Schießstand des Jägervereins Lichtenfels ein Modellprojekt

WEISMAIN

Schießstand des Jägervereins Lichtenfels ein Modellprojekt

Hochkarätigen Besuch hatte der Jagdschutz- und Jägerverein Lichtenfels, denn Mitglieder des Präsidiums des Bayerischen Jagdverbandes besuchte die Schießstätte in Weismain. BJJV-Vorsitzender Michael Ament stellte die Schießanlage vor, die auch dem Umweltschutz gerecht wird.

Im Beisein von Mitgliedern des erweiterten Vorstands, des Weismainer Zweiten Bürgermeisters Matthias Müller, und Sandra Groß von der Unteren Jagdbehörde im Landratsamt Lichtenfels begrüßte BJJV-Vorsitzender Michael Ament die beiden Vizepräsidenten des Landesjagdverbandes, Roland Weigert und Sebastian Ziegler. Sie interessierten sich vor allem für den umweltverträglichen Umbau der Schießstätte, die als ein Musterprojekt beim Bayerischen Landesamt für Umwelt (LFU) geführt werde. Vize-Präsident Sebastian Ziegler erläuterte die neuen Bestrebungen des Dachverbandes, während Kreisvorsitzender Michael Ament auf die Geschichte des Lichtenfelser Jägervereins einging.

Finanzierung der Baukosten für den Jägerverein ein Kraftakt

Schon vor dem Zweiten Weltkrieg sei im Mainecker Forst eine einfache Anlage von Förstern und Jägern genutzt worden, erklärte er. Nach dem Grundstückskauf in Weismain 2006 wurde mit umfangreichen Erdarbeiten für die Errichtung einer zeitgemäßen Schießstätte begonnen. Der Immissionsschutz sei dabei das zentrales Anliegen gewesen. Die Kosten bedeuteten für den BJJV einen „finanziellen Kraftakt“, betonte Ament. Mit immensem ehrenamtlichen Engagement und viel Durchhaltevermögen sei es gelungen, die Arbeiten bis 2009 abzuschließen. Besondere Verdienste habe sich dabei der langjährige Kreisvorsitzende Alfred Bauer erworbe. Auch bei der Jungjägerausbildung leiste die Anlage wichtige Dienste. Sportschützen biete sie Trainingsmöglichkeiten beim Tontauben-Schießen.

Beeindruckt waren die Präsidiumsmitglieder davon, dass alles, was auf der Anlage in Weismain verschossen wird, recycelt wird. Bei regelmäßigen Reinigungsaktionen werden beispielsweise die Grundstoffe des verschossenen Weicheisenschrots gesammelt und wiederaufbereitet. Auf der Wurftaubenanlage ist seit 2006 die Verwendung von Bleischrot verboten.

Im Gespräch wurden auch die aktuelle Lage der Jagd, Erleichterungen für Nachsuchgespanne, sowie die Digitalsierung der Jagd thematisiert. Auch Räume für eine „Geschäftsstelle-Nord“ wurden besichtigt. Zum Abschluss wurden Bratwürste aus regionalem Wildfleisch serviert.