ALTENKUNSTADT

Das Jubiläum der Altenkunstadter Schützen fällt aus

Das Jubiläum der Altenkunstadter Schützen fällt aus
Wie anlässlich des 125.-jährigen Bestehens hätte es bei der Zimmerstutzen-Schützengesellschaft Altenkunstadt 1881 auch in diesem Jahr, wieder ein großes Fest geben können. Foto: Dieter Radziej

Mit dem beginnenden Frühjahr sehen sich die Menschen nach den langen Monaten des Lockdowns nach dem Besuch von Biergärten und Festen. Neben der fränkischen „Kerwa“ sind vor allem kommt die Schützenfeste besonders beliebt. So hatten sich die Mitglieder der Zimmerstutzen-Schützengesellschaft Altenkunstadt darauf gefreut, in diesem Vereinsjahr nicht nur ihr traditionelles Schützen- und Volksfest, sondern auch ihr 140-jährige Bestehen zu feiern. Die Pandemie hat ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Ein besonderes Vereinsjahr hat für die Zimmerstutzen-Schützengesellschaft begonnen, denn ein Blick in das Protokollbuch zeigt, dass 1881 die Gründungsversammlung des Schützenvereins stattfand. In ihrer 140-jährigen Vereinsgeschichte Zeit haben die Altenkunstadter Schützen viel Flexibilität bewiesen. Stand einst die Schießstätte „Friedrichshöhe“ an der Baiersdorfer Straße, dienten später die Leikeim-Säle (BMF) als Festgelände.

Sogar im Garten der „Sternschnuppe“ wurde einst geschossen

Ein beliebter Treffpunkt war viele Jahre lang zudem die Gastwirtschaft Mainbrücke (jetzt Pizzeria „Bei Gino“). Auch dort fanden Schießabende statt, ebenso wie im Garten der Gastwirtschaft „Sternschnuppe.“ Später dienten das Firmengelände der Porzellanfabrik Nehmzow, der Festplatz an der Theodor-Heuss-Straße, der Parkplatz am Bootshaus und zuletzt das Umfeld der Grundschule als Festgelände. Die 125-Jahr-Feier wurde auf dem Parkplatz der Baur-Kaufwelt ausgerichtet.

Doch heuer wird wegen der Pandemie nichts so sein wie in den Jahren davor. Wegen des Coronavirus wurde nicht nur das Schützenfest abgesagt, sondern bereits in den vergangenen Monaten waren weder ein Königsessen, die Weihnachtsfeier, noch die beliebten Vereins- und Schießabende möglich. Auch die für die Zukunft jedes Vereins wichtige Jugendarbeit war kaum möglich.

Das Jubiläum der Altenkunstadter Schützen fällt aus
Vor allem die Ortsmeisterschaften für Vereine und Hobbyschützen sind ein Ereignis beim Schützen- und Volksfest, das sich... Foto: Dieter Radziej

Erschwerend kam bei den Schützen dazu, dass sie wegen der Sanierung der Grundschule die Schießanlagen abbauen, die Trophäen und dekorativen Schützenscheiben verpacken und auslagern mussten. Der Schießbetrieb konnte dennoch eine gewisse Zeit in geordneten Bahnen verlaufen, weil der Patenverein in Weismain es den Nachbarn ermöglichte, im Schützenheim zu trainieren. Das Vereinsleben wurde wie bei allen Klubs reduziert, auch wenn der Vorstand sich bemühte, es durch zahlreiche Anstrengungen aufrechtzuerhalten. Dabei ist der Zusammenhalt für den Schützenverein zurzeit besonders wichtig, denn nach Abschluss der Grundschulsanierung werden viele Helfer gebraucht, um die Schießstätte

Das Jubiläum der Altenkunstadter Schützen fällt aus
Eine ungewöhnlich lange Amtszeit hat das Königshaus der Zimmerstutzen-Schützengesellschaft Altenkunstadt diesmal zu bewä... Foto: Dieter Radziej

wieder herzurichten. Deswegen entwickelten die Verantwortlichen des Vereins seit Monaten viele Aktivitäten.

Für die Einrichtung der Schießstätte werden viele Helfer gebraucht

Doch wegen der Corona-Pandemie ist das Vereinsleben in den vergangenen Monaten weitgehend zum Erliegen gekommen. Lang überlegten das Schützenmeisteramt und viele Mitglieder, ob ein Schützen- und Volksfest abgehalten werden darf und welche Sicherheitsvorkehrungen dafür erforderlich wären. Während die Schützengesellschaft ihr Fest abgesagt hat, haben sich andere Vereine noch nicht entschieden oder beschlossen, zwar ein Freischießen oder Volksfest abzuhalten, aber in kleinerem Rahmen. Denn die Hygienebestimmungen müssen eingehalten werden.

Die Schützengesellschaft Altenkunstadt ist ständig im Gespräch mit dem Bayerischen Sportschützenbund, um abzuwägen, wann und in welcher Form das Vereinsleben weitergeführt werden kann. Schließlich müsste eine Generalversammlung abgehalten und die Mitgliedern über die Situation in der Schießstätte informiert werden. Vor allem die Aufgaben bei der Einrichtung müssten in den nächsten Monaten verteilt werden.

 

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