WEISMAIN

Kita „Kinderzeit“ Weismain: Flinke Hände packen an

Kita „Kinderzeit“ Weismain: Flinke Hände packen an
Um den Wald Gutes zu tun, trugen die Kids der Kita "Kinderzeit" in Weismain abgestorbene und vom Borkenkäfer befallene Holzstücke aus dem Wald heraus. Foto: Roland Dietz

Mindestens einmal pro Woche sind die Kids der Weismainer Kita „Kinderzeit“ mit ihren Pädagoginnen im Wald, um dort spielerisch und mit Aktionen die Natur näher zu erleben. Leiterin Elfie Bienlein betont, wie wichtig es sei, mittels Erlebnis- und Naturpädagogik den Kindern ihre Umwelt nahe zu bringen.

In der Natur gibt es immer etwas Neues zu entdecken. Aber was kann man für den Schutz des Waldes tun? So wurde zuletzt auch das Thema „Schöpfung und Erhalt des Waldes“ behandelt. In diesem Jahr kam Pfarrerin Claudia Jobst und gestaltete mit den Kindern eine kleine Waldandacht. Dabei wurde auf die Ruhe und Stille sowie die typischen Geräusche des Waldes eingegangen. Der Umgang der Menschen mit der Natur sowie das Leben Miteinander wurde betrachtet.

Wendekissen mit Applikationen

Anhand eines Wendekissens mit Applikationen erzählte die Pfarrerin den Kindern die Geschichte vom barmherzigen Vater, der seinen Sohn auch nach dessen Verfehlungen wieder mit Freuden aufnahm. Zum Abschluss der Andacht wurde noch gesungen und gebetet. Still wurde es wieder, als es um den Zustand des Waldes ging. Elfie Bienlein führte aus, dass es unserem Wald nicht gut gehe und dieser sehr krank sei. Als ein Grund dafür stellte sich heraus, dass der Borkenkäfer fast alle Fichten in diesem Wald befallen hat. So mussten viele Bäume gefällt werden. Doch damit sei es nicht getan. Der unliebsame Käfer stecke noch in Ästen oder schon gesägten Baumstücken.

Kita „Kinderzeit“ Weismain: Flinke Hände packen an
Um die Bedeutung des Waldes den Kindern näher zu vermitteln, kam sogar die evangelische Pfarrerin zu einer kleinen Walda... Foto: Roland Dietz

Den Kindern war klar, diese Holztrümmer müssen raus aus dem Wald. Eifrig machten sich die Kitazeit-Kids an die Arbeit, um so viele Holzstücke wie möglich aus dem Wald zu tragen. Sogar die Kleinsten packten mit an, um die vom Käfer befallenen Baumstücke aus dem Wald zu schaffen. Und die großen Kinder trugen die schweren Teile in Teamwork. Am Waldrand schlichteten die Kinder die Fundstücke auf, damit sie abtransportiert werden können und dem Wald nicht weiter schaden.

Eine kleine Brücke gebaut

Das Spielerische kam nicht zu kurz. Selbst in dieser für den Wald aufgezeigten dramatischen Situation waren Kinder in der Lage, das Beste aus ihrer Sicht daraus zu machen. Sie nutzten abgesägte dünnere Baumstämme, um daraus eine Brücke zu einem vom Sturm umgeknickten Baum zu bauen, über die sie dann zum Baumstumpf gelangen konnten. Für andere Kinder boten die umgesägten Baumstämme eine gute Möglichkeit für Balancierübungen.

Schlagworte