BURGKUNSTADT

Realschule Burgkunstadt: Blechelefant macht Azubi-Laune

Realschule Burgkunstadt: Blechelefant macht Azubi-Laune
Basteln eines Blechelefanten zu einem Stiftehalter beim Kurs der Firma SMIA. Weiter stellte sich auch die Firma Dechant Bau vor. Foto: Roland Dietz

Das Interesse der heimischen Wirtschaft, Auszubildende zu finden, ist sehr groß. Dies zeigte sich bei der Berufsfindungswoche der Realschule in Burgkunstadt. Berufsorientierung und -findung ist dort ein wichtiges Thema in der 9. Jahrgangsstufe. In vielen Fächern und durch den regelmäßigen Besuch eines Berufsberaters wird dieses Thema intensiv angegangen.

Oft wissen Jugendliche im Alter von 16 Jahren noch nicht, wohin die Reise beruflich gehen soll. Eigene Interessen und Stärken kennen zu lernen, damit sie sich mit den dazu passenden Berufen auseinandersetzen können, steht dabei im Mittelpunkt der schulischen Berufsfindungsunterstützung. Neben dem Berufsbild stehen die Unternehmen im Fokus, wenn es um mögliche Ausbildungsentscheidungen geht. Dafür hatte sich Schulleiterin Monika Geiger etwas Besonderes einfallen lassen.

So kam es zu einer Berufsfindungswoche, bei welcher sich die heimische Wirtschaft den Jugendlichen der Realschule der 9. Klassen vorstellen konnte. Das Finanzamt, SMIA, Regiomed Klinikum Lichtenfels, Dr. Schneider, Johnson Mathey, Landratsamt, Raps, Dechant-Bau, Raiffeisenbank, Bezirksklinikum Kutzenberg, Polizei, AWO, Baur-Versand, Dietz-Bau, die Berufsfachschule für Ernährung, Versorgung sowie für Kinderpflege in Vierzehnheiligen, das Landratsamt, Firma Hofmann FiMa – Karl-Eugen Fischer, Regens-Wagner und Hotel-Restaurant Rödiger informierten über berufliche Möglichkeiten. Die Schüler konnten sich zuvor bei den gewünschten Kursen eintragen.

Glänzend organisiert hatten diese Woche Markus Dauer und Günter Pöhlmann. Unterstützt wurde das Projekt dann Digital von der Arbeitsagentur für Arbeit und den IHK-Ausbildungsscouts. Ein hilfreicher Ansatz, um einen Beruf zu finden, ist es, ein Praktikum oder einen Ferienjob im Betrieb zu absolvieren. Beim Projekt an der Realschule waren die modern gehaltenen Vorstellungen der Betriebe sehr interessant.

Verschiedene Berufe zur Auswahl

So erklärte Nadine Tempel, die in der Personalabteilung der Firma Dechant Bau für Azubis bis zu Absolventen zuständig ist, an Hand von Arbeitsmaterial die beruflichen Ausbildungsmöglichkeiten in der Firma. So sei es möglich Maurer, Baugeräteführer, Berufskraftfahrer, Tiefbaufacharbeiter, Beton- und Stahlbauer, Baumaschinenmechatroniker, Elektronker, Bauzeichner und Industriekaufmann zu lernen.

Da alle Berufe Hand in Hand gehen, sei eine große Teamfähigkeit erforderlich. Auch gehöre schnell eine gewisse Selbstständigkeit dazu. Die betreffenden Berufsfachschulen befinden sich in Würzburg oder in Feuchtwangen. Das heißt zu Berufsschulzeiten ist man nur am Wochenende zu Hause und sonst auf eigenen Füssen stehen können. Mit genügend Ehrgeiz könne der berufliche Weg im Betrieb weit nach oben führen.

Sehr ähnlich sah das alles auch Alexander Baier, Ausbildungsleiter der Firma SMIA in Michelau. Er sei schon 30 Jahre im Betrieb und habe zunächst den Beruf des Werkzeugmechanikers gelernt. Die Erstellung von Autozubehör habe bis heute nichts von seiner Attraktivität verloren, was die Zusammenarbeit mit namhaften Autobauern bestätigt. Dafür sind Ausbildungsberufe als Mechatroniker, Elektroniker für Betriebstechnik, Verfahrensmechaniker für Kunststoff und Kautschuktechnik unter anderem möglich.

Realschule Burgkunstadt: Blechelefant macht Azubi-Laune
Ausbildungberater Alexander Baier der Firma SMIA zeigte den Kursteilnehmern Werkstücke für Autos und Laster. Weiter ste... Foto: Roland Dietz

Wichtig sei, dass alle die einzelnen Unternehmungsbereiche durchlaufen, um den täglichen Anforderungen, die sich immer wieder ändern, gerecht zu werden. Nach einer erfolgreichen Ausbildung seien auch ein Auslandspraktikum und das erlernen von Fremdsprachen wie Englisch möglich. Am Ende des Kurses duften die Teilnehmer aus einem Werkstück einen Blechelfanten als Bleistifthalter basteln.

Berufe, die mit Gesundheit zu tun haben, vertrat Harald Engel, Schulleiter der Pflegeschule des Regiomed-Klinikums in Lichtenfels. Eigentlich war es schade, dass sich gerade für diesen Kurs nur wenige junge Leute eingetragen hatten. Es gehe nicht nicht nur allein um pflegerische Berufe wie Alten- oder Klinikpfleger nötig. Physiotherapeut, Sozialberater oder später Qualitätsbeauftragte seien auch Ausbildungsmöglichkeiten bei Regiomed.

Ausbildung ist anspruchsvoll

Die Ausbildung sei anspruchsvoll. Aber Pflegeberufe böten viele Aufstiegsmöglichkeiten. OP-Personal, Hygienefachkraft oder Diabetesberater sind unter anderem die solche beruflichen Möglichkeiten. Breit aufgestellt sei das Arbeitsfeld, welches Kliniken, Ambulante Pflegedienste, Behinderteneinrichtungen und Heimaufsicht umfasse. Ja selbst auf Kreuzfahrtsschiffen seien medizinische Fachkräfte nötig.

Alle Berufsgruppen wiesen darauf hin, dass das Arbeiten mit PC oder Tablet das A und O im heutigen Berufsleben sind. Allgemeine Zufriedenheit stellte sich bei den jungen Leuten bei der Frage nach dem Geld in der Lehre ein, denn bei fast allen schien ihnen dies überzeugend. Selbst Schmankerln wie Bildungsausflüge und gemeinsame Freizeitmöglichkeiten werden als Anreiz angeboten.

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