BURGKUNSTADT

Friedrich-Baur-Grundschule: Ein Corona-Test ist kinderleicht

Friedrich-Baur-Grundschule: Ein Corona-Test ist kinderleicht
Wie ein Corona-Schnelltest ablaufen soll, übte Luis an der von der Dlrg mitgebrachten Gesichtsmaske. Foto: Roland Dietz

Auch die Grundschüler in Burgkunstadt müssen regelmäßig Corona-Schnelltests absolvieren. Dass das Testen für die Schuler der FriedrichBaur-Grundschule kinderleicht ist, hat die Dlrg Burgkunstadt gesorgt. Wie einfach ein solcher Test funktioniert, zeigten der technische Leiter Thomas Schneider und Jürgen Blenk den Kindern am Dienstag.

Nur für 25 Minuten wurde der Präsenzunterricht der Klasse 4 durch diese Prozedur gestört. Klassenleiterin Michaela Fischer bat ihre Schützlinge, genau aufzupassen, da die nächste Testung zwei Tage später ohne die DLRG-Helfer stattfinden wird.

Luis stellt fest, dass es nur ein bisschen in der Nase kitzelt

Mit einer Gesichtsmaske und Wattestäbchen durften die Kinder zunächst eine kleine spielerische Übung für den richtigen Test machen. Zunächst teilten die beiden Helfer von der Dlrg die benötigten Bestandteile wie Flüssigkeitsröhrchen und Teststäbchen aus. Sie wurden vorbereitend ausgepackt.

Friedrich-Baur-Grundschule: Ein Corona-Test ist kinderleicht
„Es kitzelt nur ein bisschen“, stellte Luis fest, als er sich das Teststäbchen in die Nase schob. Foto: Roland Dietz

Dann lernten die Kinder, wie sie das Teststäbchen zwei Zentimeter tief in die Nase schieben und etwas hin und her drehen müssen, um einen Abstrich zu machen. Dafür durften sie auch den Mund-Nase-Schutz absetzen. „Das ist zwar ein bisschen kitzelig, aber tut gar nicht wehr“, waren sich Luis und Sebastian nach der Prozedur einig. Für sie ist der Test kein Problem, diene er doch nicht nur ihrem eigenen Schutz, sondern auch dem ihrer Klassenkameraden ebenso wie der Lehrer und ihrer Familien.

Anschließend steckte jeder Schüler sein Teststäbchen in das inzwischen geöffnete Flüssigkeitsröhrchen. Von der Flüssigkeit wurden fünf Tropfen auf die kleine Testkassette gegeben und diese auf einen Tisch mit dem jeweiligen Namensschild gegeben. Nach weiteren 15 Minuten stand das Ergebnis fest: „Alle negativ.“

Rektorin Susi Krauß dankte Thomas Schneider und Jürgen Blenk von der Dlrg, die immer für die Schule da seien. Die kleine Klara überreichte ihnen unter dem Beifall der Klassenkameraden zum Dank eine kleine Nascherei.

„Mit den negativen Tests der Kinder wird uns Lehrern, den Eltern und den Kindern selbst ein Stück Sicherheit gegeben und Ängste genommen, sich nicht mit dem Virus zu infizieren.“
Michaela Fischer, Klassenleiterin

„Selbstverständlich ist die Situation im Moment anders“ erklärte Klassenleiterin Michaela Fischer, die inzwischen das Klassenzimmer gelüftet hatte. „Dennoch wird mit den negativen Tests der Kinder uns Lehrern, den Eltern und den Kindern selbst ein Stück Sicherheit gegeben und Ängste genommen, sich nicht mit dem Virus zu infizieren“, sagt sie. Sichtlich erleichtert hatte sie das erfreuliche Ergebnis der Tests verfolgt.

„Die Kinder sind gut dabei und sehen die Wichtigkeit ein“, betonte die Lehrerin. Während der überlangen Osterferien hätten sie ihre Schule schon vermisst, sagten die Schüler auf Nachfrage. Jetzt freuen sie sich, ihre Klassenkameraden wieder täglich zu sehen. „Grundsätzlich ist Präsenzuntericht der nun auch durch Testen gesichert ist, immer besser, als wenn die Kinder zu Hause – egal in welcher Form – unterrichtet werden müssen“, weiß die Pädagogin.

Friedrich-Baur-Grundschule: Ein Corona-Test ist kinderleicht
Thomas Schneider von der Dlrg erläuterte, was beim Coronatest beachtet werden muss. Foto: Roland Dietz

„Wir sind über die unkomplizierte Unterstützung der Dlrg sehr, sehr dankbar“, betonte Rektorin Susi Krauß. „Die Testung zu gestalten, brachte schon wieder, wie so oft während der Pandemie, eine gewisse Aufregung mit sich“ erzählte sie. Es sei aber schnell klargeworden, dass es durch die Testung ein gutes Gefühl ist, in einer Covid-freien Klasse zu sitzen.

Präsenzunterricht nutzt den Kindern und entlastet die Eltern

„Es ist auch sehr positiv, dass in der Friedrich-Baur-Grundschule alle an einem Strang ziehen, um Präsenzunterricht halten zu können und somit etwas Normalität zu erreichen.“ Das unterstützten auch die Eltern, die dadurch etwas entlastet werden. Vieles habe in den vergangenen Monaten auch für Kritik gesorgt und gewisse Vorgaben hätten den Eltern erläutert werden müssen, doch in einem Klima des gegenseitigen Respekts sei es gelungen, alles aufzuarbeiten. So sei es nie zu Diskussionen oder Aussagen gekommen, die unter die Gürtellinie gingen. Die Überlegungen, wie oft oder wann getestet werden sollte, seien sehr komplex und manchmal schwer verständlich gewesen.

Dass die Tests zweimal die Woche erfolgen müssen, sieht die Schulleiterin eher gelassen: „Wir sind bis weit in den Mai hinein mit Testmaterial ausgestattet und für die Kinder wird das alles so schnell zum Alltag gehören. Da wir in Deutschland mit Impfungen nicht so schnell durch sein werden, wird uns die Form des Test-Schutzes wohl noch einige Monate begleiten.“

Die Rektorin bittet alle Schüler und Eltern, auch außerhalb der Schule die Kontaktbeschränkungen einzuhalten und Schutzmasken zu tragen, damit bald wieder mehr Normalität einkehren könne. „Die Friedrich Baur Grundschule ist dafür bestens gerüstet“, lautet das Fazit der ersten Testtage.

 

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