KLEINZIEGENFELD

Rainhard Schütz als Ortssprecher wiedergewählt

Rainhard Schütz als Ortssprecher wiedergewählt
Reinhard Schütz (li.) wurde zum Ortssprecher wiedergewählt. Bürgermeister Michael Zapf gratulierte. Foto: Roland Dietz

Der Alte ist auch der Neue: Dies ist das Ergebnis der Ortssprecherwahl im Weismainer Stadtteil Kleinziegenfeld. Bis dies feststand, hatte Bürgermeister Michael Zapf noch ein wenig Überzeugungsarbeit leisten müssen.

Zunächst hatte er fast 50 Bürger aus Kleinziegenfeld und seine beiden Amtskollegen Matthias Müller und Julia Spörlein im Arnsteiner Gasthaus „Frankenhöhe“ willkommen geheißen. Er würdigte, dass die Kleinziegenfelder oft auch sehr kontrovers über örtliche oder städtische Themen diskutierten – das sei gut so. Deshalb sei es erfreulich, dass die Kleinziegenfelder Bürger weiter einen Ortsprecher haben möchten.

Bindeglied zwischen Bürgermeister, Verwaltung und Stadtteilen

Zapf bezeichnete einen Ortssprecher als sehr wichtiges Bindeglied zwischen Bürgermeister, Verwaltung und den in den Stadtteilen lebenden Bürgern. In Arnstein habe sich gezeigt, wie wichtig es sei, dass Informationen weitergegeben werden: Dort wurden bereits Ausbesserungsarbeiten am Friedhof und ein Tempo-30-Limit am Kindergarten auf schnellem Wege mit dem neuen Ortssprecher umgesetzt.

Für die Wahl wurde wieder Reinhard Schütz vorgeschlagen. Dieser zeigte sich jedoch etwas verstimmt. Es sei in den vergangenen Jahren sehr wenig in Kleinziegenfeld geschehen. Probleme, die er angesprochen habe – Stichwort Bushaltestelle, Verbesserung des Bereiches Quelle, die marode Kappellenmauer, Radweg, Parkplätze im Tal und neues Bauland –, bestünden heute auch noch. Vorschläge seien gemacht worden, doch leider sei nichts geschehen. Er fände es deshalb nicht schlecht, wenn jemand anderes dieses Amt ausüben würde.

Buswartehäuschen bleibt an angestammtem Platz

Da jedoch keiner der Vorgeschlagenen bereit war, das Amt zu übernehmen, bat der Bürgermeister nochmals Reinhard Schütz, das Amt zu übernehmen, worauf dieser einwilligte. Schütz wurde dann mit 33 von 39 Stimmen bei einer Stimme für Doris Kinttof, vier Enthaltungen und einer ungültigen Stimme wieder gewählt. Zapf gratulierte ihm zu dem Amt. Er freue sich auf eine gute Zusammenarbeit in den nächsten sechs Jahren.

Neben der Wahl standen zahlreiche Fragen der Bürger von Kleinziegenfeld im Mittelpunkt der Ortsversammlung. Bürgermeister Michael Zapf erklärte, dass man eine Verbesserung des Buswartehäuschens auf den Weg gebracht habe. Dem Wunsch der Kleinziegenfelder, es an seinen angestammten Platz zu belassen, werde nachgekommen.

Fußgängerweg vom „Grund“ zur Kapelle geplant

Zu einer möglichen Dorferneuerung berichtete er, dass im Moment Modschiedel und Seubersdorf dafür beim Amt für ländliche Entwicklung vorgesehen sind, außerdem als Einzelmaßnahme ein Fußgängerweg in Kleinziegenfeld vom sogenannten „Grund“ zur Kapelle. Mehr sei im Moment nicht möglich. Fortschreibung und Investitionsplan gäben keinen weiteren Spielraum her. Es müssten zuerst die angestoßenen Projekte abgearbeitet sein und nicht zehn bis zwölf Jahre vor sich hergeschoben werden, wie es in der Vergangenheit geschehen sei.

Die Themen Kletterparkplatz und das Kleinziegenfelder Tal werden bei einem Landratstermin am 26. August erörtert. Danach soll ein Ortstermin mit allen Beteiligten und der Bevölkerung stattfinden. An der momentanen Verkehrsführung werde sich nichts ändern, bis die geplanten Umgehungen in Modschiedel und Wunkendorf gebaut sind.

Ortssprecher Reinhard Schütz bat darum, dass die Stadt beim Thema „schnelles Internet“ am Ball bleiben möge. Bürgermeister Zapf erklärte dazu, dass demnächst Gespräche mit der Firma Reuter-Netconsulting geführt werden.

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