BURGKUNSTADT

Thomas Schneider: DLRG im Einsatz zu Corona-Zeiten

Endlich wieder Wellengang im Schwimmbad. Hoffentlich sorgt keine vierte Welle für einen erneute „Ebbe“. Foto: DLRG

Thomas Schneider ist DLRG-ler von ganzem Herzen und ein echter Aktivposten bei den Burgkunstadter Wasserrettern. Er berichtet, welche Herausforderungen die Pandemie bisher für die DLRG mit sich brachte und warum im Lockdown viel Stress angesagt war.

„Was bedeutet ,Corona' für mich? In erster Linie Stress. Natürlich war auch für unseren DLRG-Ortsverein in Burgkunstadt an ein ,normales' Vereinsleben während Corona nicht zu denken.

Während wir noch relativ gut durch den letzten Sommer gekommen sind, war es im Winter ziemlich schnell vorbei mit der Ruhe. Geplante Erste-Hilfe-Kurse, Schwimmkurse, Babyschwimmen und Schulschwimmen mussten umgeplant oder abgesagt werden, die Übungen auf virtuelle Veranstaltungen mit entsprechenden Inhalten geändert werden und nicht zuletzt für Dinge, die einfach zum Vereinsleben dazu gehören Lösungen gefunden werden – zum Beispiel Weihnachtsfeiern, Vorstandssitzungen...

Den Menschen eine Freude bereitet

Zu Weihnachten anderen eine Freude machen? Wenn also die Menschen nicht zur Weihnachtsfeier oder Weihnachtsmarkt kommen können, dann muss die Weihnachtsfreude eben zu den Leuten nach Hause kommen. Unser Rettungsboot wurde also kurzerhand zum Weihnachsboot umgerüstet. Es sollte für Groß und Klein etwas Weihnachtsatmosphäre auf Burgkunstadts Straßen bringen.

So kann man schon mal den halben Abend rumbringen. Für's ausruhen blieb keine Zeit. An den drei Weihnachtsfeiertagen ging es ins Kathi-Baur-Pflegezentrum. Um Besuche der Angehörigen an den Weihnachtstagen zu ermöglichen, wurden von den bayerischen Hilfsorganisationen Corona-Schnelltests durchgeführt. Die Feierlichkeiten im Familienkreis mussten also warten.

Im Dienst am anderen: Für die DLRG heißt das zu Zeiten der Pandemie Engagement bei der Schnelltestung. Foto: DLRG

Im neuen Jahr wurde das Thema Schnelltests dann plötzlich zu einem sehr großen Themenfeld. Während die Hallenbäder noch geschlossen waren und somit die Schwimmkurse entfallen mussten, engagierten sich unsere Sanitäter bei Schnelltests in Altenheimen und später dann auch bei den Bürgertestungen. Teilweise bis zu sieben Testtermine pro Woche mussten organisiert werden. Personaleinteilung, Materialbestellung, Abstimmungen mit den Behörden und immer wieder Voranmeldungen zu Schwimmkursen waren zu bearbeiten. All das hat so manche Nachtschicht am Laptop gekostet. Während für viele andere Vereine das Vereinsleben praktisch zum erliegen ,gelockdowned' wurde, hatten wir oftmals sogar mehr Stress, als in üblichen Jahren.

Bis zu sieben Testtermine pro Woche

Und obwohl der Winter gefühlt ewig gedauert hat, war plötzlich schon wieder Freibadsaison und endlich durften wieder Schwimmkurse stattfinden, und endlich sind wir wieder im Wasser – wo wir hingehören.

Im Hinblick auf die vierten Welle können wir noch nicht viel sagen. Unser Augenmerk liegt aktuell auf den über 70 Kinder-Schwimmkursanmeldungen. Es gibt derzeit einen enormen Aufholbedarf. Solange die Bäder offen sind, wollen wir so viele Schwimmkurse wie möglich machen. In diesem Jahr spielt aber oft das Wetter nicht mit, was von den Eltern und unseren Ausbildern viel Flexibilität fordert.

Bedingt durch die Mitarbeit in der Teststelle haben sich viele unserer Einsatzkräfte frühzeitig impfen lassen. Bisher hat noch niemand ein Ringelschwänzchen bekommen oder hatte Nebenwirkungen.“

 

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