WEISMAIN

Martinimarkt Weismain in kleinerem Umfang

Der Weck gehört dazu beim Weismainer Martinimarkt. Foto: Archiv-Gerhard Herrmann

Der Martinimarkt wird am Mittwoch, 17. November, dem Buß- und Bettag, stattfinden. Das beschloss der Stadtrat am Dienstagabend bei drei Gegenstimmen. Die Menschen bräuchten endlich wieder eine Gelegenheit, sich zu begegnen, waren sich die meisten Stadträte einig.

Bürgermeister Michael Zapf (GUB) informierte über positiv verlaufene Vorgespräche mit Anwohnern und Feuerwehr. Denn nicht nur die Corona-Zahlen und damit verbundene Auflagen, sondern vor allem die rege Bautätigkeit in der Stadt sorgen für Bedenken und einen erheblichen Planungsaufwand. „Die Zahl der sonst üblichen rund 100 Fieranten werden wir dieses Jahr sicher nicht erreichen“, räumte Zapf ein.

Die Burgkunstadter Straße bleibt voraussichtlich bis Jahresende gesperrt, die Parkflächen im Bauhofbereich entfallen nahezu vollständig, diverse Tiefbauarbeiten (Giechkröttendorfer Straße, Von-Rudhart-Straße) sowie der Breitband-Kabelausbau sorgen für Umleitungen und Sperrungen. Deshalb wird die Verwaltung nun sowohl ein Sicherheits- als auch ein Parkplatzkonzept erarbeiten, um einen Martinimarkt mit 60 bis 65 Ständen in der Straße Am Markt ausrichten zu können, so der Bürgermeister.

„Wir sind eine Stadt und fahren zum Einkaufen in eine Gemeinde. Ein Vollsortimentmarkt muss endlich kommen.“
Michael Zapf, Bürgermeister
Blick auf die Kläranlage in Lumda mit Beeten zur Klärschlammvererdung. Foto: THE PAULY GROUP

Einstimmig beschloss das Gremium, am Wochenende darauf, am 21. November, einen verkaufsoffenen Sonntag abzuhalten.

Die Marktagentur Schneider soll ins Boot geholt werden, um gleichzeitig einen Flohmarkt anzubieten und damit einen Besuch in Weismain noch attraktiver zu machen.

Vertagt wurde der Antrag auf Neubau eines Vollsortiment-Marktes und möglicherweise eines Drogeriemarktes in der Burgkunstadter Straße. Alfons Deuber (CSU) merkte an, dass zum jetzigen Zeitpunkt lediglich ein Lageplan, aber kein vollständiger Bebauungsplan vorliege. Diesen Bedenken schloss sich der Stadtrat bei einer Gegenstimme an. Außerdem gibt es ja alternative Pläne für einen solchen Markt am anderen Ende der Stadt, die bereits weit gediehen seien.

Der Bürgermeister betonte: „Wir sind eine Stadt und fahren zum Einkaufen in eine Gemeinde. Ein Vollsortimentmarkt muss endlich kommen.“ Am 30. Oktober wird voraussichtlich der Vorvertrag mit dem Investor für die Pläne für einen solchen Markt (Interessenten sind Rewe, Edeka und Tengelmann) für den Standort zwischen Weismain und dem Kreisel Kleinziegenfelder Tal, unterschrieben. Über den Standort Burgkunstadter Straße wird entschieden werden, wenn konkrete Baupläne vorliegen.

Aussicht auf 13 bis 15 neue Bauplätze am Stadtrand

Außerdem informierte das Stadtoberhaupt über ein mögliches Baugebiet, das 13 bis 15 Bauplätze bieten könnte. Das rund 13 000 Quadratmeter große Areal liegt zwischen der Schwertfegerstraße und dem Wasserspielplatz. Die Verhandlungen mit den Eigentümern verliefen derzeit positiv. „Dann können unsere bauwilligen Bürger in Weismain bleiben“, so Zapf.

Auch der Mobilfunkausbau schreite voran. „Wenn wir die Bauanträge noch in diesem Jahr über die Bühne bringen, könnte Ende 2022 eine Mobilfunkabdeckung möglich sein“, sagte der Bürgermeister. Einziger Wermutstropfen: Modschiedel, Wunkendorf und Wohnsig wären nicht mit abgedeckt – „aber nicht vergessen“, betonte Zapf. Ebenso wenig wie Neudorf und Görau. Konkrete Pläne für diese Ortsteile gebe es derzeit allerdings nicht.

Mobilfunkmasten bei Wallersberg und am Hühnerberg

Folgende beiden Standorte für Mobilfunkmasten sind geplant: bei Wallersberg und im Wald am Hühnerberg. Mit den Wallersberger Bürgern soll es noch in dieser Woche Gespräche geben und am Hühnerberg sei der geplante Standort knapp einen Kilometer von der Wohnbebauung entfernt.

Zur Klärschlammvererdung werden zwischen 1000 und 3000 Quadratmeter große Beete mit Folie ausgelegt, mit Klärschlamm auf... Foto: THE PAULY GROUP

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