ALTENKUNSTADT

Kirchenpfleger Siebenaller in Altenkunstadt verabschiedet

Neun Jahre lang bekleidete Thomas Siebenaller in der katholischen Pfarrgemeinde Altenkunstadt das Amt des Kirchenpflegers. „Und es waren sehr anspruchsvolle Jahre mit vielen Aufgaben, die es zu lösen galt“, erinnert er sich. Obwohl Großprojekte mit einer Bausumme von über drei Millionen Euro bewältigt werden mussten, habe die Kirchenverwaltung nicht nur keine Schulden, sondern sogar ein solides Finanzpolster für die Zukunft. Bei einem Abendgottesdienst in der Pfarrkirche „Mariä Geburt“ wurde der verdiente Kirchenpfleger im Beisein von zahlreichen Gläubigen verabschiedet und Alfred Dittrich als sein Nachfolger eingeführt.

„Eine Kirche während einer Amtszeit als Kirchenpfleger zweimal renovieren zu dürfen, ist im Erzbistum Bamberg eine Seltenheit“, stellte Siebenaller rückblickend fest. Als große Herausforderung bezeichnete er die komplette Sanierung des Pfarrhauses und den damit verbundenen Umbau zu einem „Domus religiosus“. Ein Projekt, das letztlich dazu geführt habe, dass Altenkunstadt mit dem Ensemble am Kirchberg nun eines der schönsten Denkmäler der Region aufweist.

Renovierung des Pfarrhauses und Umbau zu einem „Domus religiosus“

„Unser Pfarr- und Jugendheim beherbergt jetzt wieder einen Kindergarten, was bei älteren Mitbürgern viele schöne Erinnerungen lebendig werden lässt“, führte Siebenaller weiter aus. Aber nicht nur Großprojekte hätten von der Kirchenverwaltung bewältigt werden müssen. Siebenaller erinnerte an die Organisation einer „besonderen Firmung“, die Statik von Kirche und Kirchturm sowie an die Spenden für Gemeindemitglieder, denen es finanziell nicht so gut geht.

„All das war letztlich nur möglich mit einer Kirchenverwaltung, in der man sich einig war. Dafür und auch für das Vertrauen in meine Funktion als Kirchenpfleger danke ich den Gremiumsmitgliedern von ganzem Herzen“, betonte er. Ein Dankeschön galt auch Doris Oppel und ihrer Mutter Anni Gückel für den Mesnerdienst in der Pfarrkirche, Pfarrsekretärin Daniela Warlich sowie Marianne und Klaus Michalke für den Ordnungsdienst. Eine gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit der Gremien ist Siebenaller zufolge für eine Kirchengemeinde extrem wichtig. Mit Pater Kosma Rejmer und seinem Team sowie dessen Vorgänger Pfarrer Norbert Lang sei dies immer möglich gewesen. Auch mit dem Pfarrgemeinderat und dessen Vorsitzendem Thomas Geldner habe man stets hervorragend kooperiert.

„Mit Verhandlungsgeschick, Überzeugungskraft, Diplomatie, Sachverstand und einem starken Willen hast du dich für unsere Pfarrgemeinde eingesetzt.“
Thomas Geldner, Pfarrgemeinderatsvorsitzender

„Das Amt des Kirchenpflegers in Altenkunstadt war schon immer sehr anspruchsvoll. Und alle, die dieses Amt bekleideten, konnten es nur deshalb erfolgreich ausführen, weil sie eine Familie hinter sich wussten, die sie in diesem Amt begleitete“, erklärte Siebenaller. Sein größter Dank galt deshalb seiner Frau Alexandra und seinen Kindern.

Und wie sieht Thomas Siebenallers künftiges Betätigungsfeld innerhalb der katholischen Kirche aus? „Im Oktober wurde ich von Generalvikar Monsignore Kestel namens des Ordinariats gefragt, ob ich im Erzbistum Bamberg für Aufgaben zur Verfügung stehen würde. Dem habe ich zugestimmt“, berichtete er. Seinem Nachfolger Alfred Dittrich wünschte er die selbe Freude, mit der er sein Amt als Kirchenpfleger ausgeübt habe.

Pfarrhausumbau ein unglaublicher Kraftakt

„Mit Verhandlungsgeschick, Überzeugungskraft, Diplomatie, Sachverstand und einem starken Willen hast du dich für unsere Pfarrgemeinde eingesetzt. So konntest du die anstehenden Aufgaben mit Bravour meistern“, bescheinigte Thomas Geldner dem ausscheidenden Kirchenpfleger. Der Pfarrgemeinderatsvorsitzende erinnerte an die beiden Kirchenrenovierungen und den Umbau des Pfarrhauses zu einem Kloster, der einem „unglaublichen Kraftakt“ gleichgekommen sei: „Du hattest dabei nicht nur die Funktionalität im Blick, sondern auch die Ästhetik, das Schöne. Beides gehört zusammen.“ Verbunden mit einem herzlichen Vergelt?s Gott für die geleistete Arbeit überreichte er Thomas Siebenaller namens der Pfarrei ein Präsent. „Bitte bleib uns erhalten. Du bist ja zum Glück nach wie vor Mitglied der Kirchenverwaltung. Wir brauchen dich“, so Geldner.

Dem neuen Kirchenpfleger Alfred Dittrich dankte er für die Bereitschaft, dieses verantwortungsvolle Amt zu übernehmen und sagte ihm die Unterstützung des Pfarrgemeinderats und der Kirchenverwaltung zu. Für Dittrich, der sich im Anschluss den Gläubigen vorstellte, gab?s zum Einstand ein Geschenk. Pater Witalis aus Gößweinstein, der den Gottesdienst zelebrierte, wünschte Thomas Siebenaller und Alfred Dittrich Gottes Segen.