BURGKUNSTADT

Warnstreik bei Karl-Eugen Fischer in Burgkunstadt

Warnstreik bei der Karl-Eugen Fischer GmbH: (v. li.) Jürgen Apfel, Geschäftsführer der IG Metall Elektronik Coburg, und der Betriebsratsvorsitzende der Karl-Eugen Fischer GmbH, Dietmar Geßlein. Foto: Roland Dietz

Die Tarifrunde für die 3,8 Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie ist gestartet. Am Freitag bestreikte die IG Metall auch den Burgkunstadter Betrieb Karl-Eugen Fischer GmbH (400 Mitarbeiter und fast 30 Auszubildende).

Eine größere Kundgebung in einen Saal war nicht möglich. Deshalb ließ sich die Gewerkschaft etwas Besonderes einfallen: Die Arbeitszeit für die meisten Beschäftigten endete um 11 Uhr mit einer „Frühschlussaktion“. Am Betriebseingang erhielten sie FFP2-Masken und Autofähnchen mit einer kleinen Süßigkeit. Mit den angebrachten Fähnchen fuhren sie in einem Autokorso von 200 Fahrzeugen vom Betriebsgelände. Durch lautes Hupen machten sie auf ihre Forderungen aufmerksam, zu denen die Anhebung der Einkommen um vier Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten gehört.

Laut Jürgen Apfel, Geschäftsführer der IG Metall Coburg, hat es seit 2018 keine Entgelterhöhung mehr gegeben. In Betrieben mit Kurzarbeit könnten die vier Prozent mehr auch die geringere Lohnauszahlung abmildern. Betriebsratsvorsitzender Dietmar Geßlein forderte ein konkreteres und tragfähiges Angebot. DGB-Kreisvorsitzender Heinz Gärtner wertete den Vorschlag der Arbeitgeber, die Tarifverhandlungen noch ein weiteres Jahr zu schieben, als Provokation den Beschäftigten gegenüber.

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