BURGKUNSTADT

Für Barrierefreiheit und Gesundheit

Kreisbaumeister Stefan Weisser zeigt eine der neuen raumlutfttechnischen Anlagen, mit denen Klassenzimmer der Realschule Burgkunstadt ausgestattet worden sind. Foto: Steffen Huber

Der Landkreis wird in den kommenden Jahren sehr viel Geld in die Sanierung und den Ausbau seiner Schulen stecken. Dies betont Landrat Christian Meißner bei zahlreichen Sitzungen von Kreistag- und -ausschuss oder bei Besuchen in den weiterführenden Schulen in Burgkunstadt, Lichtenfels und Bad Staffelstein.

Im Rahmen der Sanierung der Burgkunstadter Realschule wurde ein weiterer Aufzug gebaut, der vom Parkdeck bis ins oberste... Foto: Steffen Huber

Gläserner Aufzug seit November in Betrieb

Im Schulzentrum Burgkunstadt mit Gymnasium und Realschule wurden bereits im vergangenen Jahr zahlreiche Vorhaben in Angriff genommen. Schon seit November ist eine gläserner Aufzug in Betrieb. Dieser transportiert in ihrer Mobilität eingeschränkte Schülerinnen und Schüler von der Aula in die oberen Stockwerke zu den EDV-Räumen oder die Musik- und Physiksäle. „Wir haben uns aus gestalterischen Gründen extra für einen gläsernen Aufzug entschieden“, erläutert Kreisbaumeister Stefan Weisser, ansonsten hätte ein Fahrstuhlschacht aus Beton oder Stahl mitten in der Aula gestanden. Die Kosten für diesen zwischen Juli und November gebauten Lift liegen bei etwa 220 000 Euro, davon sind 125 000 Euro Förderung vom Freistaat.

Aufgrund der Corona-Pandemie rüstet der Landkreis seine Schulen mit Lüftungsanlagen aus. In der Realschule werden laut Weisser 90 Prozent der Bereiche und Räume, in denen eine Lüftung sinnvoll ist, mit stationären, dezentralen raumlufttechnischen Anlagen (RLT-Anlagen) versehen, in den übrigen zehn Prozent werden mobile Geräte eingesetzt. RLT-Anlagen werden im Übrigen auch im Gymnasium Burgkunstadt, dem Meranier-Gymnasium in Lichtenfels und der Realschule in Bad Staffelstein den geeigneten Klassenräumen eingebaut. Fördermittel für deren Einbau sind vom Bund bewilligt worden, bestätigt das Landratsamt. Geschätzt liegen die Gesamtkosten bei etwa 1,476 Millionen Euro, davon sind zirka 1,16 Millionen Euro Zuschüsse.

Im November wurde der Aufzug in der Aula der Realschule Burgkunstadt fertiggestellt. Er ist ein großer Schritt in Richtu... Foto: Steffen Huber

Interaktive Großbildschirme für zeitgemäßen Unterricht

Weiteres Geld wurde in die Realschule Burgkunstadt für einen weiteren Aufzug gesteckt, der einen barrierefreien Zugang vom Parkdeck in die oberen Räume ermöglicht. Ferner stattet der Landkreis jeweils fünf Klassenzimmer in Gymnasium und Realschule mit in Schultafeln integrierten interaktiven Großbildschirmen aus.

Kreisbaumeister Stefan Weisser und Schulleiterin Monika Geiger vor dem neuen, gläsernen Aufzug, der von der Aula der Rea... Foto: Steffen Huber

Und schließlich sollen bei beiden weiterführenden Schulen in Burgkunstadt die Dächer und die Außenfassaden in Modulbauweise generalsaniert werden. Hier werden aktuell die Kosten ermittelt, Fördermittel wird es aber keine geben. Wie das Landratsamt mitteilt, ist wegen dieser Erneuerung die Zustimmung des Kreisausschusses notwendig. Sollte dieser grünes Licht geben, kann noch in diesem Jahr mit den Arbeiten begonnen werden.

Erweiterungsbau soll ab 2026 entstehen

Wie im Kreisausschuss im vergangenen Oktober im Übrigen bekanntgegeben worden ist, soll das Schulzentrum Burgkunstadt für sechs Millionen Euro einen Erweiterungsbau erhalten, der zwischen 2026 und 2028 entstehen soll. Ab 2028 steht des Weiteren die Generalsanierung des Gymnasiums auf dem Programm, diese soll bis 2031 dauern.

An der Realschule und am Gymnasium Burgkunstadt will der Landkreis die Außenfassaden und Dächer der bestehenden Gebäude ... Foto: Steffen Huber

Der Landkreis wird für die Schulen, für die er zuständig ist – neben den Gymnasien und den Realschulen ist das noch die Berufsschule – ab dem Jahr 2023 durchschnittlich acht Millionen Euro pro Jahr investieren, so das Landratsamt. „Neben diesen größeren Maßnahmen wird selbstverständlich auch der normale Bauunterhalt geleistet. Dieser beläuft sich für alle Schulen zusammen geschätzt auf zirka 450 000 Euro im Jahr 2022“, so der Pressesprecher des Landratsamtes, Andreas Grosch.

 

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