ALTENKUNSTADT

Kreuzberg-Gemeindezentrum wird barrierefrei

Kreuzberg-Gemeindezentrum wird barrierefrei
Das Gemeindezentrum der evangelischen Kreuzbergkirche wird barrierefrei umgebaut. Die Kosten belaufen sich auf 357.439 Euro. Die Gemeinde beteiligt sich mit zehn Prozent, die Aktion Mensch gewährt einen Zuschuss in Höhe von 80.000 Euro. Foto: Stephan Stöckel

Am Gemeindezentrum der evangelischen Kreuzbergkirche in Altenkunstadt nagt der Zahn der Zeit. Es soll umgebaut und saniert werden. Architekt Martin Schmidt stellte sein Konzept am Dienstagabend dem Gemeinderat vor. Es sieht Barrierefreiheit, Flexibilität in der Raumgestaltung, eine Küche als Ort der Begegnung und geräumige barrierefreie Toiletten vor.

Geschäftsführer Rainer Mattern vom Kirchengemeindeamt Coburg bezifferte die Gesamtkosten für das Vorhaben auf 357.439 Euro, an denen sich die Gemeinde Altenkunstadt mit zehn Prozent beteiligt. Von den Gesamtkosten entfallen 160.000 Euro auf Bauarbeiten, die der Barrierefreiheit dienen. Die Aktion Mensch übernimmt davon die Hälfte. Laut Pfarrerin Bettina Beck soll im nächsten Jahr mit den Bauarbeiten begonnen werden.

„Mit wenigen Eingriffen machen wir die Gemeinderäume für jedermann erlebbar.“
Martin Schmidt, Architekt

Wer derzeit das Gemeindezentrum betritt, gelangt unmittelbar in die Bibliothek für die Erwachsenen. Sie wird in das Obergeschoss umziehen. Im Erdgeschoss entsteht stattdessen ein Foyer, von wo aus man in den großen Gemeinschaftsraum gelangt. „Trennwände schaffen hier Flexibilität. Mit ihrer Hilfe kann man aus dem großen Raum bis zu drei kleinere Räume erschaffen.“ Die Küche soll den Ausführungen des Architekten zufolge zu einem Ort der Begegnung werden. Von einer Theke aus, kann man den Mitarbeitern in der Küche beim Kochen zuschauen und sich mit ihren unterhalten. Optisch und akustisch soll die Küche mit dem Gemeinschaftsraum verbunden bleiben.

„Die Bibliothek im Obergeschoss ist über eine Rampenanlage, die auf der Grünfläche neben dem Gebäude modelliert wird, barrierefrei erreichbar“, erläuterte der Architekt. Sein Fazit: „Mit wenigen Eingriffen machen wir die Gemeinderäume für jedermann erlebbar.“ Dr. Pia Welscher (FWG) regte an, auch die Heizung zu erneuern. „Das soll in einer separaten Kostenplanung umgesetzt werden“, entgegnete Beck. Hans-Werner Schuster (CSU) schlug vor, nach dem Umbau auch den Vorplatz im Gemeindezentrum zu ertüchtigen.

Gaspreis bis 2025 stabil, aber die Stromkosten steigen rapide

Die Mittelschule ist einer der größten Stromverbraucher der Gemeinde Altenkunstadt. Um zu sparen sollen Neonröhren durch... Foto: Stephan Stöckel

Die Preise für Gas und Strom steigen rapide an. Geschäftsstellenleiter Alexander Pfaff trug daher einen Energiebericht vor. Beim Thema Erdgas könne man sich beruhigt zurücklehnen, da man mit einem Anbieter einen langfristigen Vertrag abgeschlossen habe, der bis zum 1. Januar 2025 einen günstigen Nettopreis von 1,92 Cent pro Kilowattstunde gewähre. „Bedrohlicher sieht es beim Stromverbrauch aus: 2023 zahlen wir netto 63,15 Cent, 2024 37,32 Cent und 2025 rund 31 Cent pro Kilowattstunde.“

In Altenkunstadt wurden im vergangenen Jahr 1,1 Millionen Kilowattstunden an Gas verbraucht. Auf die Mittelschule entfallen davon 908.000 Kilowattstunden, was einem Anteil von 79 Prozent entspricht, der Rest auf die Feuerwehrhäuser (neun Prozent), das Rathaus (acht Prozent), den Bauhof (sieben Prozent) und die ehemalige Synagoge (vier Prozent). Den Stromverbrauch bezifferte Pfaff auf 971.816 Kilowattstunden. Die drei größten Stromverbraucher sind die Straßenbeleuchtung (28,14 Prozent), das Wasserwerk (24,66 Prozent) und die Mittelschule (17,79 Prozent). „Von den zehn bis elf Jahre alten Pumpen im Wasserwerk sollten wir uns trennen. In der Mittelschule sollten die Neonröhren durch stromsparende LED-Leuchten ersetzt werden“, empfiehlt Pfaff, um zu sparen.

Altenkunstadt: Bauausschuss findet keine Lösung für Radler
Hier ist absteigen vorgeschrieben, doch nicht alle Radfahrer halten sich daran. Die Sperrung war nötig geworden, da im Z... Foto: Stephan Stöckel

In Pfaffendorf kreuzt die Zufahrtsstraße zum neuen Baugebiet den Geh- und Radweg entlang der Straße. Im Zuge der Straßenbauarbeiten war die Querneigung steiler geworden war. Um Unfälle zu vermeiden, müssen Radfahrer derzeit an der Gefahrenstelle absteigen. Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) teilte auf Nachfrage von Stephanie Dittrich (Bündnisgrüne) mit, dass am 14. November die zuständige Baufirma die Gefahrenstelle entschärfen werde.

Neue Mitte soll bis Ende Juni fertig sein

Rund um die Raiffeisenbank Obermain Nord entsteht derzeit Altenkunstadts neue Mitte. Hümmer kündigte an, dass die Bauarbeiten am 30. Juni nächsten Jahres abgeschlossen werden. Die Pflanzung der Bäume, Blumen und Sträucher erfolge im Herbst 2023.

Der Bürgermeister informierte, dass die WILO Emu Anlagenbau GmbH aus Roth den Auftrag für eine Pumpstation für die Druckleitung im Woffendorfer Gewerbegebiet für 113.657 Euro erhalten hat. Den Festplatzverteiler für Altenkunstadts neue Mitte installiert die Firma Elektro Herold aus Frankenberg zum Preis von 29.690 Euro.

Schlagworte