BURGKUNSTADT

Jutta Ankenbrand-Thiem 44 Jahre an der Grundschule Burgkunstadt

Jutta Ankenbrand-Thiem 44 Jahre an Grundschule Burgkunstadt
Luftballons fliegen lassen die Schüler der beiden vierten Klassen der Burgkunstadter Friedrich Baur-Grundschule mit besten Wünschen für die Zukunft. Foto: Roland Dietz

Mächtig ins Zeug gelegt hatten sich an der Friedrich-Baur-Grundschule Rektorin Susi Krauß und ihre vielen Helfer, um eine Jahresabschlussfeier halten zu können. Möglich wurde dies, indem in der Burgkunstadter Stadthalle alle Stühle im Mindestabstand gestellt werden konnten und nur die 44 Schüler der beiden vierten Klassen mit ihren Eltern kommen durften.

Ein „Guten Morgen“ aus zahlreichen Kehlen

Mit einem „Guten Morgen“, das die Schülerinnen und Schüler wie ein großer Chor erwiderten, begrüßte die Schulleiterin die Anwesenden der kleinen Feier. Susi Krauß zeigte sich sehr zufrieden, dass das nicht leichte Schuljahr zu einem zufriedenstellenden Ende gebracht worden sei.

Jutta Ankenbrand-Thiem 44 Jahre an Grundschule Burgkunstadt
Symbolisch auf Abstand:die Kinder zu ihren Eltern. Foto: Roland Dietz

„Es war für alle eine große Herausforderung“, betonte sie. Und weiter: „Hitzefrei oder Schulschließungen wegen Sturmwarnungen hat es schon gegeben. Aber drei Monate Pause wegen der Corona-Pandemie war neu.“ Besonders für die Übertrittschüler sie die Situation nicht leicht gewesen.

„Wichtig war es deshalb, alle mit dem nötigen Selbstvertrauen und Geduld aus zustatten.“
Rektorin Susi Krauß zur besonderen Unterrichtssituation

In außergewöhnlicher Form waren seit dem Lockdown im März auch die Eltern gefordert. Das Lehrergremium musste sich per Videokonferenzen über das weitere Vorgehen immer wieder neu abstimmen. Sehr wertvoll war laut der Rektorin auch die sehr intensive Arbeit mit dem Elternbeirat, der einen großen Rückhalt dargestellt habe.

„Wichtig war es deshalb, alle mit dem nötigen Selbstvertrauen und Geduld aus zustatten“, so Rektorin Susi Krauß. „Das kann ich, das erreiche ich, du kannst viel, wir werden auch Ziele erreichen oder ich schaffe das – das waren Aussagen, die schließlich dazu führten, gute Leistungen zu erreichen, die nun in den Zeugnissen meist bestätigt wurden.“

Schreibstifte mit dem Logo der Schule als kleine Erinnerung

Zum Abschied verteilten Susi Kraus und Elternbeiratsvorsitzender Jürgen Konrad Schreibstifte mit dem Logo der Schule als kleine Erinnerung.

Jutta Ankenbrand-Thiem 44 Jahre an Grundschule Burgkunstadt
Elternbeiratsvorsitzender Jürgen Konrad verteilte Erinnerungsschreibstifte an die Viertklässler. Foto: Roland Dietz

Doch auch drei Damen wurden verabschiedet, die im abgelaufenen Schuljahr feste Bestandteile der Friedrich-Baur-Grundschule gewesen sind. Ein „echtes Geschenk“ sei es gewesen, dass Katarina Pekin als FJSlerin (freiwilliges soziales Jahr) an die Schule gekommen sei. Besonders kam ihre Arbeit beim Projekt „Schule ohne Rassisimus-Schule mit Courage“ und im Begegnungscafe „Dialog“ zu tragen. Nun strebt sie ihre Ausbildung zum Fachlehrer an. Für Jocelyn Torsten, die die Klasse 3b geleitet hat, verlässt die Schule nach zwei Jahren in Richtung Brandenburg, Potsdam oder Berlin.

Die Schule entscheidend geprägt und mitgetragen

Ein bewegender Moment war es, als Susi Krauß Jutta Ankenbrand-Thiem nach 44 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedete.

Jutta Ankenbrand-Thiem 44 Jahre an Grundschule Burgkunstadt
Nach 44 Jahren wurde Jutta Ankenbrand-Thiem (vorne Mitte, re. ihr Ehemann Werner) von Rektorin Susi Krauß (vorne li.) in... Foto: Roland Dietz

Sie habe in dieser Zeit die Schule entscheidend geprägt und mitgetragen. Sie hatte den kürzesten Weg von ihrem Wohnhaus zur Schule und war so natürlich auch in besonderen Situationen sofort da. Weiter war sie bei den großartigen Aufführungen der Theatergruppe immer mit federführend. Susi Krauß überreichte der passionierten Hobbyköchin neben den üblichen Blumen außergewöhnliche „Rezeptideen“. Auch Elternbeiratsvorsitzender Jürgen Konrad dankte im Namen aller Kinder, denen sie viel beigebracht habe.

Jutta Ankenbrand-Thiem machte deutlich, dass zum Beginn ihrer Laufbahn noch alles anders gewesen sei.1976 kam sie an die Schule als Lehramtsanwärterin und legte 1978 ihre zweite Lehramtsprüfung ab. 1982 lernte sie in der Schule ihren Mann Werner kennen. So gab es damals noch vier vierte Klassen und insgesamt 350 Kinder an der Schule.

Bereits die Oma ging in ihren Unterricht

Dass es Zeit zum Aufhören war, erlebte sie bei einer Begegnung außerhalb der Schule, als ihr ein Kind erklärte, dass sie auch schon seine Oma unterrichtet habe.

Nach dem Segen von Pfarrer Heinz Geyer begaben sich die Schüler der vierten Klassen auf den Sportplatz und ließen zu ihrem Abschied rosa Luftballons mit vielen guten Wünschen für die Zukunft fliegen.

 

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