BURGKUNSTADT/ALTENKUNSTADT

Sonnenstrom für die Kläranlage in Burgkunstadt

Sonnenstrom für die Kläranlage in Burgkunstadt
Die Blasen auf der Ob erfläche des Abwassers im Belebungsbecken der Kläranlage Burgkunstadt zeigen, dass die neuen Belüftungssysteme wirken. Jetzt werden energiesparendere Gebläse für die Sauerstoffzufuhr installiert. Foto: Dieter Radziej

Energie sparen lautet die Devise auch bei der Kläranlage Burgkunstadt. Investitionen in eine Photovoltaik-Anlage auf dem Gelände und den Austausch der Gebläse stehen daher im Haushaltsplan des Zweckverbands Abwasserwirtschaft Kunstadt (AWK) für 2023, der einen Umfang von 777.450 Euro hat.

Gemeindekämmerer Stefan Deuerling erläuterte in der Zweckverbandsversammlung, dass der Verwaltungshaushalt 447.450 Euro umfasst (2022: 372.450 Euro). Es seien höhere Abschlagszahlungen der Kommunen an den Zweckverband vorgesehen, weil mit steigenden Stromkosten (im Jahr rund 60.000 Euro mehr) beim Betrieb der Kläranlage gerechnet werden müsse. Außerdem wurde der Haushaltsansatz wegen der künftigen Personalführung zur Vermeidung von Nachzahlungen angehoben.

Wie die Betriebskosten zwischen den Kommunen aufgeteilt werden

Den Vermögenshaushalt bezifferte Deuerling auf 330.000 Euro (2022 335.000 Euro). Rund 270.000 Euro davon sind für die Installation einer Photovoltaik-Anlage auf dem Gelände und den Austausch der Gebläse für das Belebungsbecken vorgesehen. Außerdem wurde eine Rücklage von jährlich 50.000 Euro eingeplant.

Die Betriebskosten-Umlage von 372.400 Euro wird entsprechend der Beteiligungsverhältnisse (Burgkunstadt ist mit 55 Prozent und Altenkunstadt mit 45 Prozent beteiligt) umgelegt. Somit zahlt die Gemeinde Altenkunstadt 167.580 Euro und die Stadt Burgkunstadt 204.820 Euro. Die Investitionskosten-Umlage beträgt 239.050 Euro (Altenkunstadt zahlt 107.572,50 Euro und Burgkunstadt 131.477,50 Euro). Die Haushaltssatzung und der Haushaltsplan wurdeneinstimmig verabschiedet.

Erneuerung der Schneckenpresse und der Belüfter für die Becken

AWK-Geschäftsführer, Dr. Ing. Bernhard Eder berichtete vom Geschäftsbetrieb der Kläranlage. Im vergangenen Jahr wurde wurde die Schneckenpresse für den Klärschlamm erneuert und die Belüftungssysteme in den Belebungsbecken (Aufstaubecken) erhielten Plattenbelüfter. Nachdem alle Einstellungen angepasst und optimiert worden waren, brachten diese Verbesserungen die erwarteten Ergebnisse. „Selbst im 24-Stunden-Betrieb läuft der Kläranlagenbetrieb mit dieser verbesserten Technik unproblematisch“, betonte Eder. Außerdem wurde die Einhausung für die Klärschlammcontainer fertiggestellt.

Bernhard Eder dankte den Klärwärtern Michael Doppel und Ulrich Fischer, die bei den Einbauten viele Eigenleistungen erbracht und so zu erheblichen Kosteneinsparungen beigetragen hätten. „Hut ab vor diesen Leistungen“, betonte der Geschäftsführer.

Auf dem Gelände der Kläranlage solle auch eine Photovoltaik-Anlage errichtet werden, kündigte er an. Es seien dazu noch weitere Gespräche, insbesondere auch mit dem Netzbetreiber, erforderlich, um auszuloten wie groß diese Anlage sein darf und wie viel Energie ins Stromnetz eingespeist werden könnte. Auch die Lieferzeit der Teile werde den Zeitpunkt der Fertigstellung mitbestimmen. Außerdem sei geplant, die Belüftungseinrichtungen der Belebungsbecken mit einer zeitgemäßen Technik, insbesondere neuen Pumpen, auszustatten, die bei gleicher Leistungen weniger Energie verbrauchen. Das werde zu einer erheblichen Reduzierung der Stromkosten beitragen. Beide Projekte sollen bis Ende 2023 abgeschlossen werden. „Mit diesen Investitionen ist Zweckverband Abwasserwirtschaft Kunstadt insgesamt auf einem guten und richtigen Weg“, sagte Bürgermeister Robert Hümmer abschließend.

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