ALTENKUNSTADT

Eine Solarabgabe für Altenkunstadt

Eine Solarabgabe für Altenkunstadt
Ist der Standort geeignet für eine Freiflächenphotovoltaikanlage? Dazu wurde ein Katalog mit verschiedenen Bewertungskriterien erstellt. Foto: Stephan Stöckel

Ist der Standort geeignet für eine Freiflächenphotovoltaikanlage? Eine Bewertungsmatrix, die 15 Bewertungskriterien beinhaltet, wird es dem Gemeinderat Altenkunstadt zukünftig erleichtern, die passende Antwort auf diese Frage zu finden. Dazu zählen naturschutzrechtliche Kriterien (Flächen, die nicht in Wasserschutzgebieten liegen), ebenso wie optische (das Landschaftsbild wird nicht beeinträchtigt) und finanzielle (eine Kapitalbeteiligung der Bürger ist möglich). Der Kriterienkatalog wurde einstimmig beschlossen.

Für die Zulassung sind mindestens 20 Punkte erforderlich

Zudem müssen, wie Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) betonte, zwei Grundvoraussetzungen erfüllt sein: „Es muss eine Netzeinspeisungszusage vorliegen. Des Weiteren ist eine Solarabgabe von 0,2 Cent pro Kilowattstunde Einspeisung für den Betreiber verpflichtend, die die Gemeinde erhalten wird.“ Für die einzelnen Bewertungskriterien können zwei (trifft zu), ein (trifft teilweise zu) oder null Punkte (trifft nicht zu) vergeben werden. Für die Zulassung einer Anlage müssen mindestens 20 Punkte erreicht werden. „Das heißt aber nicht zwangsläufig, dass wir bei 20 Punkten auch zustimmen müssen“, stellte Gunther Czepera (CSU) klar.

Die Gemeinde Altenkunstadt verbrauchte im vergangenen Jahr in ihren Einrichtungen 1,2 Millionen Kilowattstunden an Gas. Angesichts explodierender Gaspreise zeigte Geschäftsstellenleiter Alexander Pfaff auf, wo welche Mengen anfallen. Der Löwenanteil, nämlich 74 Prozent, entfallen auf die Mittelschule und die Kordigasthalle. Die restlichen 26 Prozent verteilen sich auf das Feuerwehr- und das Rathaus (jeweils acht Prozent) sowie Bauhof (sechs Prozent) und ehemalige Synagoge (vier Prozent). Um Heizkosten zu sparen, müsse man, so Pfaff, vor allem bei der Mittelschule und der Kordigasthalle ansetzen.

Feuerwehrauto nur noch bedingt einsatzbereit: Neuanschaffung

Das Mehrzweckfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Altenkunstadt ist aufgrund eines Unfalls nur noch bedingt einsatzbereit. Einstimmig wurde beschlossen, ein neues Fahrzeug zu kaufen. Die Kosten schätzte Hümmer auf 100.000 bis 120.000 Euro. Auch die Nachbarwehr in Burgkunstadt benötigt ein neues Fahrzeug. Aus finanziellen Gründen ist eine gemeinschaftliche Anschaffung vorgesehen. „Dann erhöht sich die Förderpauschale für beide Kommunen um jeweils zehn Prozent von 18.000 auf 19.800 Euro“, sagte er.

In Strössendorf kann mit dem Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses begonnen werden. Hümmer teilte mit, dass die Regierung von Oberfranken einen Zuschuss von 63.500 Euro gewährt habe.

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