufen-Impuls-Modells“ des Kompetenz-Teams habe für Unternehmen den Vorteil, die Herangehensweise des Beraters, der Beraterin oder des Beratungsunternehmens kennen zu lernen, ohne zunächst irgendeine Verpflichtung einzugehen. Ein weiterer Vorteil: „Im Netzwerk haben wir sehr viele Kompetenzen, auf die Kunde zugreifen können, wenn es notwendig sein sollte“, erläuterten die Vorsitzenden. Eine Übersicht über mögliche Themen finde man auf der Homepage die ständig aktualisiert wird.

Unternehmen individuell mit „Handouts“ begleiten

Der Kernpunkt der Arbeit liege darin, dass anders als die üblichen Seminaranbieter, die sich darauf spezialisiert hätten, offene Seminare und Workshops „zu verkaufen“, Unternehmen individuell und nicht mit „Lehrbuch-Weisheiten im Hochglanzformat“, sondern „Handouts“ begleitet würden. Konkret heiße das, dass in jedem Unternehmen die „Uhren anders gehen“, andere Voraussetzungen gegeben seien und individuell vorzugehen sei, erklärte Eberhard Jersch.

Die Vorsitzenden Michael Limmer und Erhard Ströhl des Wirtschaftsforum Obermain-Jura dankten für den sehr aussagekräftigen Bericht und wünschten eine gute Zusammenarbeit.

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