BURGKUNSTADT

DLRG hilft mit Coronatests im Burgkunstadter Altenheim

DLRG hilft mit Coronatests im Burgkunstadter Altenheim
Im Einsatz für die Senioren: Mit der Abnahme von Schnelltests ermöglichten Rettungssanitäter der DLRG Burgkunstadt den Angehörigen den Besuch ihrer Lieben im Altenheim. Foto: Roland Dietz

Einen außergewöhnlichen Hilfseinsatz hatte die DLRG Burgkunstadt an den Weihnachtsfeiertagen im Alten und Pflegeheim Sankt Heinrich. Damit die Bewohner des Pflegeheims Besuch von ihren Angehörigen bekommen konnten, hatten sich die Retter bereit erklärt, am Heiligen Abend und an den beiden Weihnachtsfeiertagen die PoC-Antigen-Schnelltests für Besucher des Hauses anzubieten.

DLRG hilft mit Coronatests im Burgkunstadter Altenheim
Mit Pylonen hatten die DLRG-Mitglieder den Weg zum Testraum im unteren Bereich des Alten und Pflegeheim St. Heinrich B... Foto: Roland Dietz

Damit folgte die DLRG dem Aufruf des bayerischen Gesundheitsministerium an die Rettungsorganisationen, trotz des Lockdowns Besuche in den Pflegeheimen zuz ermöglichen. Die Heimleitung informierte die Angehörigen und bat darum, Termine zu vereinbaren, um größeren Andrang zu vermeiden.

18 Sanitäter schwitzen unter Schutzanzug und Atemmaske

Ausgebildete Sanitäter der DLRG nahmen die Schnelltests an drei Tagen von 9.30 bis 11.30 Uhr beziehungsweise solange Bedarf da war, ab. Pflegekräfte des Altenheimes wurden dazu nicht benötigt. Erfahrungen mit dem Testen hat die DLRG bereits im Sommer am Nürnberger Hauptbahnhof gemacht, wo die Sanitäter bei der Testung von Reiserückkehrern halfen, berichtete der technische Leiter Thomas Schneider. Alle haben jetzt nochmals eine ärztliche Unterweisung bei Dr. Markus Wagner in Redwitz erhalten. In einer Einheit arbeiten jeweils vier Sanitäter und zwei Ersatzpersonen, so dass an den Weihnachtstagen insgesamt 18 Personen im Einsatz waren.

„Natürlich ist absolute Vorsicht geboten gewesen, ein gewisser Respekt vor der Aufgabe war bei allen da, aber keine Angst“, erklärte Thomas Schneider. Um mögliche Ansteckungsgefahren auszuschließen, ließen sich auch die Sanitäter vor und nach den Einsätzen testen. Die Zusammenarbeit sei hervorragend gewesen.

DLRG hilft mit Coronatests im Burgkunstadter Altenheim
Sicherheit geht vor: Die Rettungssanitäter der DLRG in Schutzanzügen. Foto: Roland Dietz

Wie wichtig das Angebot war, zeigte der Andrang bereits am Morgen des Heiligen Abends. Viele Angehörige nutzten den Test, um am Nachmittag ihre Lieben im Heim besuchen zu können. Sicherheitshalber wurden die Angehörigen nicht durch den Haupteingang eingelassen. Stattdessen war mit Pylonen der Wegen zu einer Seitentür neben dem Kapelleneingang im unteren Bereich des Pflegeheims ausgewiesen. Auch mit negativen Testergebnis war es selbstverständlich, die Hygieneregeln mit FFP2-Maskenpflicht, Abstandsgebot und ur Händehygiene einzuhalten.

Nach der Erfassung der persönlichen Daten wurden die Angehörigen ins Testzimmer vorgelassen. Für manchen war es gewöhnungsbedürftig, dass zwei Sanitäter in Schutzanzügen den Abstrich vornahmen. Bereits 30 Minuten später erfuhren sie das Testergebnis. Bei einem negativem Test konnten sie zu Ihrem vereinbarten Besuchstermin kommen, wo ihnen die Testbescheinigung ausgehändigt wurde. Sicherheitshalber waren Besuche nur in einem Zeitfenster von 48 beziehungsweise 72 Stunden nach dem negativen Test möglich. Sämtliche Tests der mehr als 100 Angehörigen, die das Angebot nutzten waren negativ.

„Hier geht einem das Herz auf, denn so wird der Geist von Weihnachten großartig gelebt.“
Christine Frieß, Bürgermeisterin
DLRG hilft mit Coronatests im Burgkunstadter Altenheim
Hinweis auf den Corona-Schnelltest im Altenheim Burgkunstadt. Foto: Roland Dietz

„Hier geht einem das Herz auf, denn so wird der Geist von Weihnachten großartig gelebt“, lobte Bürgermeisterin Christine Frieß den Einsatz der DLRG. Es habe ständig Kontakt und Information zur Aktion gegeben und die Anfrage nach Absperr- und Sicherheitsmaterial habe die Stadtverwaltung gerne positiv beantwortet. „Es ist ein sehr positives Angebot für die Betroffenen gewesen“, sagte die Bürgermeisterin. Auch Einrichtungsleiter Martin Pühl und Pflegedienstleiterin Kirstin Appel freuten sich für ihre Bewohner, dass es möglich warm Besucher zu empfange. Gerade für ältere Menschen sei es wichtig, zu Weihnachten ihre Liebsten sehen zu können und ihre sozialen Kontakte zu erhalten.

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