BURGKUNSTADT

Mehr Lebensqualität für Burgkunstadt

Durch mehr Grün soll der Burgkunstadter Marktplatz belebt werden. Mit der Pflanzung eines Baums, der Aufstellung einer Sitzgruppe vor dem Caritas-Gebäude neben der Kirche und der Aufstellung eines Sitzpodests vor dem Schustermuseum soll begonnen werden. Foto: Gerhard Herrmann

Früchte trägt die Arbeit der Lenkungsgruppe „Innenstadt beleben“ und des Stadtumbaumanagements. Für Projekte im Umfang von 175 000 Euro erhält Burgkunstadt eine Förderung von 140 000 Euro aus dem Sonderfonds „Innenstädte beleben“ der Regierung von Oberfranken, wie Bürgermeisterin Christine Frieß am Dienstagabend im Stadtrat mitteilte. Einstimmig beschlossen wurden fünf Vorhaben, die die Lenkungsgruppe erarbeitet hat.

Aktivierung von leerstehenden Gebäuden und Schaufenster-Projekte

Vorgesehen sind ein einheitliches Beschilderungssystem für rund 32 000 Euro, Begrünung in der Innenstadt (20 000 Euro), die Aufwertung des Marktplatzes (60 000 Euro), die Aufwertung des Schustermuseums (50 000 Euro) und die Aktivierung von leerstehenden Gebäude durch Aktionen wie die erfolgreichen Schaufenster-Projekte (13 000 Euro). Außerdem wird die Firma Kopfwerk mit dem Entwurf eines Logos zur Werbung für Burgkunstadt (Corporate Identity) und dem Layout für das Beschilderungssystem (Kosten: 10 650 Euro) beauftragt und die Firma Fuhrmann mit der Erstellung der Schilder (14 548 Euro). Mit der Aufstellung einer Sitzgruppe auf dem Marktplatz wird die Firma Miramondo beauftragt (2671 Euro). Vorgesehen sind ein Tisch und zwei Bänke vor dem Haus der Caritas neben der Kirche. Außerdem hat der Stadtrat die Leitlinien der Lenkungsgruppe bestätigt. Der Eigenanteil der Stadt an den Gesamtkosten beträgt 35 000 Euro.

An der Lenkungsgruppe, die Ideen zur Belebung der Innenstadt entwickelt, können sich alle Interessierten beteiligen. Informationen gibt Jörg Weiß vom Bauamt unter Tel. (09572) 388 33 oder joerg.weiss@burgkunstadt.de.

Diskussion um Antrag der CSU auf Errichtung von E-Bike-Ladesäule

Für Diskussionen sorgte ein Antrag der CSU auf Errichtung einer E-Bike-Ladesäule auf dem Marktplatz. Die Verwaltung solle prüfen, ob die technischen Voraussetzungen zur Errichtung gegeben sind, die Investitions- und Unterhaltskosten sowie Fördermöglichkeiten und eine mögliche Bezuschussung durch heimische Firmen durch Werbung ermitteln, erläuterte Marco Hennemann (CSU).

Verwunderung äußerte Bernarda Callens im Namen von Grünen, Freien Wähler und Bürgerverein, weil die Aufstellung einer E-Ladesäule im Rahmen der Leuchtturmprojekte des Stadtumbaumanagements bereits Anfang vorigen Jahrs mit Bürgerbeteiligung erarbeitet worden sei. Um diese Projekte voranzutreiben, sei das Stadtumbaumanagement eingesetzt worden. Das dieser Weg richtig ist, zeige die Förderung der geplanten Vorhaben. Daher sollte die Errichtung einer E-Ladesäule auch unter Regie der Lenkungsgruppe und des Stadtumbaumanagements im Stadtrat eingebracht werden, forderten die drei Fraktionen.

Die CSU wolle die Aufstellung nur beschleunigen, indem sie die Verwaltung die Voraussetzungen prüfen lasse, erklärte Hennemann. Es gehe darum, dass Burgkunstadt vom Trend profitiere, dass immer mehr Menschen, auch Urlauber, mit dem E-Bike unterwegs sind.

„Wir brauchen das nicht zu beschließen, weil Jörg Weiß von der Stadtverwaltung bereits daran arbeitet“, meinte Zweite Bürgermeisterin Susanne Bock von Wülfingen. Die Verwirklichung hänge von der Bewilligung der Fördermittel ab, erklärte Jörg Weiß. Er hoffe, dass die Installation der Ladesäule noch in diesem Jahr möglich sei. Schließlich zog die CSU ihren Antrag zurück.

Aus dem Stadtrat

Die Verlängerung des Kiesabbaus bei Mainroth durch die Firma Dietz bis Ende 2026 hat das Landratsamt genehmigt, wie Bürgermeisterin Christine Frieß mitteilte.

Die Anschaffung eines Notstromaggregats für die EDV und die Telefonanlage der Stadtverwaltung regte Thomas Müller (Bürgerverein) an. Es gebe eine Notstromversorgung über Pufferbatterien, doch werde die Notwendigkeit einer solchen Investition geprüft, erklärte Geschäftsleitender Beamter Sven Dietel.

Genehmigt hat der Bauausschuss die Errichtung eines E-Spulengebäudes auf einem Grundstück in der Nähe des Angers (Flurnummer 653/1) sowie den Bau einer Pferdekoppel mit Offenstall und überdachter Pferdemistplatte in der Bayreuther Straße 9 in Theisau. Trotz Überschreitung der Baugrenzen und der zulässigen Höhe erhielt ein Bürogebäude (zwei Geschosse plus Einliegerwohnung) im Lerchenbühl 48 das Einvernehmen.

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