ALTENKUNSTADT

Musikalische Weltreise für Altenkunstadter Senioren

Musikalische Weltreise für Altenkunstadter Senioren
Mit Werken bekannter Komponisten begeisterten (v. li.) Tenor Martin Fösel, Pianistin Gudrun Treutlein und Rebekka Wagner (Violine) bei einem Konzertnachmittag im Innenhof des Friedrich-Baur-Seniorenzentrums. Foto: Bernd Kleinert

Die Corona-Pandemie mit ihren Beschränkungen und Hygieneregeln ist für ältere Menschen, die ihren Lebensabend in einem Heim verbringen, keine einfache Zeit. Umso dankbarer war man daher im Friedrich-Baur-Seniorenzentrum Sankt Kunigund in Altenkunstadt für die „musikalische Weltreise“, mit der professionelle Künstler Bewohner und Bewohnerinnen sowie Beschäftigte der Altenwohn- und Pflegeeinrichtung überraschten.

„Dieses Konzert werden wir so schnell nicht vergessen. Denn es verwöhnt uns nicht nur mit erlesenem Kunstgenuss, sondern sorgt auch für eine willkommene Abwechslung im Heimalltag“, stellte Betreuungskraft Tanja Dauer vom Sozialen Dienst fest.

„Das war nicht nur wunderschön, das war auch Balsam für die Seele.“
Betreuungskraft Tanja Dauer zum Konzertvortrag

Die Veranstaltung ermöglicht hat die in München beheimatete Internationale Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation. Das Konzert fand unter freiem Himmel im großen Innenhof des Seniorenzentrums statt. Manche Heimbewohner lauschten dem Konzert in ihren Zimmern durch das geöffnete Fenster.

Unter dem Motto „Durch Länder und Jahrhunderte“ präsentierten drei Künstler eine Stunde lang Werke bekannter Komponisten. Rebekka Wagner, die an der Hochschule für Musik in Nürnberg studiert hat, begeisterte auf der Violine. Bei Gerhard Oppitz in München, einem der bekanntesten deutschen Pianisten, studierte Gudrun Treutlein. Beim Konzert im Altenkunstadter Seniorenzentrum saß sie am Klavier.

„Mit unserem Können und unserer Erfahrung wollen wir sowohl ältere Menschen unterhalten, als auch der Jugend die Schönheit eines wichtigen Stücks Kulturgut näherbringen. Deshalb sind wir auch viel in Schulen unterwegs“, erzählte Martin Fösel als „Dritter im Bunde“. Der Oberfranke, der in Salzburg studierte, glänzte nicht nur mit seiner ausdrucksstarken Tenorstimme, sondern führte auch humorvoll und charmant durch das Programm.

Amüsante Anekdoten würzen die musikalische Reise

Die mit amüsanten Anekdoten gewürzte musikalische Reise gestaltete sich für die Zuhörer zu einem kurzweiligen Klangerlebnis. Aufmerksam lauschten sie Werken bekannter Meister wie Domenico Sarro, Enrico Toselli und Giuseppe Tartini, der Fösel zufolge als der größte Geiger und Geigenkomponist seiner Zeit gilt. Ludwig van Beethoven, dem großen Vertreter der Wiener Klassik, widmeten die Interpreten das Stück „Der Kuss“.

„Heinzelmännchens Wachtparade“ heißt das bekannteste Werk des in Stettin geborenen Komponisten Kurt Noack, das die drei Künstler meisterhaft zu Gehör brachten. Franz Liszts „Angiolin dal biondo crin“ (Englein hold im Lockengold) und eine Komposition von Martha von Sabinin, die am russischen Zarenhof als Lehrerin tätig war, rundeten die musikalische Reise durch Länder und Jahrhunderte ab.

Im zweiten Teil sangen Mitwirkende, Zuhörer und Zuhörerinnen beliebte Volkslieder wie „Das Wandern ist des Müllers Lust“ und „Der Mond ist aufgegangen“. Der Applaus des Publikums war derart herzlich, dass die Interpreten um eine Zugabe nicht herumkamen.

Bravourös präsentierten sie zum Abschluss das Stück „Da geh ich zu Maxim“ aus Franz Lehars berühmter Operette „Die lustige Witwe“. „Das war nicht nur wunderschön, das war auch Balsam für die Seele“, schwärmte Betreuungskraft Tanja Dauer. Den Dank des Publikums übermittelte Heimbeirats-Vorsitzender Ludwig Groß

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