MODSCHIEDEL

Freie Fahrt auf der Ortsumgehung Modschiedel

Freie Fahrt auf der Ortsumgehung Modschiedel
Für mehr Verkehrssicherheit soll die Ortsumgehung von Modschiedel sorgen, die ab diesem Montag befahren werden kann. Über den Fortschritt der Arbeiten informierten sich (v. re.) Landrat Christian Meißner und die Abteilungsleiterin Soziales, Jugend und Familie, Straßenverkehr, Ti... Foto: red

Nach der langen Abstimmungs- und Planungsphase ging es schnell: Nach etwas mehr als einem Jahr Bauzeit kann die Ortsumgehung Modschiedel auf der Hauptstrecke für den Verkehr freigegeben werden, teilt das Landratsamt mit. „Wie geplant, werden am Montag, 14. Juni, die Absperrungen für die neue Umgehung von Modschiedel beseitigt, die neue Straße ist dann befahrbar“, kündigt Landrat Christian Meißner an. „Mit der Ortsumgehung wird ein erster Schritt zur Verbesserung der Anbindung des ländlichen Raumes gemacht“, betonte der Landrat, als er sich am Freitag auf der Baustelle informierte.

Der Neubau der Kreisstraße Lif 12 mit der Ortsumfahrung Modschiedel ist ein Projekt des Landkreises Lichtenfels. Koordiniert wird es vom Kreisbauhof. Finanziert wird die Umgehung vom Landkreis Lichtenfels, der dafür Zuwendungen vom Freistaat Bayern und von der Regierung von Oberfranken erhält.

Gute Nachrichten erhielt der Landkreis bereits im vergangenen Jahr zur Finanzierung: Laut Verkehrsministerin Kerstin Schreyer unterstützt der Freistaat den Landkreis beim Bau der Ortsumgehung Modschiedel mit der maximalen Fördersumme nach dem bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz mit 2,9 Millionen Euro. Die Gesamtkosten der Ortsumgehung Modschiedel mit dem Umbau der Staatstraßeneinmündung liegen bei mehr als 5,7 Millionen Euro.

„Die Fördergelder sind zur Verbesserung der Verkehrssicherheit gut angelegt“, sagt Christian Meißner. „Mit der Umgehung wird der überregionale Verkehr sicher an Modschiedel vorbeigeleitet, sodass die Schadstoffbelastung im Ort zurückgehen wird. Das ist eine Entlastung für die Bürgerinnen und Bürger. Hier holen wir den Verkehr aus der Ortschaft raus und bringen Lebensqualität rein.“

Die Planung erstreckte sich über 20 Jahre

Die Ortsumgehung hat eine Gesamtlänge von rund 1,5 Kilometer, der Umbau des Kreuzungsbereichs mit der Staatstraße 2190 umfasst 600 Meter, wie der Leiter des Kreisbauhofs, Heiko Tremel, ergänzt. Über 20 Jahre Arbeit stecken in der Ortsumfahrung, deren Planungsursprünge bis 1996 zurückreichen.

Der Umbau der Einmündung in die Staatstraße sei ein deutlicher Wunsch der Bürger bei den Ortsversammlungen zur Ortsumgehung gewesen. In Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Bauamt, dem Stadtrat von Weismain und dem Kreistag sei eine verkehrssichere Lösung entstanden, resümiert der Landrat. Durch die Verlegung der Einmündung der Staatstraße wurden die Sichtweiten verbessert. Ein Fahrbahnteiler hilft bei der Orientierung und dient der Verkehrssicherheit. Das Wegekreuz, das an der alten Kreuzung stand, wird noch versetzt.

Lebensräume für Lerchen, Anlage von Hecken und artenreichen Wiesen

Der Bau von Straßen ist immer mit kritischen Stimmen verbunden, weil sich unter anderem Umweltverbände in der Regel andere Lösungen wünschen, weiß Landrat Meißner. „Im Bereich Modschiedel wurden umfangreiche Maßnahmen zum Ausgleich des Landschaftseingriffs geplant und zum Teil bereits umgesetzt“, betont er. Dazu zählen die Neuanlage von Lerchenhabitaten, die Pflanzung von Heckenstrukturen, die Herstellung artenreicher Wiesen und die Aufwertung von bestehenden Strukturen. Die vollständige Umsetzung dieser Verbesserung sei bis Ende des Jahres geplant. Hier seien verschiedene Rahmenbedingungen – wie Pflanz- und Brutzeiten von Vögeln - zu beachten.

„Die Natur ist wichtig und muss bei solchen Maßnahmen bestmöglich berücksichtigt werden, aber auch die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger müssen einen hohen Stellenwert haben. Hier haben wir hoffentlich für beide Seiten eine gute Lösung gefunden“, so Meißner.

Jetzt sollen die Arbeiten in Wunkendorf weitergehen

„Jetzt gilt es, in Wunkendorf die Arbeiten schnellstmöglich aufzunehmen und auch hier die erforderliche Entlastung für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen“, ergänzt der Landrat. Die Ortsumgehung sei ein erster wichtiger Teil des überregionalen Verkehrsnetzes mit den Staatsstraßen 2191 und 2190 und der Autobahnen A 70 Richtung Bayreuth und Bamberg. Nach Realisierung der Ortsumgehung Modschiedel solle nun die Ortsumgehung Wunkendorf vorangetrieben und die Straße am Wohnsiger Berg verbessert werden.

Eine Einweihung mit Segnung soll nach der endgültigen Fertigstellung erfolgen. Landrat Meißner und Kreisbauhofleiter Tremel appellieren: „Aufgrund der neuen Streckenführung bitten wir alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer um besondere Aufmerksamkeit und wünschen ihnen allen eine sichere und unfallfreie Fahrt auf der neuen Straße.“

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