BURGKUNSTADT

Norbert Rösch spielt mit Band BC 69 im TECnet Zentrum

Norbert Rösch spielt mit Band BC 69 im TECnet Zentrum
Am 17. Juni spielt das Quartett „BC ?69“ im TECnet Zentrum des Burgkunstadter Kleinkunstvereins TECnet Obermain die Musik der Hippie-Ära. Das Bild zeigt (v. li.) Gitarrist Jan van Springel, Sänger Jürgen Bergmann, Schlagzeuger Gunnar Olson und Bassist Norbert Rösch. Foto: Stephan Stöckel

Gemütlich auf einem Hocker sitzen und zum Gassenhauer „Kneipenhocker“ den Bass spielen – so kennt man Norbert Rösch. Der Musiker der heimischen Gruppe „Saitenwynd“ kann auch andere Saiten aufziehen: Bereits lange vor seiner Zeit bei der Liedermachergruppe „Saitenwynd“ hatte der Musiker, der 2015 sein 50-jähriges Bühnenjubiläum feierte, die Band „Vampires“ gegründet. Mit ihrem knackigen und anspruchsvollen Rocksound hatte sich die Gruppe in den 1960-er und 70-er Jahren in so manchen Gehörgängen festgebissen, darunter auch dem von TV-Entertainer Thomas Gottschalk.

Norbert Rösch steht seit 2015 wieder auf den heimischen Rockbühnen. Zusammen mit dem Burgkunstadter Bluesrockurgestein Jürgen „Berches“ Bergmann, dem belgischen Meistergitarristen Jan van Springel und dem Schlagzeuger Gunnar Olson, der zwischen Oldenburg und Volkach beruflich und privat hin- und herpendelt, hat er die Gruppe „BC ,69“ ins Leben gerufen. Am Freitag, den 17. Juni, sind die die vier altgedienten Recken ab 20 Uhr auf Einladung des Burgkunstadter Kleinkunstvereins „TECnet Obermain“ im „TECnet Zentrum“ in Burkersdorf bei freiem Eintritt zu erleben.

Eine Rückkehr zu den musikalischen Wurzeln

„Es ist eine Rückkehr zu meinen musikalischen Wurzeln. Nach langen Jahren der Abstinenz kann ich endlich wieder fetzigen Hard- und Bluesrock zum Besten geben. Dabei spiele ich viel druckvoller als bei der Gruppe ,Saitenwynd‘“, sagt der Musiker. Auch für Jürgen Bergmann ist die Zeit des Rock´n´Roll-Fastens vorbei. „Es ist so geil. Ich hätte nie gedacht, dass ich wieder einmal auf einer Bühne stehe“, sprudelt es vor lauter Freude aus ihm heraus.

Das musikalische Eisen, das Jürgen Bergmann einst auf einem wundersamen Ausflug für den Burgkunstadter Musicalkomponisten Udo Langer geschmiedet hatte, es ist noch immer heiß. Seine rauchige Stimme bebt, die Rhythmen, die Schlagzeuger Gunnar Olson und Bassist Norbert Rösch erzeugen, pulsieren druckvoll, während Jan van Springels Saiten glühen.

Jan van Springel („Mein Beruf in der EDV-Branche hat mich nach Franken geführt, wo ich der Liebe wegen geblieben bin“), ist nicht irgendwer. Mit der Hardrockband „Killer“ feierte der Belgier, der heute im unterfränkischen Riedbach lebt, von 1988 bis 1992 internationale Erfolge. „Erfolg ist zwar relativ. Aber man kann schon sagen, dass ,Killer‘ damals die erfolgreichste Hardrockband in Belgien war.“

Von Thomas Gottschalk angesagt und Begleitband bei Maffay-Konzertz

Norbert Rösch, der 1965 mit den „Vampires“ im Kulmbacher Vereinshaus seinen ersten umjubelten Auftritt gegeben hatte, ist ein wandelndes Anekdotenlexikon. Der Rentner schwärmt von den guten alten Zeiten, als Thomas Gottschalk die Band vor ihren Auftritten angesagt hatte. Einen denkwürdigen Auftritt hatte die Formation Anfang der 70-er Jahre in der Nähe von Bad Kissingen mit Peter Maffay. „Da er kein Playback dabei hatte, mussten wir kurzfristig als Begleitgruppe einspringen. Das war uns als harte Rockband gar nicht so recht. Da wir nicht alle Maffay-Weisen drauf hatten, machten wir aus der Not eine Tugend und spielten mit ihm Bluessongs“, erinnert sich Rösch.

Die vier reiferen Herren spielen die Musik, mit der sie aufwuchsen und der sie auch ihren Bandnamen verdanken. „Das Woodstock-Jahr 1969 war mit Interpreten und Gruppen wie Jimi Hendrix oder den ,Rolling Stones‘ ein guter Jahrgang. Wir lieben diese kernige und kraftvolle Musik“, sagt Bergmann.

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