SCHAMMENDORF

Einsturz eines Kellers: Staatsstraße 2191 gesperrt

Jahrhunderte alter Felsenkeller stürzt ein: Wetter womöglich schuld Verfall
Wegen Setzungen der Fahrbahn aufgrund eines eingestürzten Felsenkellers ist die Staatsstraße 2191 bei Schammendorf gesperrrt. Foto: NEWS5 / Merzbach (NEWS5)

Wegen des Einsturzes eines Felsenkellers in Schammendorf ist die Staatsstraße 2191 durch das Kleinziegenfelder Tal seit Montag voll gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Wunkendorf und Modschiedel.

Die Wetterextreme sind womöglich die Ursache für den Einsturz. Am Wochenende war Georg Rehe in seinem Felsenkeller, der schon seit dem 17. Jahrhundert existiert und damals noch für die Bierkühlung genutzt wurde. Dabei fiel dem Schammendorfer der Einsturz auf. „Da ist hinten so Lehmboden und da hab ich festgestellt, dass er eingestürzt ist, so drei auf drei Meter", erklärt Rehe. Da direkt über dem Keller die Staatsstraße verläuft, informierte er das Straßenbauamt. „Ich habe gleich heute das Straßenbauamt angerufen und dann sind die gekommen und haben sich das angeschaut", schildert der Kellerbesitzer die Situation.

Jahrhunderte alter Felsenkeller stürzt ein: Wetter womöglich schuld Verfall
Eingestürzt ist der Felsenkeller von Georg Rehe in Schammendorf. Foto: NEWS5 / Merzbach (NEWS5)

Da allerdings unklar ist, wie viel Überdeckung noch zwischen Straße und Keller vorhanden ist, hat das Straßenbauamt die wichtige Verbindungsroute zwischen Burgkunstadt und Stadelhofen sofort gesperrt. Die Gefahr, dass die Straße einbricht, wenn ein Lastwagen darüberfährt, ist zu groß. In der Fahrbahn haben sich bereits einige Risse gebildet, wobei unklar ist, ob sie die Ursache des Einsturzes sind. Die Schammendorfer können ihr Dorf nur noch über eine schmale Verbindungsstraße erreichen, der Durchgangsverkehr muss weiträumig umgeleitet werden.

Schwerlastverkehr und Wetterextreme als Ursache?

Schuld an dem Einsturz könnte das extreme Wetter sein und der Schwerlastverkehr, der über den Felsenkeller rollt. Durch die Trockenheit und anschließenden Wassereinbruch durch die Starkregenfälle könnte der Lehmboden aufgeweicht sein. „Es kann auch sein, dass der Lehmboden bei der Trockenheit ausgetrocknet ist, dass er dann wieder durch die Feuchtigkeit den Halt verloren hat, dann sind die Steine runtergekracht", beschreibt Georg Rehe die Situation.

Wie es nun weitergeht, wird sich erst in den nächsten Tagen herausstellen. Das Straßenbauamt muss erst analysieren, wie sich der Einsturz auf die Stabilität der Straße ausgewirkt hat. Bis diese Erkenntnisse vorliegen, bleibt die Verbindungsroute weiterhin komplett gesperrt.

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