ALTENKUNSTADT

Frauenhilfe Altenkunstadt begeht ihr 60-jähriges Bestehen

Die Gründung der evangelischen Frauenhilfe Altenkunstadt jährt sich heuer zum 60. Mal. Sie ist damit nicht nur die älteste protestantische Gemeinschaft im Ort, von ihr ging auch die Initiative für den Bau der Kreuzbergkirche und des Gemeindezentrums aus. Den „Geburtstag“ wollten die Frauen eigentlich gebührend feiern, doch leider wurde daraus nichts. Aufgrund der Corona-Pandemie entfallen seit mehr als einem Jahr die Veranstaltungen der rührigen Gruppe.

Sobald es die Situation erlaubt, wird das Jubiläum nachgefeiert

„Doch sobald es die Situation erlaubt, werden wir das Jubiläum nachfeiern“, versprach Pfarrerin Bettina Beck bei der Sommerandacht mit Kirchenkaffee, zu der die evangelische Kirchengemeinde die Mitglieder der Frauenhilfe eingeladen hatten. Unter Beachtung der Schutz- und Hygieneregeln hatten Helfer im Altarraum Tische und Bänke aufgestellt.

„Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“ sangen die Besucher, darunter auch einige Männer, zur Einstimmung. In ihrer Predigt machte Pfarrerin Bettina Beck die Gläubigen mit Emilio aus Puerto Rico bekannt. Mit 112 Jahren und 336 Tagen ist er laut Guinnessbuch der Rekorde der älteste Mann der Welt. Aber was hat Emilio gemacht, um dieses biblische Alter zu erreichen? Nach seinem Geheimrezept gefragt, antwortet der alte Mann: „Das Geheimnis meiner Langlebigkeit besteht im Mitgefühl.“ Emilio hat in seinem langen Leben stets auch seinen Mitmenschen Aufmerksamkeit geschenkt und war für sie da. „Wer andere achten kann wie sich selbst und nicht auf Kosten anderer lebt, gibt dem Leben Sinn. Sowohl dem eigenen wie auch dem seiner Mitmenschen“, erklärte die Geistliche. Pfarrerin Beck dankte der evangelischen Frauenhilfe, die für das Kreuzberg-Gemeindezentrum neue Tische und Stühle angeschafft hat: „Wegen Covid-19 hatten wir leider noch keine Gelegenheit, diese auch mal zu benutzen.“

Frauenhilfe schafft Tische und Stühle fürs Kreuzberg-Gemeindezentrum an

Im gemütlichen Teil servierten die stellvertretende Vertrauensfrau des Kirchenvorstands, Waltraud Fischer, und Pfarrsekretärin Sabine Krausche Kaffee und Kuchen. In froher Runde mit unterhaltsamen Plaudereien pflegten die Besucher die Geselligkeit und Gemeinschaft. Gemeinschaft, die sie während der Pandemie so sehr vermisst hatten. Erika Fürst vom Leitungsteam dankte Pfarrerin Bettina Beck, von der die Initiative für dieses Treffen ausging, sowie den Helfern. Wann es mit dem regulären Veranstaltungsprogramm der Frauen weitergehen kann, ist noch ungewiss: „Wir müssen halt schauen, wie es mit Corona weitergeht.“