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Weismain: Kinder auf den Spuren Andy Warhols

Weismain: Kinder auf den Spuren Andy Warhols
Emma zeigt stolz ihr buntes Bild. Foto: Roland Dietz

Wer kennt sie nicht, die bekanntesten Bilder des US-Künstlers Andy Warhol: die Suppendose und das bunte Marylin Monroe-Bild. Ebenfalls darunter fallen auch die intensiven und farbigen „Poppigen Blüten“. Dieses letztgenannte Thema war Inhalt beim Malen mit Elfriede Dauer im Rahmen des Sommerferienprogramms.

Hatte die Künstlerin zu Beginn noch Bedenken, das dieses Thema ihre jungen Teilnehmenden noch überfordern könnte, war am Ende der gut 90 Minuten davon nichts mehr zu spüren.

Weismain: Kinder auf den Spuren Andy Warhols
Gerne hilft Elfriede Dauer, wenn die Kinder beim Malen mal nicht weiter wissen. Foto: Roland Dietz

Elfriede Dauer war mit viel Energie dabei, das ging direkt auf die Kinder über. Die Kids hatten schnell das Gefühl, dass was ihnen Elfriede Dauer vorgibt auch klappt. Schon ihre Einleitung über das Leben des Künstlers Warhol fesselte die Nachwuchstalente.

Als Kind schwer erkrankt

Warhold wurde 1928 geboren. Als Kind musste er eine schwere Erkrankung überstehen. Dabei las er viele Comics, das beeinflusste sicherlich sein späteres Schaffen. Andy Warhol wurde von 1945 bis 1949 am Carnegie Institute of Technology in Pittsburgh zum Gebrauchsgrafiker ausgebildet und machte seinen Abschluss in den Sparten Malerei und Design.

Weismain: Kinder auf den Spuren Andy Warhols
Mit großem Eifer sind Mila (li.) aus Würzburg und Hanna am Werk. Foto: Roland Dietz

1950 zog es Warhol nach New York, dem Zentrum der damals gerade zum Massenphänomen avancierenden Werbung. Er lebte nun rund ein Jahrzehnt von Gelegenheitsarbeiten, Werbegrafik, Schaufensterdekoration oder vom Verkaufsjob als Straßenhändler (Obst und Gemüse). Werbung brachte am meisten Geld, die Anfertigung kostete jedoch auch am meisten Zeit, so dass Warhol eine Art „Massenproduktion” erdachte: Er zeichnete seine Motive mit Tinte oder Tusche, kopierte sie mit Löschpapier und übertrug sie auf ein neues Blatt. So entstanden grafische Vorlagen für Zeitschriften und Magazine, Grußkarten und Werbegeschenke und Kochbücher mit humorvollen Illustrationen, die er anschließend von seinen Freunden auf sogenannten „Colouring Partys“ farbig ausmalen ließ.

Maler, Grafiker und Illustrator

Weismain: Kinder auf den Spuren Andy Warhols
Mit dem Finger verteilt Marlene die Farbe. Foto: Roland Dietz

Diese Technik des „drop and dripping” war der Beginn von Warhols späterer fabrikmäßiger Produktionsweise der Serien, bei der seine Mitarbeiter Werke und Filme fertigstellten. Die Werke von Andy Warhol haben ihn zu einem der bekanntesten amerikanischen Maler überhaupt gemacht. Er war bedeutendster Vertreter der amerikanischen Pop Art. Er war tätig als Maler, Grafiker und Illustrator für Mode-, Hochglanz- und Lifestylemagazine. Für die Vorlage von Malen von Blumen selbst nutzte Andy Warhol Bilder von Hibiskusblüten aus einer Fotozeitschrift.

Konzentriert ans Werk gemacht

Konzentriert machten sich die jungen Maler ans Werk. Es zeigte so einmal mehr, dass Malerei Kinder intensiv anspricht. So wurden zunächst auf einem weißen Papier Vorzeichnungen mit einem Bleistift gemacht. Auf einem schwarzen Blatt wurde dann wieder mit farbigen Stiften vorgezeichnet. Diese werden ausgemalt mit Pastellkreide. Und so entstanden darauf tatsächlich „Poppige Blüten“ wie sie schon der große Künstler aus den USA gezeichnet hatte.

Weismain: Kinder auf den Spuren Andy Warhols
Die kleinen Künstlerinnen haben ihre Bilder auf dem Tisch zu einem großen Werk zusammengefügt. Foto: Roland Dietz

Eine Blüte sollte farbig, so wie der dazugehörende Rahmen, sein. War sich ein Kind nicht ganz sicher, gab Elfriede Dauer gerne Hilfen und Tipps. Farblich waren keine Grenzen gesetzt. Damit die Farben auf dem Papier hielten, wurden sie mit Fixierspray nachgezogen. „Das ist wie Haarspray für eure Mamas“, erklärt Elfriede den Kindern lächelnd. Die nächste Verschönerung der Kunstwerke war das Versehen des Bildes mit einem schwarzen Passepartoutrahmen. Nun wurden die Werke in einen gelben Holzglasrahmen gebracht.

Das Glas musste innen natürlich von möglichen Fingerflecken befreit werden. Ein Bild war schöner als das andere, was besonders Elfride Dauer freute. Malbegeisterte können sich sicher aufs nächste Mal freuen, wenn es wieder heißt „Malen mit Elfriede Dauer“.

Weitere Termine für Erwachsene

Dazu können sich erwachsene Interessenten anmelden zum „Genussmalen“ am Donnerstag, 9. September, 18 Uhr, im Restaurant „3Fratelli“ am Markt 17 in Lichtenfels, am 17. September, 17.30 bis 20.30 Uhr, zum Genussmalen im historischen Stadtturm in Weismain und am 15. Oktober, 16.30 Uhr, in der Stoffelsmühle in Kleinziegenfeld jeweils unter Tel. 0152-24941353.

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