BURGKUNSTADT

Komödie zum Mitdenken

Sieben Personen. Ein Raum. Papierschiffchen. In der Komödie „Die Hölle – das sind die anderen“ gibt er reichlich Gesprächsbedarf zwischen (von links) Schizo (Eva Kral, 9c), dem Model (Franziska Heierth, 9d+), Susi (Melissa Janson, 9a), Peter (Christian Brinschwitz, 10c) und dem G... Foto: Christian Voll

Es war alles, nur kein 08/15-Schultheater, das die Theatergruppe der Mittelstufe des Gymnasiums Burgkunstadt dieser Tage bei zwei gut besuchten Aufführungen der Komödie „Die Hölle – das sind die anderen“ darbot. Abstrakte und skurrile, ernsthafte und lustige, banale und philosophische Momente wechselten sich stetig ab und sorgten für beste Theaterunterhaltung.

Sieben Personen. Ein Raum. Papierschiffchen. Sie alle verbindet nur ihr Todestag. Doch wie sind sie an diesen Ort gekommen? Wieso sind sie ausgerechnet hier? Und was haben die sieben Todsünden mit ihrer Situation zu tun?

Die Fragen, die aufgeworfen werden, verknüpfen die verschiedenen episodenhaften Handlungsfäden und Personen miteinander, darunter etwa die Schizophrene (Eva Kral, 9c), die das Ego ihrer verstorbenen Schwester übernimmt; oder auch den selbstverliebt-egoistischen Geschäftsmann Gerald Mann, der sich selbst G-man nennt (A. R. Laurenz Partheymüller, 9d+), aufgrund der Situation verzweifelt und immer mehr die Kontrolle verliert.

Reichlich Spielraum für eigene Interpretationen

„Es ist schon eine anspruchsvolle Komödie, die den Zuschauer förmlich zum Mitdenken zwingt, ihm aber gleichzeitig reichlich Spielraum für eigene Interpretationen lässt“, erklären die beiden Regisseure Christine Hollenbach und Roman Berth. Einige ihrer LehrerkollegInnen hatten in Videoeinspielungen kurze Gastauftritte, was für zusätzliche Farbtupfer sorgte.

Letztendlich konnte man den schauspielerischen Leistungen nur volles Lob zollen: „Die lange Theaterpause an unserer Schule, die komplizierten Proben unter Maskenpflicht sowie die Ungewissheit, ob die Premiere überhaupt würde stattfinden können – unsere Mädels und Jungs haben das großartig gemeistert!“ So freuten sich die Verantwortlichen – und die Zuschauer natürlich auch.

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