ALTENKUNSTADT

Jugendtreff Pins bietet Online-Poker und Zoom-Partys

Jugendtreff Pins bietet Online-Poker und Zoom-Partys
Die Kegelbahn hat dem Jugendtreff „Pins“ in Altenkunstadt seinen Namen gegeben. (Pins ist englisch für Kegel. Foto: red

Der Jugendtreff „Pins“ wurde 2016 in der alten Kegelbahngaststätte Schramm in Altenkunstadt eröffnet. Die Einrichtung wird von den Kommunen Altenkunstadt, Weismain und Burgkunstadt getragen und vom Bayerischen Roten Kreuz betrieben. Die Leiterin des „Pins“, Sozialpädagogin Britta Klett, erinnert sich: „Als wir damals die Pforten in Beisein der drei Bürgermeister Hümmer, Dauer und Frieß eröffneten war noch nicht klar, wie die neue Einrichtung ankommen würde. Aber seitdem ist viel passiert.“ Sogar ein digitales Angebot für die Jugendlichen in der Pandemie bietet das „Pins.“

Jugendlichen einen Raum bieten, den sie nutzen und gestalten können

Das „Pins“ wurde notwendig, da der damalige Jugendtreff in der Mittelschule Burgkunstadt mit der Schule geschlossen werden musste. Die Jugendbeauftragten der drei Kommunen beklagten daraufhin, dass es nun keinen Treffpunkt mehr für die Jugendlichen im östlichen Landkreis gäbe. Kurz darauf kam das BRK ins Boot und konzeptionierte eine ergänzende Jugendeinrichtung.

Jugendtreff Pins bietet Online-Poker und Zoom-Partys
Platz für Spaß und Kreatives: Ein beliebter Treffpunkt für Jugendliche aus Altenkunstadt, Burgkunstadt und Weismain ist ... Foto: red

„Wir wollten den Jugendlichen der drei Kommunen vor Ort, direkt in ihrem Lebensmittelpunkt, eine Anlaufstelle geben“, sagte der Leiter der Sozialen Dienste beim BRK, Frank Gerstner. „Wir wollten einen Ort schaffen, der von ihnen nicht nur genutzt, sondern mitgestaltet werden kann. Daher war es uns von Anfang an wichtig unsere Nutzerinnen und Nutzer in alle Entscheidungen mit einzubinden.“

Seit 2016 hat das „Pins“ immer Dienstagnachmittag und Samstagabend geöffnet. Neben dem „Offenen Treff“, bei dem die Jugendlichen an der Playstation „zocken“, am Airhockey Tore schießen, ihre eigene Musik hören oder die Kegelbahn benutzen können, gab es seitdem auch immer ein Programm, das gemeinsam ausgearbeitet wurde. Besonders beliebt waren immer gemeinsame Koch- und Backveranstaltungen oder auch Spieleabende. Mehrmals im Jahr lud Klett zudem zu größeren Events ein wie der Welcome-Back-Party zum Schuljahresanfang oder der Halloweenparty.

Jugendtreff Pins bietet Online-Poker und Zoom-Partys
Kreativ sein beim Angebot, eine Palettenbank selbst zu bauen. Foto: red

Und dann kam Corona und der erste Lockdown. Plötzlich mussten Jugendeinrichtungen schließen. Für Klett und das BRK war aber sofort klar, dass ein Stillstand über Wochen nicht sein kann: „Gerade im Frühjahr, als auch die Schulen komplett geschlossen hatten, wollten wir unsere Jugendlichen nicht alleine lassen. Wir wollten weiter da sein mit einem Angebot, aber auch mit der Möglichkeit sich auszutauschen und Rat einzuholen.“ Denn das ist auch ein Teil des „Pins“ – Jugendlichen bei Problemen in der Schule oder im Privatleben mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Klett weiter: „Schon im normalen Alltag werden wir mit Problemen wie Mobbing, Streit mit den Eltern, Drogen oder Schulproblemen konfrontiert. Im Lockdown kamen aber auch immer mehr Allein-Sein oder digitale sexuelle Übergriffe hinzu. Wir versuchen dann das Problem in die richtigen Bahnen zu lenken. Vor allem der gute Kontakt zur JaS (Jugendsozialarbeit an Schulen) an der Mittelschule Altenkunstadt kommt uns da zur Hilfe.“

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Mitarbeiterin Anna-Lena Püls aus Mönchkröttendorf beim Digitalangebot „Pins-Club.“ Foto: red

Als Alternative zum Wegfall der Treffmöglichkeit im „Pins“ wurde ein digitales Angebot entwickelt, das im Frühjahr und auch jetzt wieder seit November angeboten werden kann: „Wir haben uns Aktionen ausgedacht, wie eine Schritt-Challenge (Wer schafft die meisten Schritte in einer Woche?), Online- Poker-Abende, Scribble oder Zoom-Partys. Und auch Sprechstunden wurden eingeführt, bei denen Jugendliche sich mit mir oder meiner Kollegin Anna- Lena- Püls im Eins-zu-eins-Video- oder Textchat über Probleme oder Klatsch und Tratsch austauschen können.“ Die Sprechstunden können dabei individuell mit den beiden Mitarbeiterinnen ausgemacht werden, die Angebote finden zu den normalen „Pins“- Zeiten statt.

Das „Pins“ präsentiert sich in den sozialen Medien

Auch in Punkto Mitbestimmung wurde digital aufgerüstet: „Wir erweitern gerade unsere Präsenz in den sozialen Medien, um noch stärker unser Angebot mit der Lebenswirklichkeit der Jugendlichen zu verzahnen“, so Klett.

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Die Leiterin des Pins, Sozialpädagogin Britta Klett, beim Digitalangebot „Pins-Club.“ Foto: red

Interessierte Jugendliche, die sich das digitale Angebot des Pins einmal anschauen möchten, können sich beim BRK unter jugendtreff@kvlichtenfels.brk.de melden und werden dann in den geschützten, nur den Jugendlichen vorbehaltenen Bereich, eingeladen.

Nähere Infos auch unter Tel. (09571) 959031 oder auf Facebook, Instagram und Snapchat. (red)

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