MAINROTH

Erntedankfest mit „Gott sei Dank-Broten“ in Mainroth

Helena Foltes (li.) und Lieselotte Seidel fuhren die kleinen Erntedankbrote unter den Augen von Pater Rufus Witt aus der Kirche hinaus. Foto: Ingrid Kohles

Das Erntedankfest ist eines der ältesten religiösen Feste und geht auf vorchristliche Opferfeste und Erntefeiern zurück, die nach dem glücklichen Einbringen der Ernte begangen wurden. Der Dankgottesdienst zum Erntedankfest ist in Mainroth traditionell sehr gut besucht, deshalb mussten zahlreiche Gläubige den Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Michael auf dem Vorplatz verfolgen. Corona-bedingt reichten die Sitzplätze bei weitem nicht aus.

Das Virus hatte auch den Ablauf des Gottesdienstes verändert, denn normalerweise wäre der Zelebrant Pater Rufus Witt mit den Kindern und ihren Erntekörbchen in die Kirche eingezogen. Der Familienkreis hatte die Kirche herbstlich bunt mit vielen Garten- und Feldfrüchten geschmückt, in der Mitte des Arrangements das übergroße Erntedankbrot. Daneben war ein kleiner Bollerwagen mit „Gott sei Dank-Broten“ platziert, den Helena Foltes und Lieselotte Seidel hinausfahren durften.

Die „Gott sei Dank-Brote“ fanden nach dem Gottesdienst schnell ihre Liebhaber gegen eine Geldspende. Mit gebührendem Abstand verweilten die Gläubigen auf dem Kirchplatz bei selbst gebackenem Zwiebelkuchen und Federweißem. Dem Familienkreis gebührt ein herzliches Dankeschön, dass sie es trotz der Widrigkeiten geschafft haben, das Erntedankfest zu einem Gemeinschaftserlebnis der Pfarrgemeinde zu machen.

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