STRÖSSENDORF

Festgottesdienst zur Konfirmation in Strössendorf

Festgottesdienst zur Konfirmation in Strössendorf
Sieben Mädchen und ein Junge feierten am Pfingstmontag in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Strössendorf-Altenkunstadt ihre Konfirmation mit Pfarrerin Bettina Beck. Foto: Dieter Radziej

Für acht junge Christen der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Strössendorf-Altenkunstadt war die Konfirmation am Pfingstmontag ein besonderer Tag. Das Wetter ermöglichte es, dass dieses Ereignis sogar im Freien, im Schlossgarten von Strössendorf, gefeiert werden konnte.

Von der ehemaligen Volksschule in Strössendorf zogen die sieben Mädchen und ein Junge, angeführt von Pfarrerin Bettina Beck und begleitet von den Kirchenvorstehern, durch die mit kleinen Bäumchen und Fähnchen geschmückten Straßen. Statt in der Pfarrkirche St. Katharina wurde der Festgottesdienst in dem von Fliederbüschen umgebenen Schlossgarten gefeiert.

Das Metermaß als Symbol des Lebens im Zeichen von Corona

Nach dem Beicht- und Abendmahlgottesdienst am vorangegangenen Tag, hieß Pfarrerin Bettina Beck zum Festgottesdienst die Konfirmanden sowie deren Eltern, Paten und Angehörigen herzlich willkommen. Der Posaunenchor unter der Leitung von Pfarrer Rudolf Ranzenberger stimmte die Gläubigen mit dem Lied „Danke für diesen guten Morgen“ ein. Die Seelsorgerin meinte, dass die Konfirmation ein guter Anlass sei, um allen für die Mitwirkung an diesem Festtag und die bisherige Lebensbegleitung der jungen Christen zu danken.

Das Metermaß, das fast in jedem Werkzeugkoffer zu finden ist, sei in gewisser Weise ihr Lebensbegleiter in den vergangenen Monaten geworden, sagte die Pfarrerin in ihrer Predigt. Wegen der Pandemie stelle sich immer wieder die Fragen „Wie viel Nähe darf sein? Wie viel Distanz ist nötig?“ Wichtig sei es allerdings, ohne Metermaß im Gespräch mit den Menschen und in den unterschiedlichsten Situationen das richtige Maß zwischen Nähe und Distanz zu finden.

„Gott hat bei der Taufe Ja gesagt zu euch“, erinnerte Pfarrerin Bettina Beck die Konfirmanden. Das bedeute, dass er ein ganzes Leben lang seine Begleitung und Nähe, seinen heiligen Geist und seinen Segen anbiete. „Wenn wir jetzt Konfirmation feiern, dann geht es in einem besonderen Maße um diese Nähe zu Gott, zur Kirche und der Pfarrgemeinde.“ Umgekehrt sagen auch die Konfirmanden „Ja“ zu Gott, zum christlichen Glauben, wie er in der Kirchen und konkret in der Kirchengemeinde gelebt werde.

Seit einem Jahr hätten die Konfirmanden eifrig die Gottesdienste besucht und engagiert am Gemeindeleben teilgenommen. Damit seien sie ein wichtiger Teil der Gemeinde geworden; gleichsam ein Teil der Zukunft der Kirche von morgen. Künftig werden sie selbst über Nähe und Distanz bestimmen, denn sie seien eigenständiger und freier geworden. Dabei sollten sie auch den Glauben berücksichtigen, denn die Türen der Kirchengemeinde stünden allen offen und das Kreuz spende auch in schwierigen Momenten Trost ebenso wie die Liebe Gottes. „Gott begleitet alle Menschen auf ihrer Reise und durch Stürme des Lebens“, betonte die Pfarrerin.

„Gott begleitet alle Menschen auf ihrer Reise und durch Stürme des Lebens.“
Bettina Beck, Pfarrerin

Während das Metermaß Nähe und Distanz regele und somit anzeige, wie die Konfirmanden ihr Leben gestalten möchten, sei Gott ihnen immer nah. Daher werde ihnen bei der Konfirmation der Segen zugesprochen, während ihre Eltern und Paten die Hand auflegen. Gott liebe alle Menschen und es lohne sich, „Ja“ zu ihm zu sagen und seine Nähe zu suchen,

Nach dem kirchlichen Segen klang der festliche Gottesdienst mit einer gesanglichen Darbietung und dem Posaunenchor aus. Gute Wünschen und ein liebevoll gefertigtes Geschenk gaben die Kirchenvorsteherinnen Anna Krausche und Tina Trenkwald den jungen Christen mit auf ihren Weg.

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