BURGKUNSTADT

Segen für das neue Burgkunstadter Feuerwehrauto

Segen für das neue Burgkunstadter Feuerwehrauto
Über das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug freuen sich die Feuerwehr-Vorsitzende Susanne Bock von Wülfingen (li.), Kommandant André Grothues (re.), die Stadträte (v. li.) Manfred Hofmann, Ingrid Kohles, Thomas Müller, Dieter Schmiedel und Günther Knorr sowie die Geistlichen... Foto: Ingrid Kohles

Das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20 der Feuerwehr Burgkunstadt wurde im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes von Pfarrer Heinz Geyer und Pater Josef Gibus gesegnet.

Auf den geplanten Festzug vom Feuerwehrhaus zur Christuskirche hatten sich alle schon sehr gefreut, sowohl die Musiker des Musikvereins Burgkunstadt, als auch die Feuerwehrleute. Es wäre der erste Festzug mit Marschmusik seit Beginn der Pandemie gewesen – endlich wieder ein Stückchen Normalität. Leider machte der kurz vor Beginn des Gottesdienstes einsetzende Regen alles zunichte. Kurz entschlossen wurde die Segnung in der Fahrzeughalle der Feuerwehr vorgenommen.

„Mit Herz und Verstand helfen, sein Können einsetzen in tätiger Nächstenliebe, das zeichnet diejenigen aus, die ihr Können und ihre Freizeit für das Leben, Hab und Gut der Anderen einsetzen“
Heinz Geyer, Pfarrer

Mit der Erzählung vom barmherzigen Samariter im Lukasevangelium verglich Pfarrer Geyer den selbstlosen Dienst der Feuerwehrleute. Genauso wie der Samariter die Not des Verletzten wahrgenommen hat, helfen auch die Feuerwehrkameraden, wo sie gebraucht werden. Die Feuerwehrleute seien geschult, damit sie qualifiziert helfen können. Währen der Samariter den Verletzten mit einem Esel transportierte, bieten die modernen Feuerwehrfahrzeuge viele Möglichkeiten, um in Notsituationen zu helfen. Trotz aller technischen Möglichkeiten sei auch heute noch das Herz das Wichtigste, so wie es der Samariter für seinen Nächsten gezeigt hat. „Mit Herz und Verstand helfen, sein Können einsetzen in tätiger Nächstenliebe, das zeichnet diejenigen aus, die ihr Können und ihre Freizeit für das Leben, Hab und Gut der Anderen einsetzen“, betonte der Pfarrer.

Gemeinsam segneten Pfarrer Heinz Geyer und Pater Josef Gibus das Feuerwehrfahrzeug und stellten es und alle Feuerwehrleute unter den Schutz Gottes. Die Aktiven der Wehr gestalteten den Gottesdienst mit. Die musikalische Ausgestaltung der Feier hatte der Musikverein Burgkunstadt übernommen.

Susanne Bock von Wülfingen dankte sowohl als Feuerwehr-Vorsitzende als auch als Zweite Bürgermeisterin den beiden Geistlichen für die Segnung. Wegen der Pandemie musste diese Feier lange aufgeschoben werden, obwohl das HLF 20 schon seit Juni 2020 im Einsatz ist.

Seit 2016 hat die Feuerwehr an der Planung gearbeítet

Segen für das neue Burgkunstadter Feuerwehrauto
Gemeinsam segneten Pfarrer Heinz Geyer und Pater Josef Gibus das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20. Foto: Ingrid Kohles

Kommandant André Grothues berichtete, dass die Planungen schon 2016 begonnen hatten und mit der Neuanschaffung eine Weichenstellung für die nächsten 25 Jahre vollzogen wurde. Nach der europaweiten Ausschreibung wurde die Firma Schlingmann mit der Ausführung beauftragt und das Fahrzeug innerhalb der Wehr vollkommen neu geplant. So ist der Fahrzeugaufbau mit der bestmöglichen Ausstattung komplett nach den eigenen Wünschen entstanden. Der wesentliche Unterschied eines HLF zu einem Löschgruppenfahrzeug ist die umfangreiche Ausrüstung für die Technische Hilfeleistung. Der Kommandant dankte dem Stadtrat für die Bereitstellung der Mittel und der Stadtverwaltung für die Unterstützung und Beschaffung.

Als schließlich im Juni 2020 die Überführung des Fahrzeugs anstand, wurden bereits vorhandene Gerätschaften ins Werk nach Dissen mitgenommen und ins neue HLF 20 gepackt. Da waren noch etliche Umbauarbeiten nötig, bis alle Planungen umgesetzt waren. Das HLF 20 Varus kostete 380 000 Euro, dazu kamen noch Gerätschaften im Wert von 50 000 Euro. Die Beschaffung wurde mit 125 000 Euro vom Freistaat Bayern gefördert.

Entscheidend ist die Bereitschaft, sich für Menschen in Not einzusetzen

„Seit über 150 Jahren haben es sich Frauen und Männer in Burgkunstadt zur Aufgabe gemacht, Menschenleben zu retten“, lobte Kreisbrandmeister Michael Kannengießer. Was damals mit Löscheimern und Löschketten begann, habe sich fortentwickelt zu modernsten Feuerwehrfahrzeugen. Das wichtigste seien aber immer noch die Menschen, die sich der Herausforderung stellen und sich für neue Hilfstechniken ausbilden lassen.

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