BURGKUNSTADT

Stadtrat Burgkunstadt: Kanalsanierung im Fokus

Stadtrat Burgkunstadt: Kanalsanierung im Fokus
Keine Veränderungen soll es hinsichtlich des Bolz- und Spielplatzangebotesim Neubaugebiet Lerchenbühl geben, beschloss der Stadtrat. Foto: Dieter Radziej

Die Kanalsanierungen im Bereich Dammsiedlung und Am Gutshof werden die Mitglieder des Stadtrates auch in Zukunft beschäftigen. Denn Untersuchungen ergaben, dass nicht nur die Abwasserkanäle sondern auch eine Vielzahl von Hausanschlüssen erneuert werden müssten. Zunächst wurde deshalb die Verwaltung beauftragt, die hierfür erforderlichen Ingenieurleistungen auszuschreiben.

Zu Beginn befassten sich die Ratsmitglieder mit den eingereichten Bauanträgen. Es wurden der Anbau eines Carports an die bestehende Garage auf dem Grundstück, Prof.-Kist-Straße 12 und die Errichtung eines Einfamilienwohnhauses auf dem Grundstück Schimmendorfer Straße 16 befürwortet. Keine Einwände gab es auch gegen die Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung des Bebauungsplanes Luitpoldlinden des Marktes Küps im Gemeindeteil Schmölz sowie die Bauleitplanung der Gemeinde Altenkunstadt zu dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan Agrovoltaikanlage bei der Trebitzmühle.

Verkehrsüberwachung wird ausgedehnt

Zu Beginn der Stadtratssitzung informierte Erste Bürgermeisterin Christine Frieß darüber, dass die Verkehrsüberwachungen im Bereich Mainroth jetzt auch auf die Sonn- und Feiertage sowie die Nachtzeiten, ausgedehnt werden. Der Kino-Sommer auf dem Marktplatz in Burgkunstadt findet vom 26. bis 28. August statt. Hinsichtlich eines Radweges von Burgkunstadt nach Kirchlein entlang der Kreisstraße, der dann über Gärtenroth nach Mainroth geführt werden sollte, hatten Gespräche stattgefunden. Wobei auch Alternativtrassen in die Diskussion kamen.

Allerdings wurden in vielen der anschließenden Wortmeldungen deutlich, dass die Stadträte mehrheitlich hierfür eben nicht Waldwirtschaftswege in Anspruch genommen sehen wollten, sondern sich eine Linienführung des Wegs entlang der Kreisstraße wünschen. Deshalb erinnerte auch Dritter Bürgermeister Manfred Hofmann (CSU) nochmals bei den Alternativlösungen an die Verkehrssicherheit, Zweite Bürgermeisterin Susanne Bock von Wülfingen (FW) ging auf das Radwegenetz am Obermain insgesamt ein. Während Stadtrat Sebastian Callens (Grüne) die Auffassung vertrat, dass man bei alledem auch mit alternativen Radwegen im Gespräch bleiben sollte.

Danach fasste Erste Bürgermeisterin Christine Frieß (CSU) nochmals die Meinungsbilder zusammen. Wie zuvor auch Stadtrat Günter Knorr (CSU) bekräftigt hatte, stehe eine Mehrheit des Stadtrates für einen Radweg, der zwischen Burgkunstadt und Kirchlein begonnen werden sollte und entlang der Kreisstraße führe. Unabhängig davon sollen vielleicht nochmals die Förderprogramme ausgelotet werden.

Zwei Spielplätze im Baugebiet Lerchenbühl

Zwei Spielplätze befinden sich im Baugebiet Lerchenbühl. Diskutiert wurde, eines dieser Grundstücke eventuell als Bauplatzgrundstück auszuweisen. In diesem Zusammenhang erinnerte Geschäftsleiter Sven Dietel daran, dass diese Spiel- und Bolzplatzkombination einstmals nach einem Wunsch der Bürger entstanden sei.

Für die Beibehaltung beider Spielplatze sprach sich nachdrücklich Stadtrat Thomas Müller (Bürgerverein) aus, wobei nach seiner Ansicht diese vielleicht sogar etwas aufgewertet und mit einigen schattenspendenden Bäumen versehen werden sollten. Er hatte zuvor allerdings auch angeregt, ob man nicht prüfen sollte, ob der untere der beiden Spielplätze nicht als Bauplatz verkauft werden könnte.

