WEISMAIN/BUCHAU

Konfirmation für Weismainer und Buchauer Jugendliche

Konfirmation für Weismainer und Buchauer Jugendliche
Die Konfirmanden aus Weismain und Buchau nach dem Beichtgottesdienst mit Pfarrer Ulrich Jobst (li.) Foto: Roland Dietz

Wie es gelingen kann, Feiern auch in Zeiten der Corona-Pandemie auszurichten, zeigte die evangelische Kirchengemeinde Weismain-Buchau. So wurde die ursprünglich am Palmsonntag geplante Konfirmation wegen des Lock-Down nun in der St. Michaelskirche in Buchau nachgeholt. Neun junge Christen aus Weismain und zwei aus Buchau wurden dabei in die Kirchengemeinde aufgenommen.

Wegen des Infektionsschutzgesetzes wurde die Feier auf mehrere Gottesdienste verteilt. Zunächst wurde ein Beichtgottesdienst mit Abendmahl für alle Konfirmanden abgehalten. Die Jugendlichen hatten dazu bei ihren Eltern und Paten in den Kirchenbänken Platz genommen. Pfarrer Ulrich Jobst erklärte, dass es eine große Freude sei, in diesem Jahr noch Konfirmation feiern zu können. „Es war eine intensive, zwei Jahre lange Vorbereitung in drei Gruppen“, sagte er. Jetzt gelte es, in sich Platz zu schaffen für die Eindrücke der beiden Gottesdienste und die Rückerinnerung mit den Paten von der eigenen Taufe bis heute. Dazu spielte die Gitarrengruppe Azendorf das Lied „Bleib bei dem Gott, der bisher dein Leben gelenkt hat.“

„Bei Gott dürfen wir ganz selbst sein, wenn wir ihm unsere Gefühle darlegen. Die Vergebung Gottes wird uns sicher sein.“
Ulrich Jobst, Pfarrer

„Es ist schade, dass wir in Zeiten von Corona Masken tragen müssen und dadurch die Mimik der Mitmenschen nicht erkennen können“, sagte Pfarrer Jobst. Es sei kaum zu erkennen, ob das Gegenüber freundlich oder traurig, gut oder schlecht gelaunt ist. Man könne sich hinter Masken auch verstecken. Durch die Mimik entstehen oft Gefühle, die sich durch Fehler, Stärken und Schwächen zeigten. „Bei Gott dürfen wir ganz selbst sein, wenn wir ihm unsere Gefühle darlegen. Die Vergebung Gottes wird uns sicher sein“, so Pfarrer Jobst.

Etwas festlicher war der Konfirmationsgottesdienst. Zu dem Choral „Die Glocken läuten den Festtag ein“ von Joseph Wengert zogen die Konfirmanden mit Pfarrer Ulrich Jobst zum feierlichen Orgelspiel von Markus Karittke in das festlich geschmückte Gotteshaus ein. Das Wort Konfirmation (Confirmatio) stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „Bekräftigung“, oder „Bestätigung“ und ist die feierliche Segenshandlung vom Übertritt vom jugendlichen ins kirchliche Erwachsenenalter in die apostolische Gemeinschaft.

„Es ist inzwischen alles anders als zu Beginn eurer Präparandenzeit“, erklärte Pfarrer Jobst. In der Vorbereitung hätten die Konfirmanden Ja zu Gott gesagt. Das sei für das weitere Leben wichtig, denn oft könnten Probleme ohne geistige Unterstützung nicht gelöst werden: „43 Zentimeter sind es vom Kopf zu unserem Herzen, was manchmal doch sehr weit erscheint.“ Doch Gott erreiche die Herzen durch die Liebe zu den Menschen. „Lieben und geliebt werden führen im Leben zu Kraft, Mut und Selbstvertrauen“, so der Pfarrer. Dies spiegele sich in den Konfirmationssprüchen aus der Bibel.

Symbolisch bekräftig wurde dies durch das Handauflegen der Paten und die Aushändigung der Konfirmationsurkunden. „Ihr seid nun ein Teil der Gemeinschaft Gottes, vertraut auch in schwierigen Zeiten auf Gott und seine Liebe zu den Menschen“, betonte Pfarrer Jobst. Das Taufversprechen und das Glaubensbekenntnis rundeten die Feier ab, die mit „Trumpet Volontary“ von der Orgel ausklang.

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