BURGKUNSTADT

Neues Konzept fürs Burgkunstadter Schustermuseum das Ziel

Neues Konzept fürs Burgkunstadter Schustermuseum das Ziel
Mit historischen Nähmaschinen wird im Deutschen Schustermuseum aus der Hochzeit der Burgkunstadter Geschichte berichtet. Foto: Ingrid Kohles

Die Mitgliederversammlung des Vereins der Freunde und Förderer des Deutschen Schustermuseums Burgkunstadt konnte nun endlich stattfinden, allerdings mussten sich alle Teilnehmer entsprechend der 2G-Regel als geimpft oder genesen ausweisen.

Fördervereinsvorsitzender Sebastian Callens zeigte sich in seinem Geschäftsbericht optimistisch, dass das Deutsche Schustermuseum dank des Städtebauförderungsprogramms ISEK (Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept) gut für die Zukunft aufgestellt werden kann. Mit dem Projekt „Schuhfenster“ wurde ab September 2020 die Geschichte der Burgkunstater Schuhindustrie in den Schaufenstern leer stehender Geschäfte in der gesamten Innenstadt präsentiert. Man betrachtete dies als Chance, die Innenstadt zu beleben und gleichzeitig für das Museum zu werben.

Aus diesem zeitgeschichtlichen Rundgang, der mit Berichten von Zeitzeugen das Leben in der ehemaligen Schuhstadt illustriert, entwickelte sich der Gedanke, ein völlig neues Konzept für die Präsentation im Museum selbst zu finden. Der Förderverein werde sich daher gemeinsam mit der Stadt bemühen, eine neue Webseite zu gestalten und auch die alten Museumsflyer zu überarbeiten. Dabei soll das bestehende mit neuen Ideen zusammengeführt und modernisiert werden. Gestaltungs- und Präsentationmodelle hat der Vorstand des Fördervereins auch nach einem Besuch im Deutschen Knaufmuseum in Iphofen entworfen. In den nächsten Monaten sollen diese Grundkonzepte gemeinsam mit der Stadt und dem Stadtumbaumanagement weiterentwickelt werden.

Durch die Neugestaltung der Freifläche direkt vor dem Museum können Sitzflächen angebracht werden und es bietet sich an, die Gäste hier zum Verweilen einzuladen. Die genauen Modalitäten müssen noch fortentwickelt werden.

Museumsöffnung in Zusammenarbeit mit den Werkstätten

Es wird eine Museumsöffnung von Montag bis Freitag von 11 bis 16 Uhr angestrebt, die weiterhin in Kooperation mit den Werkstätten St. Joseph erreicht werden kann. Daneben strebt man an, wie in früheren Jahren wieder Museumspersonal einzustellen, damit könnte eine Öffnung auch an den Wochenenden erfolgen.

Alles in allem wirken sich die Maßnahmen der Innenstadt- und besonders der Marktplatzbelebung sehr positiv auf das Schustermuseum aus. „ISEK passt sehr gut als Antrieb für eine Erneuerung des Museums,“ so Callens. Dem pflichteten die Fördervereinsmitglieder gerne bei. Zu ihnen zählten bei der Mitgliederversammlung auch der stellvertretende Landrat Helmuth Fischer und Hochstadts Bürgermeister Max Zeulner, deren Heimatgemeinden Mitglieder des Fördervereins sind. „Der Förderverein soll als Unterstützer und Beirat für die Stadt wirken und der heutige Blick auf die Zukunft, lässt auf eine Erneuerung hoffen, wie sie uns in Michelau vor Jahren auch für das Korbmuseum gelungen ist“, sprach Helmuth Fischer den Anwesenden aus der Seele.

Die Niederschrift verlas Schriftführer Reinhold Huth, den Kassenbericht legte Karl Ludwig Bergmann vor.

Beliebte Schusternacht findet 2024 wieder statt

Die Versammlung diskutierte auch über die Innengestaltung des Museums. Hier werde der Vorstand im Zusammenhang mit der Neugestaltung der Flyer ebenfalls neue Modelle entwickeln. Selbstverständlich soll es die beliebte Schusternacht auch wieder geben, da diese im Wechsel mit dem Altstadtfest stattfindet, ist die nächste für 2024 eingeplant.

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