BURGKUNSTADT

Regens Wagner Burgkunstadt verabschiedet Christian Behner

Regens Wagner Burgkunstadt verabschiedt Christian Behner
Abschied und Neuanfang: (v. li.) Gesamtleiterin Sabine Schubert, Vorsitzende des Stiftungsrats von Regens-Wagner Schwester Gerda Friedel, Christian Behner, Caroline Fischer und Direktor Rainer Remmele (Regens- Wagner Dillingen). Foto: Roland Dietz

Würdig und mit Emotionen wurde der stellvertretende Gesamtleiters von Regens–Wagner Burgkunstadt, Christian Behner, verabschiedet. Seine Nachfolgerin Caroline Fischer wurde zugleich in das Amt eingeführt. Gesamtleiterin Sabine Schubert begrüßte nach einem kleinen Empfang zahlreiche Ehrengäste.

Die langjährige Tätigkeit von Christian Behner verglich Direktor Rainer Remmele (Regens-Wagner Hauptleitung Dillingen) mit den Wesen eines Kindes in drei Beispielen. Kinder leben immer in hier und heute – nicht in der Vergangenheit und nicht in der Zukunft. Dies ist bei den meisten Erwachsenen jedoch anders. Ein weiterer Aspekt sei der Drang zur Wahrheit. Kinder sind neugierig diese zu hinterfragen. Was noch dazu kommt, Kinder vertrauen ihren Kontaktpersonen fast blind, wo bei den Erwachsenen oft ein Mangel an Vertrauen da ist. Ängste, Unsicherheit ja sogar sich Hysterie macht sich breit.

Seiner Überzeugung treu geblieben

Bei Christian Behner seien in seiner Tätigkeit mehr die kindlichen Wesenszüge im positiven Sinn entscheidend gewesen. Selbst bei Zukunftsgesprächen ließ er das hier und jetzt nicht aus den Augen. Wenn es seiner Meinung nach wahr und richtig gewesen ist, war er nicht leicht von seinen Überzeugungen ab zu bringen. Dennoch war er in Gesprächen immer kommunikativ. Mit Vertrauen auf Gott fange er nun eine neue Aufgabe an.

Regens-Wagner könne deshalb heute nur Danke sein für das Arbeits- und Lebenszeugnis, das er hinterlässt. Auch die Vorsitzende des Stiftungsrats von Regens-Wagner, Schwester Gerda Friedel, war voll des Lobes für die elfjährige Arbeit des scheidenden Mitarbeiters. Die Aufgaben, die er erfüllt habe, seien sehr vielfältig und herausfordernd gewesen. Sein Funke der Begeisterung für die Teilhabe für Menschen mit Einschränkungen sei auf diese und auch auf die Mitarbeiter übergesprungen. Motivieren und Weiterentwickeln haben immer sein Handeln geprägt.

Viele Herausforderungen erfolgreich gemeistert

Berührende Worte fand Sabine Schubert. Der Arbeitsbeginn vor elf Jahren sei Neuland für beide gewesen. Für Behner in der Behindertenhilfe und für sie als Gesamtleiterin. Die folgende Zeit sei herausfordernd aber erfolgreich gewesen so, dass sich Regens-Wagner in Burgkunstadt weiter entwickelt habe. Sie erinnerte an den Einzug ins Haus Benedikt in Weismain für Menschen mit Autismus. Das Haus Konrad mit besseren Rahmenbedingungen in der Pflege wurde eingerichtet. Die Konversion von Komplexeinrichtungen begann in Ebensfeld. Zuletzt die Weiterführung des Hauses Felix, wo sich nach dem Auszug der Bewohner Christian Behner für den Einzug ukrainischer Geflüchteter eingesetzt habe.

Auch Herausforderungen wie Pflegewohnqualitätsgesetz, Entgeltverhandlungen, neue Dienstvereinbarungen, Controlling, Arbeitsrecht und nicht zuletzt Digitalisierung wurden von Christian Behner gemeistert. Dazu war der Satz „Man muss Menschen mögen“ eine tragende Säule für das Handeln von Christian Behner gewesen – ebenso wie der Leitsatz Regens Wagners „Ich finde meinen Weg“. „Nun ist es der Wunsch, dass nach dem Abschied wieder ein Spruch, den du mit deiner Nachfolgerin Caroline Fischer ausgesucht hast, in Erfüllung gehen möge“ sagte Sabine Schubert: „Mut um den eigenen Weg zu gehen und dazu sein Glück zu finden steht am Beginn jedes Handelns“.

Caroline Fischer sei mit ihrer zehnjährigen Erfahrung im Hause für ihre neuen Aufgaben geprägt und verwurzelt worden. Selbstbestimmung, Personzentrierung und Inklusion waren dabei immer wichtig. Zahlenaffin, ehrgeizig und wissbegierig habe sie sich gezeigt bei ablegen ihers Studiums zum „Master of Social Management“. Alle freuen sich auf eine neue und gute Zusammenarbeit.

Regens Wagner Burgkunstadt verabschiedt Christian Behner
Die Mitarbeiter verabschiedeten ihren Chef vor einem analogen Apple-Computer. Foto: Roland Dietz

Stiftungsratsvorsitzende Schwester Gerda Friedel und Direktor Rainer Remmele nahmen die Stab- und Schlüsselübergabe von Christian Behner an Caroline Fischer mit einem symbolischen Taukreuz vor. Bürgermeisterin Christine Frieß dankte Christian Behner für eine immerwährende kooperative und freundschaftliche Zusammenarbeit mit der Stadt Burgkunstadt.

Mit der Geschichte eines analogen Apple-Computer nahmen die Mitarbeiter Abschied von ihrem Chef und stellten so seine positiven Eigenschaften in humorvoller Form heraus. Innovation, Zusatzqualifikation, Handy, Überprüfung Zielförderung, Genuss, IT-Digitales, Erinnerungen und Geschenke waren ihrer Meinung nach die Attribute, die von Behner bearbeitet worden sind.

Ein selbst getextetes Abschiedslied „Ohne das I-Phone“, nach Reinhard Mays „Über den Wolken“ schloss sich an. Auch Werkstättenleiter Thomas Neugeboren, Isolde Gleißner von der Bewohnervertretung und Manuela Wickles seitens der Schulmitarbeiter verabschiedeten Behner mit den besten Wünschen und kleinen Geschenken.

„Man muss Menschen mögen“
Christian Behners Leitmotiv

Christian Behner meinte sichtlich bewegt: „Jede Entscheidung und Handlungsgeschichte hat einen Grund“. Letztlich haben gesundheitliche Gründe in einer hohen Arbeitsdichte ihn zum Schritt einer Veränderung bewogen. Er werde Mitarbeiter und Bewohner vermissen. Dennoch freue er sich auf seine neuen Aufgaben in der Diakonie in Kronach. Er dankte allen für eine immerwährende konstruktive Zusammenarbeit in geistlichem Sinne.

Mit dem Segensgebet von Direktor Rainer Remmele in Anlehnung an den irischen Reisesegen endete die Verabschiedung.

 

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