ALTENKUNSTADT

Heimat und Verbundenheit in der Feuerwehr Altenkunstadt

Heimat und Verbundenheit in der Feuerwehr Altenkunstadt
An der Feierstunde nahmen die Mitglieder des Verwaltungsrates und des Festausschusses der Freiwilligen Feuerwehr Altenkunstadt teil. Foto: Dieter Radziej

Für die Freiwillige Feuerwehr Altenkunstadt hätte 2021 ein besonderes Jahr werden können, denn die hilfsbereite Gemeinschaft besteht seit 150 Jahren. Die Verantwortlichen der Wehr entschieden deshalb, dieses herausragende Ereignis in einem würdigen Rahmen zu feiern. Allerdings erging es den Feuerwehrleuten wie unzähligen anderen Vereinen, denn Corona warf alle Hoffnungen und Planungen über den Haufen.

Trotzdem nutzten die Mitglieder des Verwaltungsrates und des Festausschusses das Jubiläum, um innezuhalten und sich dieser markanten Etappe und vor allem der verstorbenen Mitglieder zu erinnern, die die Freiwillige Feuerwehr in dieser langen Zeit mit Leben erfüllt hatten. Deshalb kamen die Aktiven am vergangenen Samstag am Kriegerdenkmal vor der katholischen Pfarrkirche zu einer Kranzniederlegung zusammen.

„Der Begriff Heimat hat einen neuen Stellenwert erhalten, denn vielfach wirde sie als eine Art Leuchtturm in der Brandung oder ein Hafen der Geborgenheit empfunden.“
Andreas Will, Feuerwehr-Vorsitzender
Heimat und Verbundenheit in der Feuerwehr Altenkunstadt
Aufgrund der Pandemie gab es keine Festveranstaltung. Dennoch gedachte die Freiwillige Feuerwehr von Altenkunstadt ihrer... Foto: Dieter Radziej

„Wir wollen nicht nur aller Verstorbenen gedenken, sondern auch der Opfer beider Weltkriege und der Gewaltherrschaft“, sagte Vorsitzender Andreas Will. Diese Schicksalsschläge brachten viel Leid über die Angehörigen. Der Begriff Heimat habe einen neuen Stellenwert erhalten, denn vielfach werde sie als eine Art Leuchtturm in der Brandung oder ein Hafen der Geborgenheit empfunden, in der sich Zufriedenheit, Freundschaften und Vertrauen begründen. Diese Tradition und Brauchtumspflege lasse sich auch bei der Freiwillige Feuerwehr Altenkunstadt erleben.

Verbunden in der Bereitschaft, zum Schutz anderer einzutreten

„Ein 1871 gegründete Feuerwehrverein kann nicht mehr so aufgestellt sind wie früher, denn die Aufgaben und Einsätze sowie die Anforderungen an eine modern ausgestattete Rettungsorganisation haben sich gewandelt“, gab der Vorsitzende zu bedenken. Dennoch zeigten die vielen Übungen, Einsätze und kameradschaftlichen Veranstaltungen den Mitgliedern, dass sie sich in dieser Gemeinschaft, als einem Eckpfeiler des gesellschaftlichen Lebens auch heute noch wohlfühlen und ein wenig Heimat erleben könnten.

Als ein Zeichen der Verbundenheit widmeten Vorsitzender Andreas Will und Festausschussvorsitzender Ottmar Jahn allen Verstorbenen am Ehrenmal im Namen der Feuerwehr einen Blumenschale. Will erinnerte stellvertretend an das Ableben des Ehrenvorsitzenden Helmut Müller, des Ehrenmitgliedes Reinwald Kunzelmann und der früheren Ehrendame Andrea Fiedler. Dazu intonierten drei Bläser der Altenkunstadter Musikanten das Musikstück vom „Guten Kameraden.“

 

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