BURGKUNSTADT

Lange vermisster Musik-Genuss: Konzert des Musikvereins

Lange vermisster Musik-Genuss: Konzert des Musikvereins
Nach einer langen Konzertpause begeisterte das Orchester des Musikvereins Burgkunstadt mit seinem Auftritt in der Stadthalle Foto: Dieter Radziej

Zwei Jahre lang hatte der Musikverein Burgkunstadt wegen der Corona-Pandemie keine Auftrittsmöglichkeiten, umso größer war die Freude der Musiker und des Publikums über das Konzert am Samstagabend. Überraschend viele Zuhörer waren in die Stadthalle gekommen, um der Blaskapelle zu zuzuhören.

Der ganze Saal war mit Blasinstrumenten geschmückt, um nach der langen kulturellen Pause auf das Ereignis einzustimmen. „Wir sind wieder da“ lautete denn auch das Motto des Konzerts, das nicht nur für die Musiker, sondern auch für die vielen Zuhörer hätte gelten können. „Vorbei ist jetzt hoffentlich die Zeit, in der allen Musikerinnen und Musiker nur im stillen Kämmerlein üben konnten“, sagte Vorsitzender Sebastian Kremer.

Richard Wagners Festmusik und Stings „Englishman in New York“

Alle Mitwirkenden der Blaskapelle hätten sich schon lange auf einen öffentlichen Auftritt gefreut. Das galt auch für die Nachwuchsbläser, die sich unter der Leitung des 2. Vorsitzenden Stefan Gahn vorstellten.

Lange vermisster Musik-Genuss: Konzert des Musikvereins
Solisten wie Alexandra Zapf mit ihrem Sopransaxophon bereicherten das Konzert. Foto: Dieter Radziej

Feierlich begann das Konzert mit der Festmusik von Richard Wagner, so dass es allen Opern-Fans gleich warm ums Herz werden wurde. Nach Wien entführten die Musiker unter Leitung des Ehrendirigenten Thomas Besand die Zuhörer mit dem „Castaldo Marsch“ des Komponisten Rudolf Novacek. Bei der Starparade trug jeder Musiker seinen Teil zu diesem Feuerwerk der Melodien bei. Einen schönen Kontrast dazu bot die „Anna Polka“, die mit ihrem Zwei-Viertel-Takt zur typisch polnischen Tanzmusik zählt, wie die charmante Moderatorin Antonia Kremer erklärte.

Romantische Weisen bestimmten „Die Post im Walde“, wobei Benedikt Kremer mit seinem Trompeten-Solo als Postillion überzeugte. Mit südamerikanischer Leichtigkeit bezauberten die Musiker dagegen beim Potpourri „Brasil Tropical.“ Die Walzerklänge der Komposition „Das alte Stadtcafé“ entführten danach in längst vergangene Zeiten. Dass sie auch Po-Rhythmen beherrschen, bewiesen die Musiker mit Stings „Englishman in New York.“ Alexandra Zapf meisterte mit dem Sopransaxophon die Titelmelodie mitreißend. Marschklänge beschlossen den ersten Programmteil.

Altösterreichischen Charme bot der „Kaiserin-Sissi-Marsch“, den die Musikkapelle mit ihrer ganzen Klangfülle unter der engagierten Leitung von Thomas Besand zur Geltung brachte. Durch Harmonie und Getragenheit zeichnete sich die „Slavonicka Polka“ als Übergang vom klassischeren Programm zur Popmusik aus. Für Beifallstürme sorgten Songs von Peter Maffay und der Gruppe Abba, die die Musiker schwungvoll interpretierten. Eindrucksvoll auch der „Olympiade-Marsch.“ Mit der Arie „Nessun Dorma“ aus der Oper „Turandot“ des italienischen Komponisten Giacomo Puccini gelang dem Orchester ein besonderes Highlight. Besonders gefielt Theresa Bauer mit ihrer feinen Stimme. Mit dem markanten Choral „Der Mond ist aufgegangen“ klang das Konzert stimmungsvoll aus.

„Ich hoffe, dass es bald wieder mehr musikalische Begegnungen geben kann.“
Sebastian Kremer, Vorsitzender des Musikvereins
Lange vermisster Musik-Genuss: Konzert des Musikvereins
Den Einsatz des Ehrendirigenten Thomas Besand (li.) würdigte Vorsitzender Sebastian Kremer. Foto: Dieter Radziej

„Ich hoffe, dass es bald wieder mehr musikalische Begegnungen geben kann“, sagte Vorsitzender Sebastian Kremer. Er dankte allen Musikerinnen und Musikern und besonders dem Ehrendirigenten Thomas Besand sowie den Helfern für ihren Einsatz. Besand äußerte die Hoffnung, dass die Musik zu mehr Harmonie und Verständigung beitragen möge. Der anhaltende Applaus animierte die Mitwirkenden noch zu einer Zugabe. Beim „Frankenlied-Marsch“ sangen auch die Zuhörer mit.

 

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