WEISMAIN

In der Weismainer Zuchtanlage legen die ersten Hühner schon

In der Weismainer Zuchtanlage legen die ersten Hühner schon
Mit Stolz präsentiert der Nachwuchs des Geflügelzuchtvereins Weismain eine ganze Palette der Rassetiere, wovon einige bald als „neue Mieter“ in der Gemeinschaftszuchtanlage Einzug halten. Foto: Dieter Radziej

Eine wichtige Etappe hat der Geflügelzuchtverein Weismain erreicht. Die ersten Rassetiere haben die neue Zuchtanlage des Vereins bezogen. Ermöglicht haben das die Mitglieder durch umfangreiche Planungen, Vorarbeitungen und Eigenleistungen.

Das Ereignis erfüllt alle im Verein mit dem Vorsitzenden Hans Schramm und seinem Stellvertreter Vinzenz Dorsch an der Spitze mit Stolz, denn mit der großen Zuchtanlage in der Nachbarschaft des Tennisclubs und des Trainingsgeländes des SCW Obermain fügt sich die dritte Gemeinschaftseinrichtung wie ein Mosaikstein in das Weismainer Freizeitgelände ein. Viele Züchter hatten sich in den vergangenen Wochen schon umgesehen, die Volieren waren fast alle fertig geworden, mit Netzen überspannt und gesichert, sodass die ersten Hühner Einzug halten konnten. Die prächtigen Rassetiere bewunderten zahlreiche Einwohner und Urlaubsgäste, die die Anlage an diesem Tag erstmals zu Gesicht bekamen.

Kinder- und Jugendgruppe präsentiert stolz ihre Tiere

In der Weismainer Zuchtanlage legen die ersten Hühner schon
Entsprechender Auslauf und viel Grün: Da fühlen sich die ersten Hühner schon recht wohl. Foto: Dieter Radziej

Als die Mitglieder am vergangenen Freitag erstmals einen Blick in die Vereinsvolieren werfen durften, allen voran die Kinder- und Jugendgruppe, waren alle voll des Stolzes. Die ersten Hühner der Rassen Brakel, Rhodeländer und Lakenfelder gackerten und scharrten gleich kräftig. Sie schienen sich alle recht wohl zu fühlen, war der Eindruck den Mitglieder.

Dabei wurde auch deutlich, mit wie viel Hingabe und Liebe zu den Tieren die Rassegeflügelzucht verbunden ist. Es ist ein Hobby, das viel Umweltbewusstsein und Naturverständnis erfordert. Dies wird besonders bei einem Blick auf das Gelände deutlich, das von einem Grungürtel umgeben ist. In den kleinen Tauben- und Hühnerhäuschen gab es eine weitere Überraschung, denn die Hühner scheinen sich schon so gut eingewöhnt zu haben, dass sie in ihrem neuen Zuhause bereits mit dem Legen begonnen hatten.

Nachdem die jungen Züchter den Einzug des Rassegeflügels hautnah erlebt hatten, dufte jeder der Mädchen und Jungen seine Tauben und Hühner sowie einen prächtigen Hasen präsentieren. Bald werden sie wohl ebenfalls ein lebendiger Bestandteil der Zuchtanlage sein. Die Anlage wird demnächst der Öffentlichkeit vorgestellt, wie Vorsitzender Hans Schramm ankündigt. Vielleicht gelingt es bis dahin, eine weitere Freizeiteinrichtung in die gesamte Zuchtanlagen mit einzubeziehen, denn die Verantwortlichen planen außerdem einen Kinderspielplatz.

Züchter leiden unter Absage der Schauen

In der Weismainer Zuchtanlage legen die ersten Hühner schon
Tatsächlich haben die Hühner in ihren neuen Stallungen bereits mit der Legetätigkeit begonnen. Foto: Dieter Radziej

Ein besonderes Anliegen im Verein sind die Jugendarbeit und die engagierte Zucht entsprechend den Rassemerkmalen von Tauben, Zwerghühnern, Hühnern, des Groß- und Wassergeflügels. Die ganze Schönheit der unterschiedlichsten Rassen und Farben erschließt sich allerdings erst, wenn sie bei einer großen Ausstellung einer breiten Öffentlichkeit präsentieren werden. Und dies ist das Dilemma der Rassegeflügelzüchter angesichts der Corona-Pandemie: Es finden kaum Ausstellungen, Lokalschauen und Taubenmärkte statt. Wegen der Seuche blieb dem Geflügelzuchtverein Weismain keine andere Wahl, als auch seine allseits beliebte Obermain-Jura-Schau, die zusammen mit den Nachbarvereinen Burgkunstadt und Altenkunstadt alljährlich ausgerichtet wird, abzusagen. Die einzige Hoffnung der Züchter ist nun die Bundesschau in Leipzig, die nach dem jetzigen Stand stattfinden kann.

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