BURGKUNSTADT

Mit Jagdvorssteher Georg Schardt im Burgkunstadter Wald

Mit Jagdvorssteher Georg Schardt im Burgkunstadter Wald
Jagdvorsteher Georg Schardt beim Holzfällen. Auch die Waldbewirtschaftung sieht er als eine seiner wichtigstenAufgaben. Foto: Dieter Radziej

Nicht nur in der Pandemie ist der Wald ein beliebter Erholungsraum für Wanderer. Gleichzeitig ist er der Lebensraum für eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt sowie Lieferant eines vielseitigen und umweltfreundlichen Rohstoffs. Eine wichtige Aufgabe hat daher der Jagdvorsteher des Gemeinschaftsjagdreviers Burgkunstadt. Georg Schardt übt dieses Amt seit 20 Jahren engagiert und mit viel Liebe zur Natur aus.

Die Jagdgenossen hatten ihn damals zum Nachfolger von Georg Popp gewählt, weil er nicht nur als Besitzer eines Jagdscheins mit vielen Belangen des Walds bereits vertraut ist, sondern ihm als Waldbesitzer, Waldbewirtschafter und Feldgeschworener die Anliegen der Landwirtschaft und Jagdgenossen vertraut sind. Entsprechend gut ist sein Verhältnis zu den Jagdpächtern – zuerst zu Adolf Hofmann und jetzt zu Peter Richter – sowie zu allen Waldbesitzern. Als Jagdvorsteher sieht er sich vor allen Dingen als Vermittler zwischen deren Interessen.

Denn während den Jägern ein artenreicher und gesunder Wildbestand am wichtigsten ist, liegt den Jagdgenossen vor allem die natürliche Waldverjüngung am Herzen. Um dies einzuschätzen, wird in einem dreijährigen Turnus von der Forstverwaltung ein Vegetationsgutachten erstellt, das untersucht, ob verschiedene Baumarten durch Wildverbiss am Aufwachsen gehindert werden oder ob die Waldverjüngung naturnah erfolgt.

Mit Jagdvorssteher Georg Schardt im Burgkunstadter Wald
Wie der Borkenkäfer im Burgkunstadter Wald wütet, zeigt Georg Schard anhand der abblätternden Rinde einer Fichte. Foto: Dieter Radziej

Die Naturverjüngung ist Georg Schardt ebenso wichtig wie ein ausgewogener Wildbestand. Der Jagdpächter und er freuen sich, wenn ihnen die Jagdgenossen bei Revierbegehungen berichten, dass sie einen Fasan, einen Hasen oder Rehwild beobachtet haben.

Der Jagdpachtschilling wird seit Jahren in die Pflege der Wege investiert

Damit der Wald als Erholungsraum für die Menschen und als Grundwasserspeicher erhalten bleibt, verwenden die Burgkunstadter Jagdgenossen den Jagdpachtschilling seit vielen Jahren dazu, die Waldwirtschaftwege instand zu halten. Dabei werden jedoch keine Flächen versiegelt, sondern nur die Fahrspuren ausgebessert, damit sie sowohl von Spaziergängern als auch von Holzarbeitern genutzt werden können, betont Jagdvorsteher Georg Schardt. In manchen Jahren haben die Jagdgenossen dabei bis zu 200 Tonnen Schotter verbaut. Mit ihren Maschinen haben sie unentgeltlich mitgearbeitet. Auch die Stadt Burgkunstadt habe diese Bemühungen unterstützt.

Auch die Jagd leide unter den Folgen der Corona-Pandemie, berichten Jagdpächter Peter Richter und Jagdvorsteher Georg Schardt, denn Drück- und Treibjagden waren nicht möglich. Nur dank regelmäßiger Ansitze sei es gelungen, die Abschussplanung zu erfüllen. Dennoch mache ihm das Ehrenamt des Jagdvorstehers auch nach zwei Jahrzehnten noch Freude, versichert Georg Schardt. Insbesondere dann, wenn es ihm gelinge, seinen Beitrag zu leisten, um bei den unterschiedlichsten Anliegen zu einem guten Einvernehmen zu kommen.

Ein Reh verirrt sich in den Kindergarten

Gerne erinnert sich Georg Schardt an ein besonderes Erlebnis, als sich ein Reh in den Garten des katholischen Kindergartens verirrte. Er brachte das verängstigte Tier wieder zurück in den Wald. Allerdings musste er den Kindern anschließend genau erklären, wo denn die „Reh-Mama“ hingekommen war.

 

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