BURGKUNSTADT

Fünf Burgkunstadter Gymnasiastinnen in Valencia

Fünf Burgkunstadter Gymnasiastinnen in Valencia
Die Schüler beim Essen einer Paella valenciana. Foto: Christian Voll

Am Gymnasium erwachen die brachliegenden Austauschprogramme wieder zum Leben. Endlich konnten auch die ersten Teilnehmer des Erasmus+-Projektes „Mi lugar en el mundo“ (siehe Infokasten) ihre lang geplante Reise nach Valencia antreten.

„Dieses Kennenlernen entwickelte sich zu einer besonderen Freundschaft und einer unbeschreiblichen Woche, die ich nie vergessen werde.“
Nele Stark, Teilnehmerin

Voller Erwartung stiegen die fünf Schülerinnen Maren Kohmann, Nina Partheymüller, Letizia Reuther, Nele Stark und Celina Schnapp mit ihren Begleiterinnen, den Lehrkräften Petra Ringelmann-Blank und Jutta Vogel, ins Flugzeug.

Lautstark und mehr als herzlich wurden die Schülerinnen im Instituto IES Baleares mit Flaggen der fünf Teilnehmerländer Spanien, Italien, Rumänien, Norwegen und Deutschland empfangen. So erlebten sie gleich die Unterschiede in Mentalität und Temperament. Von der ausgelassenen Stimmung ließen sich alle anstecken – vor allem abends, wenn die insgesamt 20 angereisten Schüler und Schülerinnen mit ihren Austauschpartnern und deren Freundinnen und Freunden die Stadt erkundeten.

Beeindruckende Sehenswürdigkeiten und andere Essgewohnheiten

Und Valencia hat viel zu bieten! Angefangen von Straßenzügen mit reich verzierten Häusern im Jugendstil über die Kathedrale von Valencia und die zauberhafte Markthalle Mercat Central bis zur beeindruckenden „Ciutat de les Arts i les Ciencies“, die Stadt der Künste und der Wissenschaften, ein kultureller und architektonischer Höhepunkt der Reise. Am berühmtesten ist aber sicher das Oceanografic, mit 110.000 Quadratmetern das größte Aquarium Europas.

In den Gastfamilien lernten die Teilnehmenden völlig neue Essgewohnheiten kennen und probierten natürlich die berühmte „Paella valenciana“ sowie viele, viele Tapas. Ungewohnt waren auch die Essenszeiten, denn die Spanier essen nicht vor 21.30 Uhr, eher noch später.

Das Thema dieser ersten Reise: emotionale Intelligenz

Fünf Burgkunstadter Gymnasiastinnen in Valencia
Die deutschen Schülerinnen im Vordergrund beim Empfang im IES Baleares. Foto: Christian Voll

Das Thema der ersten Reise lautete emotionale Intelligenz. Unter anderem absolvierten die Schülerinnen zwei inhaltlich wie emotional intensive Workshops, bei denen sie sich selbst und ihre Gefühle besser kennenlernen sollten. Außerdem beschäftigten sie sich mit dem Film „Good Will Hunting“ in spanischer Sprache und wohnten stundenweise dem Unterricht am „Instituto IES Baleares“ bei.

Ein wichtiger Bestandteil des Erasmus+ Projekts „Mi lugar en el mundo“ stellt das „Spiel ohne Grenzen“ dar. Dieses beinhaltet fünf verschiedene, jeweils einem Partnerland zugeordnete Spiele, die allesamt ausprobiert wurden. Das deutsche Spiel nennt sich „Walküre“ und besteht aus Hindernislauf und Bogenschießen. Während der nächsten Reisen werden diese Spiele trainiert. Am Ende des Projektes in Neapel kommt es zum großen finalen Wettkampf zwischen den Schülern und Schülerinnen der verschiedenen Länder. Der Abschied nach sechs erlebnisreichen Tagen war sehr emotional. Als Fazit meinte Nele Stark:„Diese Woche brachte neue Begegnungen zwischen zunächst komplett unterschiedlichen Lebensstilen, doch dieses Kennenlernen entwickelte sich zu einer besonderen Freundschaft und einer unbeschreiblichen Woche, die ich nie vergessen werde.“

Die beiden Lehrerinnen sind sich einig, dass sich der Einsatz und der Aufwand für dieses Projekt lohnt: Wenn man erlebt, wie Jugendliche aus fünf verschiedenen Ländern problemlos miteinander kommunizieren, arbeiten und Spaß haben, blicke man hoffnungsvoll in die Zukunft eines geeinten Europas. Ein Ziel, das man besonders in diesen schweren Zeiten nicht aus den Augen verlieren dürfe. Mit Spannung sehen nun Petra Ringelmann-Blank und Jutta Vogel sowie ihre Schützlinge dem September entgegen, wenn das Gymnasium Burgkunstadt Gastgeber für vier Nationen sein wird.

Erasmus+-Projekt

Fünf Burgkunstadter Gymnasiastinnen in Valencia
Schüler aus fünf Nationen in den Banos del Almirante. Foto: Christian Voll

Das Erasmus+-Projekt „Mi lugar en el mundo“ wird von der EU gefördert und umfasst einen Austausch unter insgesamt 100 Schülerinnen und Schülern (jeweils 20 aus jedem Land). Teilnehmerländer sind Spanien (Valencia), Italien (Neapel), Rumänien (Timisoara), Norwegen (Stavanger) und Deutschland (Burgkunstadt). Die Projektsprache ist Spanisch.

Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, den Jugendlichen kulturelle Werte und Weltoffenheit näher zu bringen. Sie sollen verstehen, wer sie sind, welche ihre Talente und Träume sind und wie sie ihren Platz in der Gesellschaft finden, um aktive Bürger Europas zu werden und ein Europa im Wandel zu bereichern. Jedes Land bearbeitet ein eigenes Thema in diesem Rahmen und jeweils fünf Schülerinnen und Schüler aus den jeweiligen Partnerländern reisen in ein Partnerland, wo sie bei Gastfamilien untergebracht sind.

Wegen der Pandemie verschoben sich die Reisen um eineinhalb Jahre, weshalb das Projekt um ein Jahr bis 2023 verlängert wurde. Die Schüler lernten sich daher schon im Vorfeld online kennen und erstellten zusammen Arbeiten, die per Videokonferenzen präsentiert wurden.

 

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