WEISMAIN

Kleine Künstler malen ihr eigenes Gemälde in Weismain

Kleine Künstler malen ihr eigenes Gemälde in Weismain
Mit Spaß und Eifer war Margareta beim Malkurs in der Umweltstation Weismain dabei. Foto: Roland Dietz

Vor über 15 Jahren hat es Kunstpädagogin Margitta Grampp aus Priesendorf bei Bamberg zur Malerei hingezogen. Besondere Freude bereitet ihr das Malen mit Kindern. Ihr Wissen gibt sie mit ihre mobilen Kindermalschule weiter. Bunt ging es demnach auch bei ihrem Malkurs im Rahmen des Jugend-Sommerferien-Programms in Weismain zu. Lachende Gesichter waren vor der Umweltstation in Weismain zu erleben, als die Kinder am Ende die zum Trocknen aufgestellten Bilder begutachteten.

Kleine Künstler malen ihr eigenes Gemälde in Weismain
Wie in einem Künstleratelier hat sich Maria beim Malen gefühlt. Foto: Roland Dietz

Mit kindgerechter Anleitung zauberte die Malerin mit den Kindern außergewöhnliche Erinnerungsstücke. Wie ein Atelier wirkte der Ausstellungsraum der Umweltstation. Auf bunten Tischdecken standen Acrylfarbenbehälter, Malpinsel und flache Teller, auf denen die Farben gemischt wurden.

Ein Hintergrund in kräftigen Farben bringt das Motiv gut zur Geltung

„Wir haben heute die Aktion 'Mein eigenes Gemälde'“, erklärte Margitta Grampp. Dann konnten sich die Kinder Bildmotive aus einem Fotokalender der Künstlerin aussuchen. Zuerst fertigten sie eine Skizze mit Bleistift auf einem Schreibblock an. „Die Skizze ist wichtig, denn dabei entsteht in der Vorstellung ein Bezug und vor allen Dingen das Gefühl für das zu malende Bild“, erklärte die Künstlerin.

Kleine Künstler malen ihr eigenes Gemälde in Weismain
Stolz präsentiert Marie ihr gelungenes Gemälde. Foto: Roland Dietz

Und dann begannen die Kinder mit dem Malen des ausgewählten Motivs auf Leinwand. „Kinder versuchen oft zuerst den Mittelpunkt des Bildes zu zeichnen, doch es ist nötig von hinten nach vorne zu malen“, weiß Margitta Grampp. Und meist wählen sie kräftige Acrylfarben für den Hintergrund. Etwa für das blaue Eismeer vor den Pinguinen oder den azurblaue Horizont hinter einem Baum mit einer Schaukel. Auch bei der Darstellung eines Sonnenuntergangs mit Felsen, Bäumen und einem Hasenpaar ist es zunächst nicht anderes. So bekommt das Bild eine effektvolle Tiefe, denn Licht und Schatten oder Hell und Dunkel müssen ineinander fließen, erfahren die Kinder.

Konzentriert arbeiten sie an ihren Bildern. Dazu gibt Margitta Grampp immer wieder Tipps und Anregungen, korrigiert kleine Fehlstellungen. Statt Kinderlärm oder Ablenkung steht die Auseinandersetzung mit dem gewählten Motiv und den Farben und Formen im Mittelpunkt. Die Kursleiterin erläutert, wie man den Pinsel führt, welche Farben am besten passen, wie man eine Wiese oder einen Himmel am besten malt. Anleitungen zum Charakter des Bildes bekommen die Kinder und erfahren, dass die Leinwand auch außen bemalt werden muss.

Kleine Künstler malen ihr eigenes Gemälde in Weismain
Stolz zeigt Nia ihr gelungenes Bild vom blühenden Schaukelbaum. Foto: Roland Dietz

Der Betrachter staunt angesichts der wunderschönen kleine Kunstwerke. Beim Feinschliff wird deutlich, dass viele der teilnehmenden Kinder bereits mehr als einen Kurs besucht haben. So erklärte Nia, dass sie auch zu Hause gerne malt. Auf die Frage, warum sie stattdessen nicht ins Schwimmbad gehe, sagt sie: „Schwimmen kann man jeden Tag, Malkurse dieser Art sind doch recht selten.“ Auch Margareta ist ganz in ihrem Element. Und die intensiven Bemühungen der Kinder lassen eindrucksvolle Bilder entstehen. Ein ideales Geschenk für Mama, Papa oder die Oma zum Geburtstag.

„Beim Malen wird die Kreativität von Kindern gefördert. Selbstbewusstsein, Geduld, Eigenständigkeit, Entspannung, Ideen und Freude werden dabei auch angeregt.“
Margitta Grampp, Mobile Kindermalschule
Kleine Künstler malen ihr eigenes Gemälde in Weismain
Gerne gibt Malerin Margitta Grampp den Jugendlichen wie Margareta Tipps und Anleitung. Foto: Roland Dietz

„Beim Malen wird die Kreativität von Kindern gefördert“, betont die Künstlerin. „Selbstbewusstsein, Geduld, Eigenständigkeit, Entspannung, Ideen und Freude werden dabei auch angeregt.“ Es gebe immer wieder etwas Neues zu entdecken. Und wenn man sieht wie Nia ihren Schaukelbaum mit getupften Blüten zum Blühen bringt ,weiß man das die Malerin recht hat. Sie freue sich, wenn es den Kindern gelingt, ihre Vorgaben beim Malen umzusetzen und alle am Ende mit ihren Werken zufrieden sind. Und tatsächlich das Ergebnis spricht für sich.

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