Stadträtin Katrin Weißmann (CSU) erinnerte an die Kleinkinder und Stadtrat Günter Knorr (CSU) meinte, dass dieses Konzept mit den beiden Kinderspielplätzen gut sei, und diese immer auch als Begegnungsstätten zwischen Alt und Jungen gesehen werden sollten. Deshalb beschloss der Stadtrat mehrheitlich, keine Änderung an dem am westlichen Rand des Baugebietes gelegenen Kinderspielplatz vorzunehmen.

Bei der Behandlung der anstehenden Kanalsanierungen in den Straßen „Dammsiedlung“ und „Amt Gutshof“ konnte Erste Bürgermeisterin Christine Frieß (CSU) auch Stephan Endres vom Ingenieurbüro Miller begrüßen. Er legte die Situation unter Einbeziehung vorliegender Ergebnisse der TV-Inspektionen dar. Endres wies hierbei auch darauf hin, dass in diesem Bereich an den angeschlossenen 56 Abwasserleitungen der Grundstückanschlüsse und der Straßenentwässerung zwar noch keine optische TV-Inspektionen vorliegen. Aber die Überprüfungen hätten ergeben, dass Teilbereich der Abwasserkanäle nicht mehr unterirdisch saniert werden können. Rund 30 Anschlusspunkte an den Abwasserkanälen müssten in einer offenen Bauweise erneuert werden.

Zudem wurde die Kanalisation in den Burgkunstadt, Weidnitz, sowie in Teilbereichen von Neuses überprüft. Es ergaben sich dabei Defizite in verschiedenen Straßenzügen, wie des Kommerzienrat-Riexinger-Weges und Stettiner Straße. Wobei es die Höhenverhältnisse es jedoch erlauben würden, die Abwasserkanäle der bestehenden Straßenzüge, wie beispielsweise den Mischwasserkanal des Kommerzienrat-Riexinger-Weges auf dem neuen Mischwasserkanal der Dammsiedlung umzubinden, so dass es auch für Starkregenereignisse gleichsam Reserven geben könnte.

Was ist für Kanalsanierung notwendig

Der Vorschlag von Endres lautete, die Abwasserkanäle in der Dammsiedlung und im südlichen Bereich des Gutshofes mit einer Nennweite von DN400 zu erneuern. Für das nördliche Umfeld des Gutshofes wäre die vorhandene Nennweite DN300 ausreichend. Wie dies umgesetzt werden könnte, stellte der Planer anschließend in verschiedenen Alternativen hinsichtlich der Kanal- und Abwassersanierung, sowie der Entwässerung des Oberflächenwassers vor.

Aus alledem gewannen die Stadträte Knorr, Schmiedel und Doppel den Eindruck, dass die Stadt auf längere Sicht um die vollständige Ausführung der aufgezeigten Sanierungsarbeiten nicht umhin kommen werde. Ergänzend bat Stadträtin Ingrid Kohles (FW) die Haushaltssituation mit einzubeziehen. Wegen der Auswirkungen, insbesondere auch der Kosten für die Sanierung der Hausanschlüsse, hatte Stadträtin Dr. Ulrike Dingelreiter (Bürgerverein) angeregt, die Bürgerschaft vorab darüber umfassend zu informieren.

Zunächst wurde dann vom Stadtrat beschlossen die Verwaltung zu beauftragen, für die Sanierung der Kanäle im Bereich der Dammsiedlung und Am Gutshof die erforderlichen Ingenieurleistungen auszuschreiben.

Mit der Einräumung eines Rederechts für die beiden Ortssprecher Clemens Müller (Kirchlein) und Bernd Weich (Gärtenroth) hatte sich der Stadtrat aufgrund eines Antrages der CSU-Fraktion schon in einer seiner vorausgegangenen Sitzung befasst, sodass jetzt ein entsprechender Antrag hinsichtlich der Änderung der Geschäftsordnung vorlag. Diese Möglichkeit wurde nun einstimmig auch vom Stadtrat befürwortet.

Leitlinien zur Freiflächengestaltung

Leitlinien zur Freiflächengestaltung hatten die Fraktionen mit der Verwaltung besprochen, wobei dank der guten Vorarbeit von Stadträtin Bernarda Callens (Die Grünen), was von der Bürgermeisterin gewürdigt wurde, mussten nur wenige inhaltliche Änderungen vorgenommen werden. Die Leitlinien der Freiflächengestaltung konnte einstimmig beschlossen werden, die Veröffentlichung erfolgt.

Bei der abschließenden allgemeinen Aussprache ging es dann noch um verschiedene Verkehrssituationen wie Mainklein-West, den Feuerwehrweg, Am Schönberg und die Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen.

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