ALTENKUNSTADT/WOFFENDORF

FC Woffendorf will sich aus Fusionsverein zurückziehen

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Nach zwölf Jahren Zusammenarbeit im Fusionsverein will sich der FC Woffendorf zurückziehen. Foto: Symboldpa/Jonathan Moscrop

Die gemeinsame Zukunft des FC Altenkunstadt/FC Woffendorf stand im Mittelpunkt der Generalversammlung. Dabei gab einer der beiden Partner, der FC Woffendorf bekannt, dass er sich in absehbarer Zeit aus dem Fusionsverein zurück ziehen werde, da ihm sowohl die finanziellen Mittel wie auch der entsprechende Nachwuchs fehlten.

Schriftführer Stefan Völker verlas das Protokoll der vorigen Hauptversammlung. Dann folgten die Rechenschaftsberichte. In seiner Rückschau erwähnte Vorsitzender Robert Hümmer das Fest zum 100-jährige Bestehen des FC Altenkunstadt, das auch für den Fusionsverein ein geselliger Höhepunkt gewesen sei. Auch aus sportlicher Sicht hatte er erfreuliches zu berichten: Gleich in mehreren Spielserien reichte es in der Endabrechung für den zweiten Platz. Dennoch habe das letztlich nicht ganz für den erhofften Aufstieg in die nächsthöhere Klasse gereicht. Die Pandemie führte dazu, dass sich sonst nicht viel ereignete im Fusionsverein.

Zum zweiten Mal in Folge ist das Galgenberg-Waldfest ausgefallen

Es war auch Robert Hümmer, der offiziell bekannt gab, dass sich der FC Woffendorf mit dem Ende der Spielsaison aus dem Fusionsverein zurückziehen werde. Das Vereinsheim habe über lange Zeit verschlossen bleiben müssen, auch sei zum zweiten Mal in Folge das Galgenbeg-Waldfest ausgefallen – und konnte der FC Woffendorf die finanziellen Mittel nicht mehr erwirtschaften, die er für den Fusionsverein braucht. Darüber hinaus stünden im Vereinsheim dringende Sanierungsarbeiten in den Duschen, Kabinen und dergleichen mehr an.

Der Rückzug des FC Woffendorf wurde im Vorfeld bereits sachlich und offen diskutiert. So gab es in der Generalversammlung auch keine Misstöne und auch keinen Groll. „Ohne Corona wäre dieser Schritt sicherlich nicht erforderlich gewesen“, meinte Vorsitzender Robert Hümmer..

Harald Höppel legte den Kassenbericht vor. Die Revisoren Johann Pol und Hilmar Neher bescheinigten, dass gut und korrekt gewirtschaftet worden sei.

Über das Spielgeschehen berichtete Johannes Oppel, der dabei auf die Spielserien 2018/19 und 2019/20 einging. Dabei erwähnte er besonders die Relegationsspiele. Letztlich aber wurde die Saison pandemiebedingt abgebrochen, was dem Fusionverein den erwähnten zweiten Platz beschwerte – und damit keinen Aufstieg. Mittlerweile seien die Corona-Beschränkungen gelockert, der Trainingsbetrieb sei wieder aufgenommen worden und im Kader seien eine ganze Reihe von jungen Aktiven aufgenommen worden. „Insofern dürfen wir eine spannende und hoffentlich etwas längere Spielsaison erwarten“, so Oppel.

Turnusmäßig gab es bei den Wahlen einen Wechsel an der Führungsspitze des Fusionsvereins. Jeder Mitgliedsverein ist mit fünf Vertretern im Vorstandsteam. Der neue 2. Vorsitzende Hümmer lobte das Miteinander in den vergangenen knapp zwölf Jahren. Gegen Ende der Saison soll es nun eine außerordentliche Mitgliederversammlung geben, um den Fusionsverein aufzulösen. Dann wird der FC Altenkunstadt die beiden Mannschaften alleine weiterführen.

Die neue Führung

1.Vorsitzender: Dieter Radziej

2. Vorsitzender: Robert Hümmer

Schriftführer: Stefan Völker

Kassierer: Harald Höppel

Mitglieder des erweiterten Vorstands: Johannes Oppel, Stefan Schnapp, Udo Leicht, Florian Klemenz (1. FC Altenkunstadt) sowie Franz Ritzel und Heiko Schiewatsch (1. FC Woffendorf)

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