BURGKUNSTADT

Jubelkommunion in Burgkunstadt gefeiert

Jubelkommunion in Burgkunstadt gefeiert
Die Jubilare, die in Burgkunstadt vor 70 und 75 Jahren erstmals zur heiligen Kommunion gingen. Foto: Roland Dietz

Die Freude war bei allen Beteiligten groß, dass sie ihre Jubelkommunion nun in diesem Jahr doch noch feiern konnten. Mit Gesang und wunderbarem Orgelspiel von Rosemarie Kraus zogen die fast 50 Jubelkommunikanten in die Burgkunstadter Stadtpfarrkirche Sankt Heinrich und Sankt Kunigunde ein.

Jubelkommunion in Burgkunstadt gefeiert
Vor 60 Jahren gingen diese Mitchristen zum ersten Mal in Burgkunstadt zum Tisch des Herrn. Foto: Roland Dietz

„Es ist schön, dass viele aus nah und fern gekommen sind, um die christliche Gemeinschaft, die für sie mit der Erstkommunion begann, weiter zu führen“, sagte Pater Rufus Witt der den Festgottesdienst zelebrierte. Es sei ein Jubiläum, an dem man Dank sagen kann für alles, was sie seit ihrer ersten heiligen Kommunion erleben durften. Dies erfordere auch eine gewisse Dankbarkeit, die aus dem Herzen kommt und nicht im materiellen Bereich zu suchen sei, wie die Geschichte um den Schriftsteller Rainer Maria Rilke zeige.

Dem Herzen schenken, nicht der Hand

Er ging in seiner Zeit in Paris regelmäßig über einen Platz, an dem eine Bettlerin saß, so Pater Rufus. Seine Begleiterin gab ihr oft ein Geldstück.

Jubelkommunion in Burgkunstadt gefeiert
Vor 50 Jahren feierten sie das fest ihrer Erstkommunion. Foto: Roland Dietz

Eines Tages fragte die Begleiterin verwundert, warum er ihr nichts gebe. Rilke antwortete: „Wir müssen ihrem Herzen schenken, nicht ihrer Hand.“ Wenige Tage später brachte Rilke eine eben aufgeblühte weiße Rose mit, legte sie in die Hand der Bettlerin. Die Bettlerin blickte auf, sah den Geber, erhob sich mühsam von der Erde, tastete nach der Hand des fremden Mannes, küsste sie und ging mit der Rose davon. Eine Woche lang war die Bettlerin verschwunden.

Danach war sie wieder an der gewohnten Stelle. Sie war stumm wie damals, wiederum nur wieder ihre Bedürftigkeit zeigend durch die

ausgestreckte Hand. „Aber wovon hat sie denn in all den Tagen gelebt?“, fragte die Begleiterin Rilkes. Dieser antwortete: „Von der Rose.“ Dieses Beispiels zeige, dass oft Zeichen und Gesten wichtiger sind, um andere Freude zu machen, erklärte Pater Rufus.

Jubelkommunion in Burgkunstadt gefeiert
Vor 25 Jahren begingen sie ihre Erstkommunionfeier. Foto: Roland Dietz

Auch die Jubelkommunion mache deutlich, dass sie etwas Tiefes in unserem Herzen darstellt. Doch dies könne man nur mit den Augen des Herzens wahrnehmen. So entstehe ein Gottvertrauen, das Kraftquelle für ein christliches Leben sei. Mit der Erneuerung des Taufversprechens wurde bestätigt das Jesus niemanden in seinem festen Glauben ausschließt.

In den Fürbitten wurde für das schöpfen von Lebenskraft für ein weiteres Leben in christlichen Sinne gebetet. Nachdem beeindruckenden Gottesdienst und dem obligatorischen Fototermin tauschten sich die Jubilare in der heimischen Gastronomie aus.

 

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