BURGKUNSTADT

Rekordergebnis für die Baur-Gruppe

Mit dem zweiten Umsatzrekord in Folge setzt die Baur-Gruppe trotz des Konjunktureinbruchs durch die Corona-Pandemie ihren Wachstumskurs fort. Einen Umsatz von 950 Millionen Euro und somit ein Plus von zwölf bis 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr (848 Millionen Euro) peilt der Online-Händler und Dienstleister für das bis Ende Februar laufende Geschäftsjahr an. Von Zuwächsen in allen Geschäftsbereichen, berichtete Patrick Boos, der Vorsitzende der Geschäftsführung bei einem „digitalen Neujahrsempfang.“

Da der traditionelle Neujahrsempfang, bei dem sich alljährlich Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf Kloster Banz zum zwanglosen Austausch treffen, wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnte, stellte das Unternehmen einen Film mit einem Interview des Baur-Chefs sowie Grußworten der Ehrengäste und Bildern vom Vorjahr sowie aus der Region online.

170 neue Arbeitsplätze in der Region geschaffen

„Jetzt kommt die Umsatz-Milliarde in Sichtweite“, sagte Patrick Boos im Interview mit Stefan Gagel von der Unternehmenskommunikation. Umso erfreulicher sei es, dass sich die ausgezeichnete Umsatzentwicklung auch in einem „sehr guten Ergebnis“ niederschlage.

Davon profitiere auch die Region in Form von Investitionen und Arbeitsplätzen. So wurden voriges Jahr 170 neue Arbeitsplätze geschaffen, in den vergangenen fünf Jahren waren es mehr als 700. Damit beschäftigt die Baur-Gruppe in der Region 4089 Mitarbeiter, darunter 70 Auszubildende. Konzernweit sind es 4519 aus 54 unterschiedlichen Ländern.

Die Baur-Gruppe habe den Rückenwind, den die Corona-Pandemie dem Online-Handel beschert, genutzt und in Markterfolge umgewandelt, betonte Patrick Boos. Sowohl baur.de als auch die österreichische Tochter Unito werden das Geschäftsjahr mit zweistelligen Zuwachsraten abschließen. „Dank einer exzellenten Teamleistung haben wir im Marktauftritt deutlich schneller und flexibler als vor Corona auf veränderte Bedürfnisse unserer Kunden reagiert“, sagte Boos.

Wirksame Vertriebsstrategien seien sehr schnell umgesetzt worden – teilweise innerhalb von 24 Stunden. „Wenn etwa Home-Office ein Thema war, das die Kunden beschäftigte, haben wir am nächsten Tag eine neue Rubrik 'Home-Office' im Online-shop eingerichtet und parallel dazu einen passenden Newsletter verschickt“, erläuterte der Baur-Chef. Diese zielgruppenorientierten und bedarfsgerechten Angebote hätten zusammen mit der Service- und Lieferqualität für neue Kunden und steigende Geschäfte gesorgt. So hätten die Umsätze in den Bereichen „Home“ und „Technik/Freizeit“ stark zugenommen, während sei bei Mode verhaltener wuchsen.

„Wenn etwa Home-Office ein Thema war, das die Kunden beschäftigte, haben wir am nächsten Tag eine neue Rubrik 'Home-Office' im Online-shop eingerichtet.“
Patrick Boos, Vorsitzender der Baur-Geschäftsführung

Deutliche Zuwächse gab's auch bei den Dienstleistungen, der Logistik (Altenkunstadt, Weismain und Sonnefeld) und im Call-Center. Der E-Commerce-Dienstleister Empiriecom habe nicht nur die Shops von Baur und Unito so gut aufgestellt, dass sie das gestiegene Aufkommen meistern. Außerdem übernehme er jetzt auch Aufträge von Kunden außerhalb des Unternehmens.

„Dieses Rekordergebnis ist Euer Verdienst, Ihr habt Unfassbares geleistet“, dankte Patrick Boos den Mitarbeitern. Besonders würdigte er die Kollegen in der Logistik und im Service, die im Gegensatz zur Verwaltung nicht im Home-Office arbeiten können. „Ich wünsche mir diesen Zusammenhalt auch in unserer Gesellschaft, wenn es darum geht, gemeinsam Corona zu bekämpfen“, betonte der Baur-Chef.

An den Zusammenhalt in Zeiten der Pandemie appellierte auch Georg von Waldenfels, Vorsitzender des Kuratoriums der Friedrich-Baur-Stiftung in seinem Grußwort. Zu dem hervorragenden Ergebnis unter erschwerten Bedingungen und dem exzellenten Krisenmanagement gratulierte Otto-Group-Vorstand Dr. Marcus Ackermann. Die Baur-Gruppe habe die Chancen genutzt, die jede Krise auch biete, sagte Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung im Bundeskanzleramt. Der Erfolg des Unternehmens zeige, wie wichtig es sei, die Digitalisierung voranzutreiben.

Baur will bis 2030 CO2-neutral wirtschaften

Dass Baur auch nachhaltig wirtschaftet, zeige die Reduktion des CO2-Ausstoßes um 50 Prozent seit 2006 (Einsparung von 10 000 Tonnen CO2, erläuterte Geschäftsführer. Bis 2030 wolle Baur CO2-neutral wirtschaften. Das Krisenmanagement und Hygienekonzept in der Pandemie erläuterte Geschäftsführer Hans-Christian Müller.

Für einen stimmungsvollen Abschluss sorgte ein Mitschnitt vom Konzerts des Chors „The Young ClassX“ im vergangenen Jahr in Weismain.

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