GEUTENREUTH

Feuerwehr rückt zu sieben Einsätzen aus

Im Bild nach den Neuwahlen die gewählte Vorstandschaft von likns nach rechts sitzend Schriftführerin Martina Weiß, stellvertretender Kommandant Johannes Hühnlein, Kommandant Alexander Hofmann, 1.Vorsitzender Ingo Bäuerlein, 2. Vorsitzende Laura Herold, stehend limks nach rechts K... Foto: Roland Dietz

Vorstandswahlen standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Geutenreuth im Feuerwehr- und Tischtennishaus. Bürgermeister Michael Zapf würdigte die Einsatzbereitschaft der Ortswehr.

Vorsitzender Ingo Bäuerle gedachte des Kameraden Konrad Motschenbacher, der 60 Jahre aktiv gewesen sei und sich nach seiner aktiven Zeit als Feuerwehrmann um den Bau der Gemeinschaftshalle mehr als verdient gemacht habe. „Er war der erste früh auf der Baustelle und der letzte, der sie am Abend verließ“, lobte Bäuerle.

Silvesterrakete setzt einen Dachstuhl in Brand

Zu sieben Einsätzen rückte die Geutenreuther Feuerwehr seit 2020 aus. Die Schwerwiegendsten waren ein Brand wegen einer Rakete, die an Silvester einen Dachstuhl entzündete und bei Überschwemmungen in Geutenreuth sowie ein Folgeeinsatz mit Rückbau der Sandsäcke. Der Wehr gehören 25 Feuerwehrleute an, davon sechs Frauen, wie Kommandant Alexander Hofmann berichtete. Der Altersdurchschnitt beträgt 41 Jahre. Elf Wehrleute haben die Truppmannausbildung/MTA abgelegt, 16 die Funkausbildung, neun sind Maschinisten und drei haben die Gruppenführerausbildung. Von der Jugendwehr ist im vergangenen Jahr Luca Bäuerle aufgerückt und Luis Strömsdörfer ist in die Wehr zurückgekehrt.

13 reguläre Übungen hat die Wehr seit 2020 abgehalten, außerdem eine Erst Hilfe-Auffrischung und eine Gemeinschaftsübung von Erwachsenen und Jugendwehr. Es gab Einweisungen an der TS in Görau und am TSL im Rahmen der Allarmierungseinheit mit der Feuerwehr Görau. „Auch die Online Übungen haben sehr gut geklappt“, lobte der Kommandant. Zwei Wehrleute haben an einem Lehrgang für Atemschutzträger teilgenommen. Es sollen hier mehr Übungen zusammen mit der Wehr in Görau stattfinden. Hofmann gab bekannt, dass die Übungen weiterhin am ersten Sonntag im Monat um 10 Uhr stattfinden. Er bat alle um eine etwas bessere Teilnahme bei offiziellen Anlässen, die Beteiligung an den Übungen sei sehr gut.

Sehr zufrieden zeigte sich Alexander Hofmann in seiner Funktion als Jugendbeauftragter. Zehn Übungen wurden abgehalten. Beim Wissenstest in Weismain waren fast alle Geutenreuther Jugendlichen erfolgreich dabei und haben auch mit der Truppmannausbildung begonnen. Möglich wär eine Teilnahme am Jugendleistungsmarsch. Geplant ist ein Erster-Hilfe-Kurs. Der Kommandant dankte allen Unterstützern, besonders der Stadt Weismain und der Stützpunktfeuerwehr. Dass dort 2. Kommandant Johannes Hühnlein aktiv ist, erleichtere vieles. Das Protokoll verlas Schriftführerin Martina Weiß und den Kassenbericht Finanzverwalter Bernd Motschenbacher.

„Katastrophen kennen keine Uhrzeit und daher auch die dann nötigen Einsätze nicht. Dank der Feuerwehren ist Hilfe für die Bürger im Notfall immer gegeben.“
Michael Zapf, Bürgermeister

Bürgermeister Michael Zapf betonte die Bedeutung der Ortswehren. „Schon wegen der Ortskenntnis sind sie im Ernstfall ganz wichtig“, unterstrich er. Außerdem lobte er die Eigeninitiative in den Wehren. „Katastrophen kennen keine Uhrzeit und daher auch die dann nötigen Einsätze nicht. Dank der Feuerwehren ist Hilfe für die Bürger im Notfall immer gegeben“, sagte Zapf. Dafür müsse die Gesellschaft mehr als dankbar sein.

Kreisbrandmeister Matthias Müller freute sich über das Engagement der Geutenreuther Wehr. Er wies auf die anstehende Digitalisierung im Alarmierungsbereich hin. Ebenso auf die Handyalarmierungs-App Alamos, die bereits im Test ist und gute Dienste leiste. Beide Neuerungen verbesserten die Koordination bei Alarmierungen. Fortgeführt werden auch die Besichtigungen der Feuerwehren. Im Stadtbereich seien alljährlich vier bis fünf geplant, sie sollen einfacher gestaltet werden. Er bat Wehren wie Einwohner, Nutzfeuer der Stadtverwaltung zu melden. Die Bedarfsplanung sollen für die nächsten fünf Jahre wieder aufgenommen werden. Er dankte der Stadt Weismain, die für die Anschaffung von Ausrüstung immer offenes Ohr habe. Geplant sei eine Feuerschutzwoche im September mit einer bayernweiten Aktion „Nacht der Feuerwehren.“

Der neue Vorstand

1. Kommandant Alexander Hofmann, 2. Kommandant Johannes Hühnlein, 1. Vorsitzender Ingo Bäuerlein, 2. Vorsitzender Laura Herold, Finanzverwalter Bernd Motschenbacher, Schriftführern Martina Weiß, Jugendwart Alexander Hoffmann, Frauenbeauftragte Laura Herold, Gerätewart Jürgen Bienlein, Kassenprüfer Michael Löhlein und Heinz Merkel.

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