GÄRTENROTH

Gärtenroth hat wieder eine eigene Pfarrerin

Gärtenroth hat wieder eine eigene Pfarrerin
Amtseinführung für die neue Gärtenrother Pfarrerin Marie-Luise Matt-Fröhlich. Ihr gratulierten Pfarrer Siegfried Welsch (li.) und Diakon Holger Goller (re.) Foto: Tobias Weich

Nach einigen Jahren verschiedener Vertretungen hat die Kirchengemeinde Gärtenroth wieder eine eigene Pfarrstelle. Die neue Pfarrerin Marie-Luise Matt-Fröhlich, die vertretungsweise die Gemeinde Kirchleus mitbetreuen wird, wurde am vergangenen Sonntag mit einem Einführungsgottesdienst willkommen geheißen. Dazu hatten sich auch zahlreiche Gäste aus Politik und Kirche eingefunden. Ein Wermutstropfen ist allerdings, dass die Pfarrstelle voraussichtlich nur bis 2024 besetzt bleibt.

Die Pfarrerin wohnt ins Harsdorf, will aber oft nach Gärtenroth kommen

Obwohl Marie-Luise Matt-Fröhlich weiterhin in Harsdorf wohnen wird, will sie dennoch ein ständiger Ansprechpartner für die Gemeindemitglieder sein und versuchen, möglichst oft in Gärtenroth anwesend zu sein. Über ihre Erreichbarkeit wird voraussichtlich im nächsten Kirchenanzeiger informiert.

Drei Geistliche zelebrierten den Gottesdienst zur Amtseinführung. Diakon Holger Goller, der die Vertretungsvakanz für Gärtenroth innehatte, eröffnete die Feier. Pfarrer Siegfried Welsch, der zuletzt die Gemeinde Gärtenroth betreut hatte, schilderte den Lebenslauf von Marie-Luise Matt-Fröhlich. Nach ihrem Studium der Theologie war sie während der praktischen Ausbildung in Ingolstadt tätig. Den Vorbereitungsdienst auf die Pfarrstelle leistete sie in der Petrikirche in Kulmbach. Anschließend übernahm sie eine Pfarrstelle in Harsdorf, bevor sie nach Gärtenroth wechselte.

Nach der Vorstellung wurde die neue Pfarrerin feierlich gesegnet. In ihrer ersten Predigt sprach sie von der Liebe Gottes zu den Menschen und dem großen „göttlichen Aber.“ Die Welt sei oft unschön und voller Angst, Trauer und Verzweiflung. „Aber Gott ist für uns da und schenkt uns Mut, Glaube und Hoffnung, er schützt uns mit dem göttlichen Aber, wenn wir nur auf ihn vertrauen“, sagte Marie-Luise Matt-Fröhlich. Diese Veränderung beginne in jedem selbst und zwar im eigenen Herzen.

Gärtenroth hat wieder eine eigene Pfarrerin
Birgit Schmiegel beendete im Frühjahr ihren langjährigen Dienst als Pfarramtssekretärin und übergab das Amt an Ihre Toch... Foto: Tobias Weich

Ortssprecher Bernd Weich hieß die Pfarrerin im Namen der Stadt und der Gärtenrother Vereine willkommen. Er freue sich, dass wieder eine Pfarrerin Gärtenroth betreue und hoffe auf eine gute Zusammenarbeit. Matt-Fröhlich werde die letzte Pfarrerin in der über 900-jährigen Geschichte der Gärtenrother Kirche sein, in der zahlreiche Generationen getauft, konfirmiert sowie beerdigt wurden.

„Die Welt ist oft unschön und voller Angst, Trauer und Verzweiflung. Aber Gott ist für uns da und schenkt uns Mut, Glaube und Hoffnung.“
Marie-Luise Matt-Fröhlich, Pfarrerin

„Aber leider macht die Wirtschaftlichkeit auch vor der Kirche nicht halt“, bedauerte Weich. Birgit Schmiegel vom Kirchenvorstand äußerte die Hoffnung auf eine gute Zusammenarbeit, Dritter Bürgermeister Dieter Pöhlmann aus Mainleus betonte, dass es in der Kirche keine politischen Grenzen gebe und die Kirchengemeinde Gärtenroth auf einige Personen aus dem Landkreis Kulmbach und der Marktgemeinde Mainleus zählen könne. Zum Abschluss gab der Chor noch zwei Lieder zum besten.

Nach dem Gottesdienst hatte alle Besucher die Möglichkeit zum Gespräch mit der Pfarrerin bei einem gemütlichen Beisammensein vor der Kirche.

 

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