BURGKUNSTADT

Gedenkfeier zum Volkstrauertag in Burgkunstadt

Gedenkfeier zum Volkstrauertag in Burgkunstadt
Bürgermeisterin Christine Frieß bei ihrer Ansprach zum Volkstrauertag in Kirchlein. Foto: Roland Dietz

„Die fünf größten Feinde des Friedens sind Habgier, Ehrgeiz, Neid, Wut und Stolz“, zitierte Bürgermeisterin Christine Frieß den italienischen Gelehrten Francesco Petrarca zu Beginn der Feierstunde zum Volkstrauertag am Ehrenmal im Burgkunstadter Friedhof. Zahlreiche Vereine, Fahnenabordnungen und die vielen Fackelträger waren unter Trommelwirbel zum höchsten Teil des Friedhofs marschiert, um den Opfern von Kriegsterror und Gewalt zu gedenken. In Kirchlein fand die Gedenkfeier am Kriegerehrenmal statt.

„Tun wir genug, um Terror und Krieg zu vermeiden?“
Christine Frieß, Bürgermeisterin

Der Tag soll an die schlimmsten Zeiten deutscher Geschichte, die beiden schrecklichen Weltkriege, erinnern, sagte die Bürgermeisterin. Man gedenke der gefallenen Soldaten auf allen Seiten, der Flüchtlinge, der Gefangenen, ethnischer Minderheiten und der Widerstandskämpfer gegen die Diktatur. „Dies liegt schon lange zurück, dennoch sind gerade in der jetzigen Zeit wieder die Spuren von damals spürbar“, sagte Christine Frieß. Die Trauer an diesem Tag führe zusammen, um die Opfer vor dem Vergessen zu bewahren.

Doch am Volkstrauertag sollte sich jeder fragen: „Tun wir genug, um Terror und Krieg zu vermeiden?“ Es sei anerkennenswert, dass die Aussöhnung in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg die längste Friedensepoche gebracht hat. „Und dennoch kämpfen Menschen heute wieder in einem Europa, das eigentlich friedlich erschien, gegen Verfolgung und für ihre Freiheit“, so Christine Frieß.

Neid und Missgunst aus niedrigen Beweggründen seien auch im örtlichen Bereich festzustellen. „Die Geschichte sollte uns aber zeigen, dass Frieden und Demokratie keine Selbstverständlichkeit sind“, appellierte die Bürgermeisterin. Deshalb sei es wichtig, den Volkstrauertag nicht zu vergessen, um Menschen dafür zu sensibilisieren.

Gedenkfeier zum Volkstrauertag in Burgkunstadt
Mit Fackeln zogen die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Burgkunstadt zur Gedenkfeier zum Volkstrauertag. Foto: Roland Dietz

Neid und Missgunst auch im örtlichen Bereich feststellbar

Pfarrer Heinz Geyer unterstrich das mit den Seligpreisungen der Bergpredigt. Seinen Fürbitten um Frieden überall auf der Welt schlossen sich auch Pater Josef Gibus und Diakon Rainer Daum an.

Zum Gedenken an alle Opfer von Gewalt und Unrecht legte Christine Frieß mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Burgkunstadt einen Kranz nieder. Der Musikverein unter der Leitung von Stefan Gahn hatte die Gedenkfeier musikalisch ausgestaltet. Auch in den Stadtteilen Ebneth/Hainweiher, Weidnitz, Mainroth, Kirchlein und Gärtenroth wurde an das Schicksal der Gefallenen und Vermissten erinnert. Die Bürgermeisterin dankte allen Organisationen, Vereinen und Fahnenabordnungen, die die Gedenkfeiern mit organisiert und durchgeführt haben, sowie den Teilnehmern.

 

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